Sound Walk Berlin | field notes

99 ECHOES

Location: Berlin, Germany

POLIGONAL
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We from POLIGONAL Office for Urban Communication Berlin investigate and communicate contemporary architectural topics and urban developments in city walks, workshops, and seminars. We draw on many years of experience as academic researchers and university teachers in urbanism and architecture, and collaborate with numerous local experts, a network that our audience is benefitting from. http://www.poligonal.de

Hier geht es zum Download der DRIFTER App mit dem Sound Walk Berlin: (https://www.poligonal.de/drifter/ev296v9bdwJd85h7/)

[DE] Was macht die Stadt mit der Musik und umgekehrt die Musik mit ihr? Mit dem Sound Walk Berlin möchte die inm / field notes die Debatte über die soziale und politische Bedeutung der Musik im urbanen Raum und ihre Repräsentanz in der Stadt vertiefen, wobei auch der Klang der Stadt selbst in den Blick genommen wird. Mit dem Sound Walk Berlin erobert die zeitgenössische Musikszene den Stadtraum und macht die Straßen Berlins zur Bühne. Künstler*innen, Ensembles und Bühnen der zeitgenössischen Musik haben für den Sound Walk diverse Orte in Berlin klanglich erweitert oder neu definiert. Die Sound- und Musikbeiträge interagieren mit den urbanen Klängen des Ortes aus Verkehr, Stimmen, Spielplätzen, U-Bahn und Baustellen und kommentieren dessen architektonische Beschaffenheit, Geschichte und Umgebung. Der Sound Walk Berlin lädt Bewohnerinnen und Besucherinnen dazu ein, die Stadt aus Perspektive der Künstler*innen zu erfahren. Die persönlichen Hörerlebnisse sensibilisieren für den individuellen Klang unserer Wohn- und Lebensräume, schärfen den Blick bzw. das Gehör für die Verbindung von Klang und Stadt und regen vielfältige Diskussionen über den Klang der Stadt und zu Räumen für Musik an. Bei den Spaziergängen kann im selben Zug die Stadt und die zeitgenössische Musikszene (neu) entdeckt werden.

* Die inm – initiative neue musik berlin e.V. bündelt und vertritt als Dachverband der freien Szene der neuen Musik die Interessen der Akteur*innen der Berliner Szene gegenüber Politik und Verwaltung. Sie ist als Sprachrohr und Partnerin im Dialog etabliert und als Förderinstitution ein wichtiger Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft.

Das field notes Programm ist seit 2016 die zentrale Informations- und Beratungsstelle für die zeitgenössische Musikszene Berlins der inm – initiative neue musik berlin e.V. Mit seinem breit aufgestellten Informationsangebot aus online Plattform www.field-notes.berlin und dem field notes Printmagazin trägt es zur Stärkung der Sichtbarkeit der zeitgenössischen Musik im Berliner Kulturleben bei. Zur Professionalisierung der Szene bietet das field notes Programm kostenfreie Beratungen, Workshops und Informationsveranstaltungen zu Fragen rund um die Arbeit in der Freien Szene an. Mit einer jährlichen Konferenz zur zeitgenössischen Musik im globalen Kontext regt es außerdem zur Reflexion über die Rolle der zeitgenössischen Musik in der heutigen Gesellschaft an und vernetzt Berliner Akteur*innen mit einem Internationalen Fachpublikum. Als Querschnittsthema setzt sich das Programm bei all seinen Aktivitäten zum Ziel, die gesellschaftliche Vielfalt stärker im Programm, Personal, Publikum und bei den Partnern abzubilden und (strukturelle) Diskriminierung abzubauen.


[EN] What is the relationship between music and place? With the Sound Walk Berlin, inm / field notes aims to deepen the debate surrounding the social and political significance of music in urban space and its representation, while also observing the sound of the city itself. With the Sound Walk Berlin, the contemporary music scene is reclaiming its urban space and turning the streets of Berlin into a stage! Artists, ensembles and venues of the contemporary music scene expanded or redefined various places in Berlin in terms of sound. Sound and music interact with the existing urban sounds of a place (such as traffic, voices, playgrounds, subway and construction sites) or comment on its architecture, history and surroundings. With the Sound Walk Berlin, residents and visitors can experience the city from the perspective of the artists. These personal listening experiences sensitise the listener to the unique sounds of our living spaces, and to the connection between sound and city, and thus stimulate diverse discussions about the relationship between sounds of the city and spaces for music. On the walks, both the city and the contemporary music scene can be (re)discovered.

* The inm is an association of musicians, ensembles, composers, musicologists, cultural managers, and organizers who are active in the field of contemporary music. An aesthetically and structurally open institution, its main effort is to secure and improve the working and production conditions for New Music.

field notes is a central resource of information and mentoring for the contemporary music scenes in Berlin provided by inm – the initiative neue musik berlin e.V. Its goals are to strengthen and improve production conditions for the independent contemporary music scenes in Berlin, and to raise public awareness of social relevance of the art form. By connecting and catalysing the rich potential of Berlin's contemporary music scene, field notes actively raises general interest in new music. It gathers information on events and developments in the contemporary music scene and presents them online at www.field-notes.berlin and in the bimonthly field notes magazine. Each year in September, the Month of Contemporary Music promotes current works by Berlin ensembles, artists and composers, in established concert halls as well as in independent venues. The festival’s focus is on today's music and attracting new audiences. To strengthen the scene itself, field notes offers free consultations, workshops and events. With an annual conference on contemporary music in a global context, it also encourages reflection on the role of contemporary music in today's society and connects Berlin-based actors with an international audience of experts. As a cross-cutting theme, the programme aims in all its activities to reflect social diversity in the programme, staff, audience and partners and to reduce (structural) discrimination.

Station 1: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Station 01: Im Buchladen

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

1 sound

Station 2: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Station 02 Vor dem Buchladen – Gitter

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

1 sound

Station 3: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr! Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 03: Brunnenstr. bis Hofeingang Brunnenstr. 196

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 4: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 04 Höfe Brunnenstr. 196 und zurück

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 5: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg/Station 05: Brunnenstr. 196 bis Rosenthaler Platz, U-Bahn Aufzug – Ampelübergang

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 6: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Station/Weg 06 Ecke Kiosk – Rosenthaler Str. bis Linienstr. –Straßenüberquerung

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 7: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 07 Linienstr. bis Kl. Rosenthaler Str. und zurück zu Ecke Rosenthaler Str.

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 8: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 08 Rosenthaler Str. bis St.Oberholz / Kreuzung

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 9: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 09 Ampelübergang – 1. Mittelinsel – weiterer Ampelübergang – 2. Mittelinsel – weiterer Ampelübergang

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 10: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Station 10 Ecke Weinbergsweg Ost

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 11: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Station 11 Ecke Weinbergsweg West

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 12: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 12 Weinbergsweg bis Verteilerkasten gegenüber Zehdenicker Str.

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 13: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 13 Durch den Weinbergspark – Mutter-Kind-Statue – Denkmal

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 14: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg/Station 14 Hang Veteranenstr. – Kreuzung Veteranenstr./Brunnenstr.

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 15: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 15 Zum U-Bahn Eingang Brunnenstr.

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 16: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 16 U-Bahn Durchgang

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 17: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Station 17 Ecke Weinbergsweg West – an der Ampel Brunnenstr. – Ampelüberquerung

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Station 18: Kirsten Reese/David Wagner: »Berlin Rosenthaler Platz« (2018) [Route]

Es gibt 18 Tracks mit Stationen (stehenbleiben) und Wegen (langsam gehen). Folgen Sie der Karte und den Anweisungen der Stimmen. Achten Sie auf Hinweise auf Gebäuden und Objekten - und Aufkleber mit historischen Fotos. Beachten Sie auch den Straßenverkehr!

Start-/Endpunkt der Tour: Brunnenstr. 181 Weg 18 Brunnenstr. zurück zum Buchladen

Auf einer Route um den Rosenthaler Platz wird die Straße zur Bühne. Alltagsgeschehen wird überlagert von literarischem Text, atmosphärischem Klang und Soundscapes, komponierter Musik und Gesang sowie Zuspielungen historischer Originaltöne. Vier Stimmen führen in die Klangwelt der Vorkriegsvarietés, hinein in das jüdische Leben der zwanziger Jahre, erzählen von sozialen Brennpunkten im 19. Jahrhundert und vom Leben in der DDR. Sie lauschen den illegalen Clubs der neunziger Jahre - und plötzlich singen die Sirenen. Auf dem Weg durch Park und U-Bahnhof mischen sich Alltagsgeräusche und Soundscapes zu einer Klang-Inszenierung der Gegenwart. Erinnerung und Gegenwart gelangen zu gleichzeitiger Präsenz und lassen das Jetzt als flüchtigen Moment innerhalb unaufhörlichen Wandels erfahren.

Kirsten Reese, David Wagner: Konzept, Text, Musik, Klang, Regie mit Sirje Viise Sopran Daniel Gloger Countertenor Charlotte Müller Sprecherin Johannes Suhm Sprecher sowie den Stimmen der Autor*innen

Dauer: 70 Minuten

Eine Produktion von Kirsten Reese und BAM! – Berliner Festival für aktuelles Musiktheater, Uraufführung 21.-23.9.2018, www.bam-berlin.org Gefördert mit Mitteln der initiative neue musik berlin e.V.

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Ole Terbijn: »Passage« (2021) [Soundspot]

[DE] Dort drüben, kurz bevor die Reinhardtstraße unter den Bahnschienen hindurch taucht, bildet sich ein regelrechter Schalltrichter. Zumindest während einer Demonstration kann sich diese Assoziation aufdrängen, wenn die Sprechchöre zwischen den umliegenden Gebäuden der Bundespressekonferenz und der BMW Stiftung Herbert Quandt widerhallen, sich verstärken und mit dem Dröhnen des Zugverkehrs vermengen. Als Ort des Durchgangs werden seine Eigenheiten ansonsten leicht übersehen – und überhört. Außer von aufmerksamen Anwohnerinnen vielleicht oder von denen, die sich unverhofft eines Tages als Patientinnen der Charité wiederfinden und während des täglichen Spaziergangs eine bemerkenswerte Entdeckung machen: die Bahn scheint hier etwas anders zu klingen. Irgendwie ein wenig weniger kreischend, seichter, und vielleicht auch müheloser dahingleitend als an vielen anderen Orten der Stadt. Ein Klang, der das umliegende Gebiet prägt. Und der nur eines von vielen musikalischen Materialien liefert, die dieser Ort zu bieten hat. »Passage« nimmt sich einiger der Umgebungsgeräusche an, verändert und interpretiert sie und fügt dem Chor der Umgebungsgeräusche eigene Stimmen hinzu. Um mit den Ampel-Kastagnetten zu klappern, der Akkordeonistin eine subtile musikalische Begleitung anzubieten und in das Pfeifkonzert der Protestierenden einzustimmen.

Ole Terbijn ist Musiker und Klangkünstler. Er arbeitet mit Rückkopplungsnetzwerken und allerlei elektroakustischen Instrumenten. Seine Kompositionen erscheinen auf Labels für Experimentalmusik. Er lebt in Berlin.


[EN] Over there, just before Reinhardtstraße dips under the railroad tracks, a veritable horn forms. At least during demonstrations it feels like it, when the chants between the surrounding buildings of the Federal Press Conference and the BMW Foundation Herbert Quandt bounce back and forth, become amplified and merge with the roar of the train traffic. As a place of passage, its sonic peculiarities can be overlooked easily. Residents might notice them. Or those who unexpectedly find themselves as patients of the Charité, where staff encourages them to go for a slow walk each day. Doesn't the train sound slightly different here? Somehow a bit less screeching and more gentle it seems to be gliding more effortlessly than in many other parts of the city. This sound shapes the surrounding area. And it adds to the musical material this place has to offer. ‘Passage' takes on some of the ambient noises, transforms and interprets them and adds voices to the choir of the surrounding sounds. The piece is about listening to the site's sounds while becoming part of it by rattling with the traffic-light castanets, offering subtle musical accompaniment to the accordionist and supporting the protester's whistling concert with beeps and whines.

Ole Terbijn is a musician and sound artist. He works with feedback-systems and all kinds of electroacoustic instruments. His compositions are released on labels for experimental music. He lives in Berlin.

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Liz Allbee: Walls & Windows (2021) [Soundspot]

[DE] Die Elisabethkirchstraße führt im Halbrund um das Ensemble der denkmalgeschützten Schinkel-Kirche St. Elisabeth. In unmittelbarer Nähe zur Verkehrsachse der Invalidenstraße findet man hier ein kleines Refugium mit Bürgerhäusern und Kopfsteinpflaster. Liz Allbee lädt dazu ein, sich auf der Bank unter dem Kastanienbaum niederzulassen und der teilweise dekonstruierten Trompete, der inneren Klavierresonanz und Sinustönen aus »Walls & Windows« (2021) zu lauschen.

Liz Allbee ist Komponistin, Performerin, Improvisatorin derzeit wohnhaft in Berlin. Sie arbeitet am häufigsten mit Quad-Trompete, Trompete, Elektronik und Stimme. Ihre Musik umfasst Improvisation, elektroakustische Komposition und Instrumentenbau, oft mit dem Schwerpunkt auf Fragen der Körperlichkeit und Erweiterung.


[EN] Elisabethkirchstraße leads in a semicircle around the ensemble of the listed Schinkel Church of St. Elisabeth. In the immediate vicinity of the traffic axis of Invalidenstraße you will find a small refuge with town houses and cobblestones. Liz Allbee invites you to sit down on the bench under the chestnut tree and listen to the partially deconstructed trumpet, the inner piano resonance and sine tones from »Walls & Windows« (2021).

Liz Allbee is a composer, improviser and performer who works with the imaginarchic potential of sonic material.Recurring themes in her work include embodiments & extensions – relationships betweenhumanplayers, musicalinstruments, everyday sound objects, and high & low technologies – as well as basic instrument building and strategies for DIY spatialization. She is fascinatedbythe guttural, proto-linguistic qualities of musical voices.She performs often with her trumpet, quad-trumpet, voice, and electronics.She has performed at Maerzmusik, Darmstadt, CTM, Huddersfield, Donaueschingen, Ostrava Days, Serralves, Bolzano Museum of Fine Art, Berlin JazzFest, Wien Modern, and Berghain, among others.

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Raed Yassin: »Imama Of Dusk« [Soundspot]

[DE] An zwei Flussufern der Spree hallt die Stimme einer Frau wider: »Imama of Dusk« und »Imama of Dawn«.

Diese beiden Tracks bilden eine Klammer um Raed Yassins neues Album »Archaeophony«, das 2021 auf dem Label Akuphone erschien. Es nimmt uns mit auf eine Reise durch Klänge und Stimmen, die Raed Yassin aus Archiven der Vergangenheit ausgegraben und durch Elektronik, Verzerrung, Sampling und Montage neu arrangiert und reproduziert hat. Drum-Machines, Synthesizer und elektronische Klänge verschmelzen mit traditionellen Solo-Stimmen und Instrumenten, die in verschiedenen Teilen der Welt aufgenommen wurden und sich zu einem unangepassten und partikularen Sound vereinen. Ausgehend von sogenannten ethnischen Musikaufnahmen, die westliche Musikethnologen zwischen den 1950er und 1980er Jahren in kolonialer Manier sammelten, versucht das Album, eine Archäologie des Klanges zu erzeugen, die sowohl die Geschichte als auch ihre kontinuierliche Verzerrung durch die Machthaber widerspiegelt."

Raed Yassin (*1979, Beirut) ist Künstler und Musiker. Er machte 2003 seinen Abschluss an der Theaterfakultät des Kunstinstituts in Beirut; seitdem entwickelt er seine konzeptionelle Praxis in vielen Medien, darunter Video, Klangkunst, Photographie, Text, Skulptur und Performance. Yassins Arbeiten entspringen häufig einer Untersuchung seiner persönlichen Narrative und ihrer Verortung innerhalb einer kollektiven Geschichte, wobei er Aspekte von Konsumkultur und Massenproduktion als Perspektive wählt. Er war Artist-in-Residence bei De Ateliers in Amsterdam (2008-2010), der Delfina Foundation in London (2010 & 2014) und der Akademie der Künste der Welt in Köln (2015) und erhielt 2012 den Abraaj Group Art Prize. Als Musiker ist er einer der Organisatoren des Irtijal Festivals für Experimentelle Musik in Beirut und hat etliche Solo-Alben veröffentlicht. Ferner ist er Mitglied von Ensembles wie dem „A“ Trio und PRAED. 2009 gründete er das unabhängige Musiklabel Annihaya. Raed lebt gegenwärtig in Berlin und Beirut.


[EN] A voice of a woman echoing itself on two river banks in Berlin: »Imama of Dusk« und »Imama of Dawn«.

Those two tracks form the brackets around Raed Yassin's new album Archeophony (2021) which takes us on a journey through sounds and voices excavated from collected sonic archives from the past, rearranged and reproduced through electronics, distortion,sampling and assembly.

Drum machines, synthesizers and electronic sounds merge with solo traditional voices and instruments recorded in different parts of the world, coming together to create a contrarian yet magical sound unlike any other.

Based on so-called ‘ethnic' music recordings conducted between the 1950s and 1980s by Western ethnomusicologists in true colonial fashion, the album attempts to achieve an archeology of sound that reflects both the course of history and its continuous distortion by the powers that be. Raed Yassin (born 1979, Beirut) is an artist and musician. He graduated from the theater department at the Institute of Fine Arts in Beirut in 2003, and since then has developed his conceptual practice through multiple mediums such as video, sound, photography, text, sculpture and performance. Yassin's work often originates from an examination of his personal narratives and their position within a collective history, through the lens of consumer culture and mass production. He was a resident artist at De Ateliers, Amsterdam (2008-2010), the Delfina Foundation, London (2010 & 2014), Akademie der Künste der Welt, Cologne (2015), and is a recipient of the Abraaj Group Art Prize (2012). As a musician, he is one of the organizers of the Irtijal Festival for Experimental Music (Beirut), and has released several solo music albums, as well as part of groups such as “A" Trio and PRAED. In 2009, he founded his independent music label Annihaya. Raed currently lives between Berlin and Beirut.

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Raed Yassin: »Imama of Dawn« [Soundspot]

[DE] An zwei Flussufern der Spree hallt die Stimme einer Frau wider: »Imama of Dusk« und »Imama of Dawn«.

Diese beiden Tracks bilden eine Klammer um Raed Yassins neues Album »Archaeophony«, das 2021 auf dem Label Akuphone erschien. Es nimmt uns mit auf eine Reise durch Klänge und Stimmen, die Raed Yassin aus Archiven der Vergangenheit ausgegraben und durch Elektronik, Verzerrung, Sampling und Montage neu arrangiert und reproduziert hat. Drum-Machines, Synthesizer und elektronische Klänge verschmelzen mit traditionellen Solo-Stimmen und Instrumenten, die in verschiedenen Teilen der Welt aufgenommen wurden und sich zu einem unangepassten und partikularen Sound vereinen. Ausgehend von sogenannten ethnischen Musikaufnahmen, die westliche Musikethnologen zwischen den 1950er und 1980er Jahren in kolonialer Manier sammelten, versucht das Album, eine Archäologie des Klanges zu erzeugen, die sowohl die Geschichte als auch ihre kontinuierliche Verzerrung durch die Machthaber widerspiegelt."

Raed Yassin (*1979, Beirut) ist Künstler und Musiker. Er machte 2003 seinen Abschluss an der Theaterfakultät des Kunstinstituts in Beirut; seitdem entwickelt er seine konzeptionelle Praxis in vielen Medien, darunter Video, Klangkunst, Photographie, Text, Skulptur und Performance. Yassins Arbeiten entspringen häufig einer Untersuchung seiner persönlichen Narrative und ihrer Verortung innerhalb einer kollektiven Geschichte, wobei er Aspekte von Konsumkultur und Massenproduktion als Perspektive wählt. Er war Artist-in-Residence bei De Ateliers in Amsterdam (2008-2010), der Delfina Foundation in London (2010 & 2014) und der Akademie der Künste der Welt in Köln (2015) und erhielt 2012 den Abraaj Group Art Prize. Als Musiker ist er einer der Organisatoren des Irtijal Festivals für Experimentelle Musik in Beirut und hat etliche Solo-Alben veröffentlicht. Ferner ist er Mitglied von Ensembles wie dem „A“ Trio und PRAED. 2009 gründete er das unabhängige Musiklabel Annihaya. Raed lebt gegenwärtig in Berlin und Beirut.


[EN] A voice of a woman echoing itself on two river banks in Berlin: »Imama of Dusk« und »Imama of Dawn«.

Those two tracks form the brackets around Raed Yassin's new album Archeophony (2021) which takes us on a journey through sounds and voices excavated from collected sonic archives from the past, rearranged and reproduced through electronics, distortion, sampling and assembly.

Drum machines, synthesizers and electronic sounds merge with solo traditional voices and instruments recorded in different parts of the world, coming together to create a contrarian yet magical sound unlike any other.

Based on so-called ‘ethnic' music recordings conducted between the 1950s and 1980s by Western ethnomusicologists in true colonial fashion, the album attempts to achieve an archeology of sound that reflects both the course of history and its continuous distortion by the powers that be. Raed Yassin (born 1979, Beirut) is an artist and musician. He graduated from the theater department at the Institute of Fine Arts in Beirut in 2003, and since then has developed his conceptual practice through multiple mediums such as video, sound, photography, text, sculpture and performance. Yassin's work often originates from an examination of his personal narratives and their position within a collective history, through the lens of consumer culture and mass production. He was a resident artist at De Ateliers, Amsterdam (2008-2010), the Delfina Foundation, London (2010 & 2014), Akademie der Künste der Welt, Cologne (2015), and is a recipient of the Abraaj Group Art Prize (2012). As a musician, he is one of the organizers of the Irtijal Festival for Experimental Music (Beirut), and has released several solo music albums, as well as part of groups such as “A" Trio and PRAED. In 2009, he founded his independent music label Annihaya. Raed currently lives between Berlin and Beirut.

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Annesley Black: »Humans in Motion« (2007/8) [Soundspot]

[DE] Annesley Black: »Humans in Motion« (2007/8) | für Trompete, Posaune, Gitarre/Banjo, Klavier, 2 Schlagzeuger, Violoncello (Ausschnitt)" Menschen in Bewegung – wo könnte man sie besser beobachten als am Alexanderplatz!

»Humans in Motion«, so sagt Annesley Black über ihr Stück, untersucht zwei verschiedene Arten der Fortbewegung. Zunächst bewegen sich die Ensemble-Mitglieder im gemeinsamen Tempo durch plötzlich wechselnde Landschaften.

Im zweiten Teil bewegen sich die Musiker*innen durch eine sich allmählich verändernde Landschaft in verschiedenen Geschwindigkeiten. Das Thema von Raum und Zeit, das Fortbewegen über Distanzen, passt auch zu dem bewusst ausgewählten Instrumentarium des Ensembles.

Annesley Black, geb. 1979 in Ottawa (Kanada), studierte Komposition bei Brian Cherney in Montreal, bei York Höller und Hans-Ulrich Humpert in Köln sowie bei Mathias Spahlinger, Orm Finnendahl (Elektronische Musik) und Cornelius Schwehr (Angewandte Musik) in Freiburg. Black erhielt zahlreiche Preise, darunter den Stipendienpreis der Darmstädter Ferienkurse 2006, den Busoni Förderpreis für Komposition der Akademie der Künste Berlin 2008, den Stuttgarter Kompositionspreis 2009 und 2019 den Komponisten-Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung. Seit 2018 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Ihre Kompositionen wurden vom Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik, Ensemble ascolta, ensemble mosaik, Ensemble SurPlus, hr Sinfonieorchester sowie dem Nouvel Ensemble Moderne gespielt und erklangen u. a. beim Ultraschall-Festival Berlin, dem ECLAT Festival Stuttgart, den Donaueschinger Musiktagen, den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, im Konzerthaus Berlin, dem ZKM in Karlsruhe sowie dem Schloss Solitude Stuttgart. Annesley Black lebt als freie Komponistin in Frankfurt am Main. Ihr Gesamtwerk ist verlegt bei der Edition Juliane Klein, Berlin.

* [EN]

Annesley Black: »Humans in Motion« (2007/8) | for trumpet, trombone, guitar/banjo, piano, 2 percussionists, violoncello (excerpt)
"Humans in motion – where better to observe them than at Alexanderplatz!

»Humans in Motion«, Annesley Black says about her piece, explores two different ways of moving. First, the ensemble members move at a common pace through suddenly changing landscapes. In the second, the musicians move through a gradually changing landscape at different speeds. The theme of space and time, moving across distances, also fits with the ensemble's deliberate choice of instruments, some of which are derived from African instruments.

Annesley Black was born in Ottawa Ontario, Canada,in 1979. After studying jazz and electronic music at Concordia University (Montreal), she received her Bachelor's Degree in Music (Composition) in 2004 from McGill University (Montreal) under Brian Cherney. She studied composition from 2004 to 2006 with York Höller and Hans-Ulrich Humpert at the Hochschule für Musik Köln (Germany). She completed her studies in composition with Mathias Spahlinger and electronic music with Orm Finnendahl at the Hochschule für Musik in Freiburg. Among her many awards and distinctions are a scholarship and award from the Darmstadt International Summer Courses for New Music (2004/2006), the Busoni Composition Prize of the Academy of Arts, Berlin (2008), the Stuttgart Composition Prize (2009), and the Composers' Prize of the Ernst von Siemens Music Foundation (2019). Her pieces have been performed in Germany and in Canada by various ensembles including Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik, ensemble ascolta, ensemble mosaik, Ensemble Surplus, Nouvel Ensemble Moderne, Quasar saxophone quartet, hr-Sinfonieorchester, and Composers Slide Quartet in such festivals as Ultraschall Festival Berlin, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, eclat Festival Stuttgart, Donaueschinger Musiktage, Forum neuer Musik Köln, SALT New Music Festival in Victoria (BC), and Ottawa Chamber Music Festival. She has been a board memberof the German Society for Electroacoustic Music (DEGEM) since 2012. Since 2018,Black has been a member of the Academy of Arts, Berlin. Annesley Black lives inFrankfurt am Main/German. Her complete works are published by Edition JulianeKlein, Berlin.

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Gordon Kampe: »Arien / Zitronen« (2016) [Soundspot]

[DE] Während in der Staatsoper Berlin die großen Opern dieser Welt zur Aufführung kommen, ist Gordon Kampes »Arien / Zitronen« eine Art utopisches Potpourri – eine Sammlung von Konzertarien zu Opern, die es noch nicht gibt.

Warum sich zu den Arien im Titel noch die Zitronen gesellen, erklärt Gordon Kampe so: »Die Zitrone ist das schönste Belcanto-Obst. Es läuft einem das Wasser im Munde zusammen, sie hat was von Italien, sie stimmt gelegentlich heiter und sie wird ausgepresst, so wie manches Lied und mancher Beat hier ausgepresst wird.« Bislang existieren vier solcher Arien, deren Stimmungen und Charaktere vollends disparat sind. Die »durchgeknallte« (Kampe) Operette hat dabei ebenso ihren Platz wie die tieftraurig-elegisch endende Fallada-Vertonung.

Gordon Kampe: »Arien / Zitronen« (2016) (Auszug) | für Sopran, großes Ensemble (Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Horn, Trompete, Posaune, Tuba, Schlagzeug, Klavier, Streichquintett), Zuspielungen

Gordon Kampe wurde 1976 in Herne geboren. Nach einer Ausbildung zum Elektriker, Kompositionsstudium bei Hans-Joachim Hespos, Adriana Hölszky und Nicolaus A. Huber. Außerdem Studium der Musik- und Geschichtswissenschaften in Bochum. Mehrfache Auszeichnungen, darunter der Stuttgarter Kompositionspreis (2007 und 2011), einen Komponistenpreis der Ernst-von-Siemens-Musikstiftung (2016), den Rom-Preis (Villa Massimo) sowie den Schneider-Schott-Preis (2016). Er erhielt u.a. Stipendien der Berliner Akademie der Künste und Arbeitsstipendien für die Cité des Arts Paris, die Künstlerhöfe Schreyahn, Schöppingen, die Villa Concordia sowie für das SWR-Experimentalstudio. 2008 Promotion mit einer Arbeit über Märchenopern im 20. Jhdt. 2012-2017 war Kampe gewähltes Mitglied der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften/Leopoldina und ist seit 2017 Professor für Komposition/Musiktheorie, ab 2020 Professor für Komposition an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Kampe ist Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.


[EN] While the great operas of this world are performed at the Staatoper Berlin, Gordon Kampe's »Arias / Zitronen« (Arias / Lemons) is a kind of utopian potpourri – a collection of concert arias for operas that do not yet exist.

Gordon Kampe explains why the arias in the title are joined by lemons: """"The lemon is the most beautiful bel canto fruit. It makes your mouth water, it has something of Italy about it, it occasionally sets a cheerful mood, and it is squeezed out, just as many a song and many a beat is squeezed out here."""" So far, four such arias exist, their moods and characters fully disparate. The """"loopy"""" (Kampe) operetta has its place as well as the deeply sad and elegiac ending Fallada setting.

Gordon Kampe: Arias / Zitronen (2016) (excerpt) | for soprano, large ensemble (flute, oboe, clarinet, bassoon, horn, trumpet, trombone, tuba, percussion, piano, string quintet), recordings

Gordon Kampe was born in Herne (Germany) in 1976. After completing an apprenticeship as an electrician, he studied composition with Hans-Joachim Hespos and Adriana Hölszky at the Rostock University of Music and Theatre (1998-2000) and with Nicolaus A. Huber at the Folkwang University of the Arts in Essen (2000-03). He also studied musicology and history at the Ruhr University in Bochum, where he took his doctorate with a dissertation on 20th-century fairy-tale operas. Since 2009 he has been a scholarly assistant at the Folkwang University, where he is currently completing his inaugural dissertation. He also teaches analysis, composition and music theory, serves as organist for a church congregation in Herne and plays the tárogató. His music is performed notably by Ensemble Modern, Klangforum Wien, Ensemble Resonanz and the Frankfurt and Stuttgart radio orchestras. He has received many awards and distinctions, including the Folkwang Prize, Franz Liszt Prize, a grant from the Darmstadt Summer Courses, and the Stuttgart Composition Prize. He has also been awarded scholarships from the Berlin Academy of the Arts and grants-in-aid from the Cité des Arts (Paris) and the Schreyahn Künstlerhof, among others. Gordon Kampe lives and works in Essen (Germany).

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Hermann Keller: »Die Öffnung der Berliner Mauer aus der Sicht des Jahres 2089« (2009) [Soundspot]

[DE] Auch wenn die Reste der Berliner Mauer, wie sie z.B. noch an der Bernauer Straße zu sehen sind, inzwischen einer der großen Touristenmagnete Berlins sind, ist das Ereignis der Maueröffnung im Jahr 1989 in der Musik ein bisher wenig behandelter Topos. Anlässlich des 20. Jahrestages des ‚Mauerfalls‘ im Jahr 2009 schrieb Hermann Keller seine Reflexion über dieses Ereignis im Stile einer musikalischen Farce, die die »Öffnung der Berliner Mauer aus der Sicht des Jahres 2089« beschreibt. Sein kurzer Kommentar zu diesem Stück lautet: »Ebenso wenig wie die Mauer 1961 ‚gewachsen‘ ist, ist sie 1989 ‚gefallen‘. Das absurde dieses allgemeinen Sprachgebrauchs versuche ich mit meinem Text noch zu übertreffen.«

Hermann Keller: »Die Öffnung der Berliner Mauer aus der Sicht des Jahres 2089» (2009) | für Blechbläserquintett, Schlagzeug, Sprecher*in

Hermann Keller wurde 1945 in Zeitz, Sachsen-Anhalt, geboren. Im Alter von 6 Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht und begann mit 14 Jahren zu komponieren. Von 1963 bis 1968 studierte er an der Franz-Liszt-Hochschule Weimar Komposition bei Johann Cilenšek und Klavier bei Ingeborg Herkomer. Eine Aspirantur und Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin schlossen sich an. Ab 1971 arbeitete er regelmäßig mit Jazzmusiker*innen zusammen. Sein Berliner Improvisations-Quartett bzw. -Trio erreichte internationale Bekanntheit. Es entstanden zahlreiche Improvisationsmodelle und Kompositionen mit Improvisationsanteilen.

Ab 1981 war Hermann Keller freischaffend als Komponist, Pianist und Improvisationsmusiker tätig. Er unterrichtete Musiktheorie und Improvisation an der Freien Musikschule Musikhaus e. V. in Berlin, die er 1990 mitbegründete. Seine Kompositionen wurden u. a. im Gewandhaus zu Leipzig, im Künstlerhaus Boswil, bei der Musikbiennale Berlin, den Berliner Festwochen, der Klangwerkstatt Mannheim, dem MDR Musiksommer, dem Ultraschall-Festival Berlin, den Rheinsberger Musiktagen und dem Forum neuer Musik des Deutschlandfunks aufgeführt. Zu den Interpret*innen seiner Werke zählen das Sinfonieorchester Jena, die Hallische Philharmonie, das Ensemble Modern, das Kammerensemble Neue Musik Berlin, das ensemble mosaik, das modern art sextet, Ensemble United Berlin und das Ensemble Chronophonie sowie Heinz Holliger, Steffen Schleiermacher, Ingo Metzmacher und Vinko Globokar. Zahlreiche seiner Kammermusik- und Orchesterkompositionen sind auf CD erschienen. Hermann Keller starb 2018 in Berlin. Sein Gesamtwerk ist bei der Edition Juliane Klein, Berlin, verlegt.   *

[EN]

Even though the remains of the Berlin Wall, such as those still visible on Bernauer Strasse, are now one of Berlin's great tourist magnets, the event of the opening of the Wall in 1989 is a topos in music that has received little treatment to date. On the occasion of the 20th anniversary of the ""fall of the Berlin Wall"" in 2009, Hermann Keller wrote his reflection on this event in the style of a musical farce, describing »Die Öffnung der Berliner Mauer aus der Sicht des Jahres 2089« (the opening of the Berlin Wall from the perspective of the year 2089). His brief commentary on this piece is: Just as the Wall did not 'grow' in 1961, it did not 'fall' in 1989. I try to surpass the absurdity of this general use of language with my text.

Hermann Keller: Die Öffnung der Berliner Mauer aus der Sicht des Jahres 2089 (2009) | for brass quintet, percussion, speaker

Hermann Keller was born in Zeitz (Saxony-Anhalt, Germany) in 1945. He took piano lessons from the age of six and started composing at the age of 14. From 1963 to 1968, he attended the Franz-Liszt-Hochschule Weimar, where he studied composition with Johann Cilenšek and piano with Ingeborg Herkomer. This was followed by an assistantship and a teaching position at the Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

From 1971, he played regularly with jazz musicians, drawing international acclaim with his Berlin Improvisation Quartet (or Trio). Many of his improvisation patterns and works with improvisation date from this period. From 1981, Hermann Keller worked as a freelance composer, pianist and improvisation musician. He taught music theory and improvisation at the Freie Musikschule Musikhaus e.V. in Berlin, which he co-founded in 1990.

His compositions have been performed at Gewandhaus zu Leipzig, Künstlerhaus Boswil, Musikbiennale Berlin, Berliner Festwochen, Klangwerkstatt Mannheim, MDR Musiksommer, Ultraschall-Festival Berlin, Rheinsberger Musiktage and Forum neuer Musik des Deutschlandfunks. Interpreters of his works include the Sinfonieorchester Jena, Hallische Philharmonie, Ensemble Modern, Kammerensemble Neue Musik Berlin, ensemble mosaik, modern art sextet, Ensemble United Berlin and Ensemble Chronophonie as well as Heinz Holliger, Steffen Schleiermacher, Ingo Metzmacher and Vinko Globokar. Hermann Keller died in Berlin in 2018. His complete works are published by Edition Juliane Klein, Berlin.

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Hermann Keller: »Konzert für Klavier und 13 Instrumentalisten« (2006) [Soundspot]

[DE] Im Prenzlauer Berg in der Rykestraße 40 im 3. Stock hat der 2018 verstorbene Komponist und Pianist Hermann Keller viele Jahre gelebt. Das »Konzert für Klavier und 13 Instrumentalisten« gehört sicherlich zu seinen wichtigsten Werken der letzten 20 Jahre. In der Aufnahme spielt Hermann Keller selbst den Part des Solo-Klaviers.

Im »Scherzo I« diktiert das Klavier den rhythmisch-klanglichen Puls des Satzes. Trommel-Rhythmen in den traditionellen Tänzen der Wapangwa, Rudewa-Distrikt (Tansania), sind Triebmomente des Stücks. Allmählich gewinnen die Instrumentengruppen mehr und mehr Raum, weiten ihren Spiel-Horizont aus. Nach und nach löst sich der ursprüngliche Rhythmus auf und der Satz endet in freiem Musizieren ohne Metrum – gemäß dem Diktum Hermann Kellers: »Wer sich nicht in die Nähe der Grenzen wagt, wer sich ängstlich bemüht, in der Mitte zu bleiben, der wird sich nicht dort, nicht im Zentrum seiner selbst wiederfinden, sondern abseits irgendwo hingeworfen an einen zufälligen Ort.«

Hermann Keller: »Konzert für Klavier und 13 Instrumentalisten« (2006), daraus: Scherzo I | für Solo-Klavier, Ensemble (Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott, Trompete, Horn, Posaune, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Schlagzeug)

Hermann Keller wurde 1945 in Zeitz, Sachsen-Anhalt, geboren. Im Alter von 6 Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht und begann mit 14 Jahren zu komponieren. Von 1963 bis 1968 studierte er an der Franz-Liszt-Hochschule Weimar Komposition bei Johann Cilenšek und Klavier bei Ingeborg Herkomer. Eine Aspirantur und Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin schlossen sich an. Ab 1971 arbeitete er regelmäßig mit Jazzmusikerinnen zusammen. Sein Berliner Improvisations-Quartett bzw. -Trio erreichte internationale Bekanntheit. Es entstanden zahlreiche Improvisationsmodelle und Kompositionen mit Improvisationsanteilen. Ab 1981 war Hermann Keller freischaffend als Komponist, Pianist und Improvisationsmusiker tätig. Er unterrichtete Musiktheorie und Improvisation an der Freien Musikschule Musikhaus e. V. in Berlin, die er 1990 mitbegründete. Seine Kompositionen wurden u. a. im Gewandhaus zu Leipzig, im Künstlerhaus Boswil, bei der Musikbiennale Berlin, den Berliner Festwochen, der Klangwerkstatt Mannheim, dem MDR Musiksommer, dem Ultraschall-Festival Berlin, den Rheinsberger Musiktagen und dem Forum neuer Musik des Deutschlandfunks aufgeführt. Zu den Interpretinnen seiner Werke zählen das Sinfonieorchester Jena, die Hallische Philharmonie, das Ensemble Modern, das Kammerensemble Neue Musik Berlin, das ensemble mosaik, das modern art sextet, Ensemble United Berlin und das Ensemble Chronophonie sowie Heinz Holliger, Steffen Schleiermacher, Ingo Metzmacher und Vinko Globokar. Zahlreiche seiner Kammermusik- und Orchesterkompositionen sind auf CD erschienen.

Hermann Keller starb 2018 in Berlin. Sein Gesamtwerk ist bei der Edition Juliane Klein, Berlin, verlegt.


[EN] Even though the remains of the Berlin Wall, such as those still visible on Bernauer Strasse, are now The composer and pianist Hermann Keller, who died in 2018, lived for many years in Prenzlauer Berg at Rykestraße 40 on the 3rd floor. The »Concerto for Piano and 13 Instrumentalists« is certainly one of his most important works of the last 20 years. In the recording, Hermann Keller himself plays the part of the solo piano.

In Scherzo I the piano dictates the rhythmic-sound pulse of the movement. Drum rhythms in the traditional dances of the Wapangwa, Rudewa District (Tanzania), are driving moments. Gradually the instrumental groups gain more and more space, expand their playing horizon. By and by, the original rhythm dissolves and the movement ends in free music-making without meter - according to Hermann Keller's dictum: "Whoever does not venture near the borders, whoever anxiously strives to remain in the center, will not find himself there, not in the center of himself, but thrown off somewhere to a random place."

Hermann Keller: Konzert für Klavier und 13 Instrumentalisten (2006), Scherzo I | for solo piano, ensemble (flute, oboe, clarinet, bassoon, trumpet, horn, trombone, 2 violins, viola, violoncello, double bass, percussion)

Hermann Keller was born in Zeitz (Saxony-Anhalt, Germany) in 1945. He took piano lessons from the age of six and started composing at the age of 14. From 1963 to 1968, he attended the Franz-Liszt-Hochschule Weimar, where he studied composition with Johann Cilenšek and piano with Ingeborg Herkomer. This was followed by an assistantship and a teaching position at the Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. From 1971, he played regularly with jazz musicians, drawing international acclaim with his Berlin Improvisation Quartet (or Trio). Many of his improvisation patterns and works with improvisation date from this period. From 1981, Hermann Keller worked as a freelance composer, pianist and improvisation musician. He taught music theory and improvisation at the Freie Musikschule Musikhaus e.V. in Berlin, which he co-founded in 1990. His compositions have been performed at Gewandhaus zu Leipzig, Künstlerhaus Boswil, Musikbiennale Berlin, Berliner Festwochen, Klangwerkstatt Mannheim, MDR Musiksommer, Ultraschall-Festival Berlin, Rheinsberger Musiktage and Forum neuer Musik des Deutschlandfunks. Interpreters of his works include the Sinfonieorchester Jena, Hallische Philharmonie, Ensemble Modern, Kammerensemble Neue Musik Berlin, ensemble mosaik, modern art sextet, Ensemble United Berlin and Ensemble Chronophonie as well as Heinz Holliger, Steffen Schleiermacher, Ingo Metzmacher and Vinko Globokar.

Hermann Keller died in Berlin in 2018. His complete works are published by Edition Juliane Klein, Berlin.

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Michael Hirsch: »Umbau 2« (2010) [Soundspot]

"[DE] Das Musique-Concrete-Stück »Umbau 2« schrieb Michael Hirsch, um notwendige Umbaupausen in seiner Komposition »Das Konvolut« musikalisch zu gestalten. Die Veränderung des Bühnenbildes, der Auf- und Abbau von Instrumenten und Tontechnik werden in dem Stück weniger untermalt, vielmehr wird durch die Musik eine neue Perspektive auf das Geschehen geworfen und dieses in seiner Sinnhaftigkeit und seinen ihm innewohnenden Ritualen künstlerisch reflektiert und hinterfragt.

Dieser Perspektivwechsel kann aber auch auf die Wahrnehmung der großen Umbauten dieser Stadt – für die der Neubau des Stadtschlosses paradigmatisch ist – projiziert werden und diese Wahrnehmung mit Hilfe der »Umbau«-Musik Michael Hirschs neu justieren und reflektieren.

Michael Hirsch: »Umbau 2« (2010) | Musique concrete

Michael Hirsch wurde 1958 in München geboren und lebte seit 1981 in Berlin. Seit 1976 war er als Komponist tätig, maßgeblich beeinflusst von Dieter Schnebel und Josef Anton Riedl, daneben als Darsteller und Vokalperformer u.a. für das Achim-Freyer-Ensemble und das Ensemble Die Maulwerker. Michael Hirsch wurde u.a. mit dem Elisabeth-Schneider-Preis 2001 und dem Busoni-Preis 2005 ausgezeichnet. Michael Hirschs umfangreiches kompositorisches Werk, aufgeführt auf vielen großen Festivals (Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für neue Kammermusik, musica viva des Bayerischen Rundfunks, Dresdner Tage für zeitgenössische Musik, Ultraschall-Festival Berlin, ECLAT-Festival Stuttgart, MaerzMusik Berlin u.a.), umfasst Kammer-und Orchestermusik, Vokal-und Sprachkompositionen und elektronische Musik. Eine besondere Beziehung verband ihn mit dem Musiktheater und der Oper. Für das Theater Bielefeld entstand die abendfüllende Oper »Das Stille Zimmer« (UA 2000), für die Staatsoper Hannover die Oper »Eines schönen Tages« (UA 2005), für die Staatsoper Stuttgart das Musiktheater »Stationendrama« (UA 2007). Die Kurzopern »Die Klage des Pleberio« (UA 2005) und »Celestina im Gespräch mit sich selbst« (UA 2007) sowie die für die Neuen Vocalsolisten Stuttgart entstandenen Madrigaloper »Tragicomedia« (2008/9) waren Vorstudien zu einer nicht mehr realisierten abendfüllenden Celestina-Oper. Ebenfalls unvollendet bleibt das Projekt »Sisyphos (Der Schlaf II)« für Die Maulwerker. Michael Hirsch starb am 6. Februar 2017 in Berlin, kurz nach der Premiere seiner letzten Opernarbeit DIDO an der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Sein Gesamtwerk ist bei der Edition Juliane Klein, Berlin, verlegt.


[EN] The Musique Concrete piece »Umbau 2« was written by Michael Hirsch to musically shape necessary breaks in his composition »Das Konvolut«. The change of the stage set, the assembly and disassembly of instruments and sound equipment are not so much underscored in the piece, but rather a new perspective is cast on the events through the music and these are artistically reflected and questioned in their meaningfulness and their inherent rituals.

This change of perspective can, however, also be projected onto the perception of the great reconstructions of this city - for which the new construction of the Berliner Schloss is paradigmatic - and readjust and reflect this perception with the help of Michael Hirsch's """"reconstruction"""" music ...

Michael Hirsch: »Umbau 2« (2010) | Musique concrete

Michael Hirsch was born in Munich in 1958 and has lived in Berlin since 1981. Since 1976 he has been active as a composer, significantly influenced by Dieter Schnebel and Josef Anton Riedl, and also as a performer and vocal performer for the Achim Freyer Ensemble and the ensemble Die Maulwerker, among others. Michael Hirsch was awarded the Elisabeth Schneider Prize in 2001 and the Busoni Prize in 2005, among others. Michael Hirsch's extensive compositional oeuvre, performed at many major festivals (Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für neue Kammermusik, musica viva des Bayerischen Rundfunks, Dresdner Tage für zeitgenössische Musik, Ultraschall-Festival Berlin, ECLAT-Festival Stuttgart, MaerzMusik Berlin and others), includes chamber and orchestral music, vocal and speech compositions and electronic music. He had a special relationship with music theater and opera. For the Theater Bielefeld he wrote the full-length opera »Das Stille Zimmer« (premiere 2000), for the Staatsoper Hannover the opera »Eines schönen Tages« (premiere 2005), for the Staatsoper Stuttgart the music theater »Stationendrama« (premiere 2007). The short operas »Die Klage des Pleberio« (premiere 2005) and Celestina im Gespräch mit sich selbst« (premiere 2007) as well as the madrigal opera »Tragicomedia« (2008/9), written for the Neue Vocalsolisten Stuttgart, were preliminary studies for a full-length Celestina opera that was never realized. Also unfinished is the project »Sisyphos (Der Schlaf II)« for the Maulwerker. Michael Hirsch died on February 6, 2017 in Berlin, shortly after the premiere of his last opera work DIDO at the Tischlerei of the Deutsche Oper Berlin. His complete works are published by Edition Juliane Klein, Berlin."

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Juliane Klein: »gehen« (2000) [Soundspot]

"[DE] Im Jahr 1999 gründete die Berliner Komponistin Juliane Klein einen eigenen Musikverlag, dessen Räume sich heute in der Chodowieckistr. 15 befinden. Im darauffolgenden Jahr schrieb sie mit »gehen« eine Komposition, die sie noch heute zu ihren Lieblingsstücken zählt.

Außergewöhnlich an diesem Stück – und sicherlich auch durch die gerade erfolgte Verlagsgründung zu erklären, wählte sie eine außergewöhnliche Art und Weise, die Komposition zu notieren: Getreu ihrem Motto »Inspiration ist geistige Klarheit« zeichnete Sie für »gehen« zunächst auf leere A3 Bögen Umrisse unbekannter Formen, alles rund, keine Schnitte, Ecken oder Kanten, sondern fließende Formen in Bewegung. Diese »Luftblasen« füllte sie mit der vorab im inneren Ohr gelagerten bereits endgültigen Musik – ohne zu radieren oder korrigieren.

»Dieses Vorgehen«, so Juliane Klein, »bedurfte einer zuvor nicht gekannten Konzentration, Zweifelsfreiheit und Gedankenschärfe. Sehr wohltuend. Und für mich enorm verblüffend, dass das tatsächlich möglich ist.«

Juliane Klein: »gehen« (2000) | für Sopran, Bariton und Ensemble

Juliane Klein, geb. 1966 in Berlin, studierte an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, zunächst als Jungstudentin, dann im Diplomstudiengang. Es folgte ein Aufbaustudium bei Helmut Lachenmann. Zusammen mit Thomas Bruns gründete sie 1987 das KNM Berlin. Sie erhielt zahlreiche Stipendien, u. a. die Aufenthaltsstipendien an der Cité Internationale des Arts Paris, im Künstlerhof Schreyahn, an der Akademie Schloss Solitude Stuttgart und in der Villa Massimo, Rom. 1999 gründete sie den Musikverlag Edition Juliane Klein. Sie schrieb u. a. Auftragswerke für die Staatsopern Berlin, Hannover und Stuttgart, für das Scharoun-Ensemble der Berliner Philharmoniker, den Deutschlandfunk Köln, das Freiburger Barockorchester, die Wittener Tage für neue Kammermusik, die Donaueschinger Musiktage und die Münchener Biennale. 2010 eröffnete sie eine eigene christlich-wissenschaftliche Praxis in Berlin.


[EN] In 1999, the Berlin composer Juliane Klein founded her own music publishing company, whose premises are now located at Chodowieckistr. 15. The following year, she wrote »gehen«, a composition that she still counts among her favorite pieces.

What was unusual about this piece – and certainly to be explained by the fact that she had just founded a publishing house – was that she chose an unusual way of notating the composition: True to her motto ""inspiration is mental clarity"" she first drew outlines of unknown shapes on blank A3 sheets for ""gehen"" all round, no cuts, corners or edges, but flowing shapes in motion. She filled these ""bubbles"" with the already final music stored in advance in the inner ear - without erasing or correcting.

""This procedure,"" says Juliane Klein, ""required a previously unknown concentration, freedom from doubt, and sharpness of thought. Very beneficial. And for me enormously amazing that this is actually possible ...""

Juliane Klein: »gehen« (2000) | for soprano, baritone and ensemble

Juliane Klein (born in 1966) lives in Berlin and is active in the music scene since 1987, when she co-founded the Kammerensemble Neue Musik Berlin. She studied at the Hochschule für Musik Hanns Eisler, Berlin and thereafter as a postgraduate student with Helmut Lachenmann in Stuttgart. She received various prizes and awards (e.g. residence scholarships for the Cité Internationale des Arts Paris, Künstlerhof Schreyahn, Akademie Schloss Solitude Stuttgart, and Villa Massimo in Rome). In 1999 she founded the music publishing house Edition Juliane Klein. Her works were played by the State Operas of Berlin, Stuttgart, Hannover and other opera houses. She has received commissions from leading performing organisations as from the Scharoun-Ensemble of the Berliner Philharmoniker, the Deutschlandfunk Köln, the Freiburger Barockorchester, the Wittener Tage für neue Kammermusik, the Donaueschinger Musiktage, and the Münchener Biennale. In 2010 she has become a Christian Science Practitioner."

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Microtub: »Sonic Drift« [Soundspot]

"[DE] Im östlichen Teil des Berliner Tiergartens befindet sich unweit des Rosengartens der opulente, vielen unbekannte Rhododendronhain, der im Frühjahr in voller Blüte steht. Die Farben der Blüten changieren zwischen einem dunklen Violett über ein sattes Pink bis zu einem zarten Rosé.

Wilhelm Alverdes trug nach dem Zweiten Weltkrieg wesentlich zur Neugestaltung der Grünanlagen im Berliner Bezirk Tiergarten bei. Er verstand es dabei, immer wieder für Überraschungen und einzigartige Abschnitte beim Durchqueren des Parks zu sorgen. Hier, wo ein feuchter Stieleichen-Hainbuchenwald seinen natürlichen Standort hat, legte er einen großzügigen Rhododendronhain an, ergänzt durch zahlreiche Halbschattenstauden und durch Pfade mit Trittplatten erschlossen.

»Sonic Drift« ist eines von zwei Werken des mikrotonalen Tuba-Ensemble Microtub im Sound Walk Berlin. Für ihre Musik wählte das Ensemble Orte, die durch ihre friedliche Atmosphäre eine Zuflucht vor dem geschäftigen Stadtleben bieten. Jedes Stück erforscht den harmonischen Raum, parallel zur Erkundung des physischen Raums durch die Klangspaziergänge.

Microtub ist das erste mikrotonale Tuba-Ensemble der Welt. Das Trio wurde 2010 gegründet, ein Jahr nachdem Robin Hayward in Zusammenarbeit mit dem deutschen Instrumentenhersteller B&S die erste voll mikrotonale Tuba entwickelt hatte.

Microtub haben fünf Alben veröffentlicht: »Microtub« (2011), »Star System« (2014), »Bite of the Orange« (2017), »Chronic Shift« (2019) und »Sonic Drift« (2021). Sie haben ihre Musik auf Festivals wie Sonic Acts in Amsterdam, Ultima Festival in Oslo, Festival Densites in Frankreich, Kongsberg Jazz in Norwegen und FIMAV in Kanada präsentiert. Seit 2012 erforschen sie die Möglichkeiten, die im mikrotonalen Stimmungssystem liegen, das als Just intonation bekannt ist, und nutzen das Hayward Tuning Vine Interface als Werkzeug zum Komponieren, Proben und manchmal auch Aufführen der Musik.

Robin Hayward: mikrotonale F-Tuba Peder Simonsen: mikrotonale C-Tuba Martin Taxt: mikrotonale C-Tuba


[EN] In the eastern part of the Berlin Tiergarten, not far from the rose garden, there is the opulent, largely unknown rhododendron grove, which is in full bloom in spring. The colours of the flowers change from a dark purple to a rich pink to a delicate rose.

After the Second World War, Wilhelm Alverdes made a significant contribution to the redesign of the green spaces in Berlin's Tiergarten. He knew how to build in surprises and unique sections when crossing the park. Here, at the natural site of a moist pedunculate oak-/hornbeam forest, he planted a large rhododendron grove, supplemented by numerous partial shade perennials and made accessible by paths with step plates.

""Sonic Drift"" is one of two works that the tuba ensemble Microtub has submitted to the Sound Walk Berlin. For their music, the ensemble chose places that offer a refuge from busy city life through their peaceful atmospheres. Each piece explores harmonic space, in parallel to the exploration of physical space through the Sound Walks.

See also: Microtub »The Pederson Concerto« [Soundspot]

Microtub is the world's first microtonal tuba ensemble. The trio was formed in 2010, a year after Robin Hayward developed the first fully microtonal tuba in collaboration with the German instrument manufacturer B&S.

Microtub have released five albums: ""Microtub"" (2011), ""Star System"" (2014), ""Bite of the Orange"" (2017), ""Chronic Shift"" (2019) and ""Sonic Drift"" (2021). They have presented their music at such festivals as Sonic Acts in Amsterdam, Ultima Festival in Oslo, Festival Densites in France, Kongsberg Jazz in Norway and FIMAV in Canada. Since 2012 they have been exploring the possibilities that lie in the microtonal tuning system known as Just intonation, using the Hayward Tuning Vine interface as a tool for composing, rehearsing and sometimes also performing the music.

Robin Hayward: microtonal F tuba Peder Simonsen: microtonal C tuba Martin Taxt: microtonal C tuba

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Microtub: »The Pederson Concerto« [Soundspot]

"[DE] Versteckt zwischen Richardplatz, Kirchgasse und Böhmischer Straße liegt ein Platz, der als alte Streuobstwiese bekannt ist. Hier sind alle willkommen mitzugärtnern, eigene Ideen einzubringen oder die Ruhe im Herzen von Rixdorf zu genießen.

»The Pederson Concerto« ist eines von zwei Werken des mikrotonalen Tuba-Ensemble Microtub im Sound Walk Berlin. Für ihre Musik wählte das Ensemble Orte, die durch ihre friedliche Atmosphäre eine Zuflucht vor dem geschäftigen Stadtleben bieten. Jedes Stück erforscht den harmonischen Raum, parallel zur Erkundung des physischen Raums durch die Klangspaziergänge.

Microtub ist das erste mikrotonale Tuba-Ensemble der Welt. Das Trio wurde 2010 gegründet, ein Jahr nachdem Robin Hayward in Zusammenarbeit mit dem deutschen Instrumentenhersteller B&S die erste voll mikrotonale Tuba entwickelt hatte.

Microtub haben fünf Alben veröffentlicht: »Microtub« (2011), »Star System« (2014), »Bite of the Orange« (2017), »Chronic Shift« (2019) und »Sonic Drift« (2021). Sie haben ihre Musik auf Festivals wie Sonic Acts in Amsterdam, Ultima Festival in Oslo, Festival Densites in Frankreich, Kongsberg Jazz in Norwegen und FIMAV in Kanada präsentiert. Seit 2012 erforschen sie die Möglichkeiten, die im mikrotonalen Stimmungssystem liegen, das als Just intonation bekannt ist, und nutzen das Hayward Tuning Vine Interface als Werkzeug zum Komponieren, Proben und manchmal auch Aufführen der Musik.

Robin Hayward: mikrotonale F-Tuba Peder Simonsen: mikrotonale C-Tuba Martin Taxt: mikrotonale C-Tuba


[EN] The three pieces – »Sonic Drift«, »The Pederson Concerto« and »Stop Time« – that can be listened to in the context of Sound Walk Berlin, all fit to places that offer a refuge from busy city life through their peaceful atmospheres. Each piece explores harmonic space, in parallel to the exploration of physical space through the Sound Walks.

Microtub is the world's first microtonal tuba ensemble. The trio was formed in 2010, a year after Robin Hayward developed the first fully microtonal tuba in collaboration with the German instrument manufacturer B&S.

Microtub have released five albums: ""Microtub"" (2011), ""Star System"" (2014), ""Bite of the Orange"" (2017), ""Chronic Shift"" (2019) and ""Sonic Drift"" (2021). They have presented their music at such festivals as Sonic Acts in Amsterdam, Ultima Festival in Oslo, Festival Densites in France, Kongsberg Jazz in Norway and FIMAV in Canada. Since 2012 they have been exploring the possibilities that lie in the microtonal tuning system known as Just intonation, using the Hayward Tuning Vine interface as a tool for composing, rehearsing and sometimes also performing the music.

Robin Hayward: microtonal F tuba Peder Simonsen: microtonal C tuba Martin Taxt: microtonal C tuba"

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Robin Hayward: »Stop Time« [Soundspot]

"[DE] Die Luiseninsel befindet sich auf dem Areal des Schloss Charlottenburg zwischen dem Mausoleum und dem großen Wasserbecken. Der landschaftliche Ausbau wurde 1799 von König Friedrich Wilhelm III. in Auftrag gegeben. Königin Luise soll gerne auf einer einfachen Bank auf der Südspitze der Insel gesessen haben. An der Stelle steht auch heute noch eine schlichte Holzbank.

Dort lädt Robin Hayward dazu ein, Platz zu nehmen und sein Stück »Stop Time« zu hören. Dieses bietet ebenso wie dieser friedliche Ort eine Zuflucht vor dem geschäftigen Stadtleben. Das Stück erforscht den harmonischen Raum, parallel zur Erkundung des physischen Raums durch die Klangspaziergänge des Sound Walk Berlin.

»Stop Time« wurde für das gleichnamige Festival in Leuven 2013 in Auftrag gegeben. Es ist das erste Stück, das einen Teil des dreidimensionalen physischen Prototyps der »Hayward Tuning Vine « als Partitur verwendet. Vier Würfel des harmonischen Raums innerhalb des Tuning Vines werden von den akustischen Instrumenten erkundet und dann aus den Richtungen rund um den Aufführungsraum wiedergegeben, die den harmonischen Positionen innerhalb des Systems entsprechen. Der harmonische Raum wird auf den physischen Raum projiziert, wodurch die Zeit angehalten wird.

Der Tubist und Komponist Robin Hayward wurde 1969 in Brighton/England geboren und lebt seit 1998 in Berlin. In seinem Schaffen hat er radikale Innovationen im Bereich der Spieltechniken von Blechblasinstrumenten eingeleitet, zuerst durch die Entdeckung des „Geräusch-Ventils“ und später durch die Entwicklung der ersten völlig mikrotonalen Tuba im Jahr 2009. 2012 erfand er das Hayward Tuning Vine, welches ursprünglich aus dem Wunsch resultierte, den in der mikrotonalen Tuba enthaltenen harmonischen Raum darzustellen. 2005 gründete er das Ensemble Zinc & Copper, um die Möglichkeiten von Blechblasinstrumenten aus der Perspektive der experimentellen Musik zu erforschen.


[EN]

Luiseninsel is located on the grounds of Schloss Charlottenburg between the mausoleum and the large water basin. The landscaped development was commissioned by King Frederick William III in 1799. Queen Luise is said to have enjoyed sitting on a simple bench on the southern tip of the island. A plain wooden bench still stands on the spot today. There Robin Hayward invites you to take a seat and listen to his piece ""Stop Time"".

Both the place and ""Stop Time"" by Robin Hayward offer a refuge from busy city life through their peaceful atmospheres. The piece explores harmonic space, in parallel to the exploration of physical space through the Sound Walk Berlin.

»Stop Time« was commissioned for a festival of the same name taking place in Leuven in 2013. It is the first piece to use a subset of the three-dimensional physical prototype of the Hayward Tuning Vine as a musical score. Four cubes of harmonic space within the tuning vine are explored by the acoustic instruments, and then played back from directions around the performance area corresponding to their harmonic positions within the vine. Harmonic space is projected onto physical space, thus 'stopping time’.

The tuba player and composer Robin Hayward, born in Brighton, England in 1969, has been based in Berlin since 1998. He has introduced revolutionary playing techniques to brass instruments, initially through the discovery of the ‘noise-valve’, and later through the development of the first fully microtonal tuba in 2009. In 2012 he invented the Hayward Tuning Vine, partly as a visualization of the harmonic space implicit within the microtonal tuba. In 2005 he founded the ensemble Zinc & Copper to explore brass chamber music from an experimental music perspective."

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Lange//Berweck//Lorenz: »Ausleben« [Soundspot]

"[DE] »Ein belebter Ort in der Stadt passt am besten zu unserem Stück ‘Ausleben'.« schreibt das Berliner Trio Lange//Berweck//Lorenz. »Pausen zwischen den Beats füllen sich mit den Geräuschen der Stadt. Die teilweise vokal klingenden Synthesizerklänge treten mit den realen Stimmen der Bewohner*innen in einen Dialog.«

Das Werk »Ausleben« entstand in der Reihe »The Artist's Cut« des WDR 3 Open Sounds im Studio Elektronische Musik. Die Entstehung von Elektronischer Musik ist meist von zwei Polen geprägt: Improvisation einerseits, langwierige Produktion (Komposition) andererseits. »The Artist's Cut« schlägt einen Mittelweg ein, um den Atem der Spontaneität und maßvolle Bearbeitung zu verbinden. In der Reihe begeben Künstlerinnen sich für einen Tag in ein Studio, wo eine Produzentin als Arbeitspartnerin und kritisches Gegenüber beim »Cut« beisteht. Mit dieser Produktionsform wird an die Pionierzeit von Elektronischer Musik angeknüpft, als Werke in vielstufiger Zusammenarbeit von Komponist*innen und Technik entstanden.

Im Sound Walk Berlin wird wiederum die Abgeschlossenheit der Aufnahme aufgebrochen, indem sie neue und spontane klangliche Verbindungen mit den Geräuschen der Stadt eingeht.

Das 2014 gegründete Kollektiv Lange//Berweck//Lorenz verfolgt in seinen Projekten die Realisierung elektronischer Partituren, die Restaurierung und (Wieder-) Aufführung elektronischer Werke aus der Vergangenheit sowie die Zusammenarbeit mit heutigen Komponist:innen an neuen Stücken. Heute präsentieren sich Silke Lange, Sebastian Berweck und Martin Lorenz als Trio auf der Bühne mit einem Labor aus analogen und digitalen Synthesizern und Maschinen, die Live-Performance an den Instrumenten wird durch Video- und Lichtdesign erweitert.

Das Ensemble tritt auf bei Festivals und Konzertreihen zeitgenössischer und elektronischer Musik: Philharmonie Luxembourg, Musiques & Recherches Bruxelles, Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt, Multiphonies GRM Paris, ZKM Karlsruhe, Collegium Novum Zürich, SWR Attacca Festival Stuttgart, Ultraschall Festival Berlin.


[EN] ""A busy place in the city fits best to our piece ‘Ausleben’,"" writes the Berlin trio Lange//Berweck//Lorenz. ""Pauses between the beats fill with the sounds of the city. The partly vocal sounding synthesizer sounds speak with the real voices of its inhabitants.""

Lange//Berweck//Lorenz is a Berlin-based trio for live electroacoustic music. Founded in 2014, the collective's projects pursue the realization of electronic scores, the restoration and (re)performance of electronic works from the past, and the collaboration with contemporary composers on new pieces. Today Silke Lange, Sebastian Berweck and Martin Lorenz present themselves as a trio on stage with a laboratory of analog and digital synthesizers and machines, the live performance on the instruments is extended by video and light design."

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Sagardía: »Music for a place to linger« (2012) [Soundspot]

"[DE] Im Jahr 2012 schrieb der Komponist Sagardia ein Stück bestehend aus instrumentellen Samples zur Bespielung eines spezifischen Ortes: ein klitzekleiner verwahrloster Kinderspielplatz am Hanseatenweg, der wohl seit Jahren nicht mehr instand gehalten wurde und mittlerweile mit Moos überwachsen ist.

Sagardía studierte instrumentale Komposition bei Adriana Hölzsky und Hans-Joachim Hespos an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und an der Folkwang Universität der Künste bei Nicolaus A. Huber und Günther Steinke sowie elektronische Komposition bei Dirk Reith. Er erhielt für seine Arbeit Stipendien von der Internationalen Ensemble Modern Akademie, der Cité Internationale des Arts Paris, der Villa Aurora Los Angeles, dem Künstlerhof Schreyahn, dem Berliner Senat für Kultur und Europa und dem Musikfond Berlin. Sein Drehbuch »Schwarze Ähre« wurde vom Goethe-Institut St. Petersburg mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Seine Musik führte ihn zur Zusammenarbeit mit dem Ensemble Gelber Klang, Ensemble Adapter, Ensemble Kaleidoskop sowie mit Wolfgang Zamastil, Christian Grammel, Björn SC Deigner, Florian Werner, Federico Dörries, Gordon Kampe, Maximilian Marcoll, Olaf Hochherz, Lennart Dohms, den Niederrheinischen Sinfonikern, dem Helios Quartett, Manuel Nawri und dem Streichtrio 3cordes. Er arbeite auch mit visuellen Künstler*innen wie Piero Glina, Sebastian Cremers und Isa Melsheimer. Seine Musik wird auf verschiedenen Festivals im In- und Ausland gespielt. Darüber hinaus ist Sagardía Mitglied der Indierockbands DIKTATOR OHNE LAND, LAB OF THE HALO und PALM PILOT.


[EN] In 2012 the composer Sagardía wrote a piece consisting of instrumental samples for the use of a specific location: a tiny, neglected children's playground on Hanseatenweg, which has probably not been maintained for years and is now overgrown with moss.

Sagardía (*1978) studied instrumental composition with Adriana Hölzsky and Hans-Joachim Hespos at the Hochschule für Musik und Theater Rostock and later at the Folkwang Universität der Künste with Nicolaus A. Huber and Günther Steinke as well as electronic composition with Dirk Reith. He received grants for his work from the Ensemble Modern Akademie, Cité internationale des Arts Paris, Villa Aurora Los Angeles, Künstlerhof Schreyahn, Berlin Senate for Culture and Europe and Musikfond Berlin. His screenplay Schwarze Ähre was awarded first prize by the Goethe-Institut St. Petersburg. His music led him to collaborate with the Ensemble Gelber Klang, Ensemble Adapter, Ensemble Kaleidoskop, Wolfgang Zamastil, Christian Grammel, Björn SC Deigner, Florian Werner, Federico Dörries, Gordon Kampe, Maximilian Marcoll, Olaf Hochherz, Lennart Dohms, the Niederrheinische Sinfoniker, the Helios Quartet, Manuel Nawri and the string trio 3cordes. He also works with visual artists such as Piero Glina, Sebastian Cremers and Isa Melsheimer. His music is played at various festivals at home and abroad. Sagardía is also a member of the indie rock bands DIKTATOR OHNE LAND, LAB OF THE HALO and PALM PILOT."

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Michael Hirsch: »La Didone abbandonata« 3. Akt (2004) [Soundspot]

"[DE] Auf dem Friedhof am Halleschen Tor liegt die Grabstelle des 2017 im Alter von nur 58 Jahren in Berlin verstorbenen Komponisten Michael Hirsch. Seine letzte Produktion war eine »DIDO«-Oper 2017 an der Deutschen Oper Berlin, der seine Kurzoper »La Didone abbandonata« aus dem Jahr 2004 als Prolog vorangestellt war. Besonders berührend ist der nur wenige Minuten dauernde 3. Akt der Oper: Dido bleibt verlassen zurück. Sie singt, doch auch ihr Gesang verschwindet nach und nach in der sie umgebenden Musik. Über »La Didone abbandonata« schrieb Michael Hirsch: »Auch mit mehr als zehn Jahren Abstand ist dieses Werk mein Lieblingsstück geblieben, weil ich hier meinem Ziel nahegekommen zu sein glaube, das emotionale Potential von 'großer Oper' mit einer fasslichen narrativen Struktur quasi seismographisch durch die Mittel und Erfahrungen jüngerer theater- und musikästhetischer Entwicklungen neu und zeitgemäß zu formulieren.«

Michael Hirsch: »La Didone abbandonata« (2004) – 3. Akt | Dramma per musica für Mezzosopran, Bariton, Piccoloflöte, Klarinette in B (auch Es-Kl. & Basskl.), Posaune, Akkordeon, 2 Violinen, Viola, Violoncello, 2 Schlagzeuger (Xylophone), Zuspielungen

Michael Hirsch (1958, München) war seit 1976 als Komponist tätig, maßgeblich beeinflusst von Dieter Schnebel und Josef Anton Riedl, daneben als Darsteller und Vokalperformer u.a. für das Achim-Freyer-Ensemble und das Ensemble Die Maulwerker. Michael Hirschs umfangreiches kompositorisches Werk, aufgeführt auf vielen großen Festivals, umfasst Kammer-und Orchestermusik, Vokal-und Sprachkompositionen und elektronische Musik. Eine besondere Beziehung verband ihn mit dem Musiktheater und der Oper. Michael Hirsch starb am 6. Februar 2017 in Berlin, kurz nach der Premiere seiner letzten Opernarbeit DIDO an der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Sein Gesamtwerk ist bei der Edition Juliane Klein, Berlin, verlegt.


[EN] In the cemetery at Hallesches Tor lies the gravesite of composer Michael Hirsch, who died in Berlin in 2017 at the age of only 58. His last production was a 2017 »DIDO« opera at the Deutsche Oper Berlin, preceded by his 2004 short opera »La Didone abbandonata« as a prologue.

The opera's 3rd act, which lasts only a few minutes, is particularly touching: Dido is left abandoned. She sings, but even her singing gradually disappears in the music surrounding her. About »La Didone abbandonata« Michael Hirsch wrote: ""Even with a distance of more than 10 years, this work has remained my favorite, because here I believe I have come close to my goal of formulating the emotional potential of 'grand opera' in a new and contemporary way with a tangible narrative structure quasi seismographically through the means and experiences of recent developments in theater and music aesthetics.""

Michael Hirsch: La Didone abbandonata (2004) - Act 3 | Dramma per musica for mezzo-soprano, baritone, piccolo, clarinet in B-flat (also E-flat & bass), trombone, accordion, 2 violins, viola, violoncello, 2 percussionists (xylophones), recordings

Michael Hirsch was born in Munich in 1958 and has lived in Berlin since 1981. Since 1976 he has been active as a composer, significantly influenced by Dieter Schnebel and Josef Anton Riedl, and also as a performer and vocal performer for the Achim Freyer Ensemble and the ensemble Die Maulwerker, among others. Michael Hirsch was awarded the Elisabeth Schneider Prize in 2001 and the Busoni Prize in 2005, among others. Michael Hirsch's extensive compositional oeuvre, performed at many major festivals (Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für neue Kammermusik, musica viva des Bayerischen Rundfunks, Dresdner Tage für zeitgenössische Musik, Ultraschall-Festival Berlin, ECLAT-Festival Stuttgart, MaerzMusik Berlin and others), includes chamber and orchestral music, vocal and speech compositions and electronic music. Michael Hirsch died on February 6, 2017 in Berlin, shortly after the premiere of his last opera work DIDO at the Tischlerei of the Deutsche Oper Berlin. His complete works are published by Edition Juliane Klein, Berlin."

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Christian Dimpker: »N. 25/2 Klavierstück V« For piano and electronics [Soundspot]

"[DE] Die Unité d'habitation de Berlin steht nicht nur im Zusammenhang mit dem Architekten Le Corbusier, sondern auch mit dem Komponisten Iannis Xenakis, der ähnliche Projekte in Marseille und Reze-les-Nantes mitgestaltet hat. Xenakis ist einer der bedeutendsten Komponist*innen des 20. Jahrhunderts, sowohl auf dem Gebiet der orchestralen als auch der elektroakustischen Musik. Dies ist auch der Grund, warum Christian Dimpker das vorliegende Stück für diesen Ort ausgewählt hat, ein Werk der abstrakten (notierten) Elektroakustik, dessen Grundlage instrumentale Klänge bilden.

Die meisten Besucher*innen des Sound Walk Berlin müssen wahrscheinlich einen kleinen Weg auf sich nehmen, um das Stück zu erfahren. »Aber auch die Schönheit dieser Welt» so der Komponist »lässt sich nicht auf einfache Weise erkunden, sondern liegt in ihrer Tiefe begründet.«

»Utopia V ist gleichzeitig mein Klavierstück V« schreibt Christian Dimpker. »Die Idee war es, den obsoleten Klängen des Klaviers auszuweichen, aber gleichzeitig nicht in das Instrument einzugreifen oder es stark umzubauen.« Die Präparierung des Klaviers sei daher denkbar einfach: Schwere Metall-, Stein- und Holzbalken werden auf die Saiten gelegt. Die Balken werden dann mittels Kontaktmikrofonen abgenommen und direkt über Lautsprecher wiedergegeben. Um Utopia V zum Klavierstück V umzuwandeln, wird die Präparierung durch elektronische Modifikation ersetzt. Dafür wird das Instrument abgenommen und um notierte Live-Elektronik ergänzt. Ansonsten spielt die Pianistin das gleiche Stück. Schließlich können beide Stücke miteinander verwoben und somit das präparierte Instrument um die Live-Elektronik ergänzt werden. So können insgesamt drei Versionen (N. 25/1 Utopia V, N. 25/2 Klavierstück V und N. 25/3 Utopia V/Klavierstück V) aus der Partitur gewonnen werden.

Sie hören die zweite Version, ein reines Lautsprecherstück. Christian Dimpker: »N. 25/2 Klavierstück V« for piano and electronics

Christian Dimpker ist Komponist und Kunsttheoretiker mit akademischen Studien in Philosophie, Geschichte und Sound Studies sowie Promotion in der Musikwissenschaft/Komposition. Dimpkers Kompositionen erforschen unkonventionelle Bereiche der Notation. Dieses ermöglicht ein weitreichendes Notationssystem für erweiterte instrumentale Spieltechniken und die elektroakustische Musik. Diese Abhandlung mit dem Titel »Extended notation: The depiction of the unconventional« wird vom LIT Verlag herausgegeben. Derzeit weitet Dimpker seine Arbeit auf die Bereiche Bildende Kunst, Theater und Bewegung aus. »Kinetic notations for the visual and performing arts« ist das Resultat dieser Arbeit. Es wird 2022 im Verlag für Moderne Kunst erscheinen.


[EN] The Unité d'habitation de Berlin is not only associated with the architect Le Corbusier, but also with the composer Iannis Xenakis, who helped create similar projects in Marseille and Reze-les-Nantes. Xenakis is one of the most important composers of the 20th century, both in the field of orchestral and electroacoustic music. This is the reason why Christian Dimpker has chosen the present piece for this location, a work of abstract (notated) electroacoustics based on instrumental sounds.

""The piece Utopia V is at the same time my Klavierstück V,"" writes Christian Dimpker. “The idea was to evade the obsolete sounds of the piano, but not to play its interior parts or prepare it in an invasive manner.” Therefore, the preparation of the instrument is quite simple: heavy metal, stone and wood beams are placed on the strings. The beams are then picked up by means of contact microphones and sent directly to loudspeakers. In order to transform »Utopia V« to »Klavierstück V«, the preparation is replaced by electronic modifications. The instrument is picked up and complemented by abstract (notated) electronic elements. Apart from that, the pianist plays the same piece. Finally, both pieces may also be merged; hence, the prepared instrument is complemented by live-electronics. In total, three versions (»N. 25/1 Utopia V», »N. 25/2 Klavierstück V» and »N. 25/3 Utopia V/Klavierstück V») may be derived from the score.

You are listening to the second version, a piece for loudspeaker. Christian Dimpker: »N. 25/2 Klavierstück V« for piano and electronics

Christian Dimpker is a composer and art theorist with academic studies in Philosophy, History and Sound Studies as well as a doctoral dissertation in Musicology / Composition. Dimpker’s compositions explore unconventional fields of notation. This is enabled by an extensive notation system for extended playing techniques and electroacoustic music. This treatise with the title »Extended Notation: The Depiction of the Unconventional« has been released by the LIT Verlag publishers. Currently, Dimpker further extends this research to the fields of visual arts, theatre and movement. Kinetic notations for the visual and performing arts is the result of this work. It will be released in 2022 by the VfmK publishers."

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Timothy Isherwood (a.k.a sir o sir): »Dissonance and Desire« (2020) [Soundspot]

"[DE] »Dissonance and Desire« ist eine Klanglandschaft, die sich mit den Themen Verfall und Verwahrlosung auf dem St. Nicolai und St. Marien Friedhof in Berlin beschäftigt. Der Friedhof ist eine ruhige Oase zwischen vier belebten Straßenkreuzungen. Besucher*innen gibt es nur wenige, die letzten Verstorbenen wurden bereits vor langer Zeit begraben. Die zentrale Kapelle beherbergt eine ausgediente Pfeifenorgel, da keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. An diesem Ort der Auflösung beginnt Timothy Isherwoods Erkundung davon, »wie die Echos der Zeit mit dem unaufhörlichen Fortschritt des Lebens koexistieren.« Indem er die Aufnahmen eines Klangspaziergangs auf dem Friedhof mit denen der mechanischen und tonalen Klänge der Pfeifenorgel verschmilzt, geht er natürlichen und kausalen Polyphonien einer in Auflösung begriffenen Umgebung nach.

Die vernachlässigte Orgel wurde seit einem Jahrzehnt weder gestimmt noch gereinigt, was eine Erkundung der Mikrotonalitäten und harmonischen Dissonanzen ermöglicht. Das Anfahren des Motors, der Druckluft zu den Pfeifen pumpt, ist angestrengt, setzt sich nur mühsam fort und sendet Echos der äußeren Straßenlandschaft. Die Register werden inmitten des Dröhnens eingestellt, um mit den Parametern von Frequenz, Oszillation, Resonanz, Hüllkurve und Sustain zu spielen, ähnlich wie bei einem analogen Synthesizer.

Timothy Isherwood (alias sir o sir) arbeitet mit Umgebungsgeräuschen, Feldaufnahmen und visuellen Elementen, um Produktionen von beruhigendem Drive zu schaffen. Mit einer Vielzahl von Quellen, Werkzeugen und Techniken (Sampling, Resonatoren, Synthesizer, präpariertem Klavier/Orgel, Rückkopplung, verstärkten Objekten, experimentellen Mikrofonen und Lautsprecheraufstellung) nutzt er Klang, um Erinnerungen als persönliches und gemeinsames Medium zu wecken. Zu seinen Performances gehören Arbeiten mit dem National Arts Centre of Canada, dem Institut-Française d'Athenes und Dock11 / Eden. Isherwood lebt in Berlin, wo er das Plattenlabel Famous Grapes kuratiert und als leitender Redakteur und Autor für die experimentelle Kunst- und Musikpublikation 20 Seconds Magazine tätig ist.


[EN] »Dissonance and Desire« is a soundscape exploring the themes of decay and deterioration in the St. Nicolai und St. Marien Friedhof in Berlin. The cemetery is a tranquil respite situated between four busy intersections. Visitors are few as the generations have passed. The central chapel houses a disused pipe organ as services are no longer held. It is from this setting of dissolution that Timothy Isherwood’s exploration begins – how the echoes of time co-exist with the ceaseless progress of life. Fusing the recordings of a sound walk in the cemetery with those of the mechanical and tonal soundings of the pipe organ, I explore the natural and causal polyphonies in this context of an environs in dissolution.

The neglected organ has not been tuned or cleaned in a decade allowing for an exploration in micro-tonalities and harmonic dissonance. The start-up of the motor that pumps pressurised air to the pipes is strained and carries on laborious, sending echoes of the exterior streetscape. The stops are adjusted mid drone to play on the parameters of frequency, oscillation, resonance, envelope and sustain, much like an analog synthesizer.

Timothy Isherwood (a.k.a sir o sir) works with ambient sounds, field recordings and visuals to create productions of calming propulsion. Using multiple sources, tools and techniques (sampling, resonators, synths, prepared piano/organ, feed back, amplified objects, experimental microphones, & speaker placement ) he uses sound to evoke memory as a personal and shared medium. His performances have includes work with National Arts Centre of Canada, Institut-Française d’Athenes, and Dock11/Eden. Timothy resides in Berlin where he curates the Famous Grapes Sessions and acts as editor/writer for the experimental art and music publication, 20 Seconds Magazine."

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Frédéric Acquaviva: »£pØ@n®diØ$n I« (2018) [Soundspot]

"[DE] 2017 verließ der Komponist Frédéric Acquaviva Berlin und seinen Projektraum La Plaque Tournante, den er zusammen mit der britischen Mezzo-Sopranistin Loré Lixenberg in der Sonnenallee 99 leitete.

Ironischerweise erhielt das Duo in der gleichen Woche den Preis der Senatsverwaltung für Kultur und Europa zur Auszeichnung künstlerischer Projekträume und -initiativen und die Kündigung des Mietverhältnisses der Räume mit sofortiger Wirkung, da die schwedische Firma Akelius die Immobilie übernahm.

Zur Erinnerung an diesen Ort, reichte Frédéric Acquaviva beim Sound Walk Berlin den ersten Teil seines 56-minütiges Stücks »£pØ@n®diØ$n« ein, das von BBC3 und France Culture produziert wurde. Die Partitur überlagert neu komponierte Klangmomente aus Paris mit dem Gesang der Mezzosopranistin Loré Lixenberg, die wiederum Klänge aus London neu zusammensetzt, bevor die umgekehrte Situation erklingt. In dem Werk wird eine Überschneidung von Paris, London und Berlin hör- und vorstellbar – eine Stadt, die der Komponist Frédéric Acquaviva nicht vergessen kann.

Frédéric Acquaviva »£pØ@n®diØ$n I« (2018) | Konzert für Stadt und Stimme (Loré Lixenberg)

Frédéric Acquaviva (* 20. Januar 1967) ist ein französischer experimenteller Komponist und avantgardistischer Klangkünstler, der zwischen Paris, London und Berlin lebt und mit Stimmen, Instrumenten, Elektronik, Film und Körpergeräuschen arbeitet.


[EN] In 2017 the composer Frédéric Acquaviva left Berlin and his project space La Plaque Tournante, which he directed together with the British mezzo-soprano Loré Lixenberg at Sonnenallee 99.

Ironically, in the same week, the duo received the Senate Department for Culture and Europe Award for artistic project spaces and initiatives as well as a notification to leave the space with immediate effect, as the Swedish company Akelius took over the property.

To commemorate this place, Frédéric Acquaviva submitted the first part of his 56-minute piece ""£pØ@n®diØ$n"" to the Sound Walk Berlin. The score overlaps recomposed sound moments of Paris with mezzo-soprano Loré Lixenberg singing the score of the recomposed sounds of London, before we hear the opposite situation, when reality would be sung and singing would become reality.

The first of the six parts of ""£pØ@n®diØ$n"" allows to imagine the unique overlapping of Paris, London and Berlin, a city that the composer Frédéric Acquaviva can't forget.

Frédéric Acquaviva, born in 1967, is a sound artist and experimental music composer, creating chronopolyphonic installations and CDs and playing in art galleries, in museums or in underground venues."

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Sonar Quartett: »Magma II« (2021) [Soundspot]

"[DE] Aufgenommen wurde »Magma II« im KühlhausBerlin, das eines der zentralen Orte in der Stadt ist. Es ist Teil der Architektur der frühen Industriegeschichte Berlins am Gleisdreieck, das den Krieg und mehr noch die Jahre des Wiederaufbaus nur fragmentarisch überlebte. Baustelle und zugleich Raum für Kunst, Konzerte und Veranstaltungen – so präsentiert sich das Haus heute auf sieben Etagen mit einer Vielzahl außergewöhnlicher Räume und architektonischer Situationen, mit insgesamt über 5000 qm. Ein Ort der Begegnung und Kreativität, der offen ist für Partnerschaften, Impulse, Ideen – offen für die Stadt. In der Eigenkomposition »Magma II« des Sonar Quartetts, die im Rahmen der Konzertreihe EVOLUTION entstanden ist, betrachten die Musiker*innen die Improvisation selbst als einen Evolutionsprozess.

Seit seiner Gründung 2006 tastet das Sonar Quartett immer wieder die Ränder der klassischen Musik ab, es erschafft Utopien und improvisiert Klangabdrücke, deren Nachhall schon den Weg zum nächsten notierten Werk nährt. Die vier in Berlin lebenden Musiker verstehen sich als komponierendes Streichquartett, das weit über vermeintliche Genregrenzen hinausgreift, indem es sich auch der eigenen Körper, elektronischer Verstärkung und Verfremdung bedient oder auch bildkünstlerische Werke in Klang verwandelt. Neue Musik geht mit dem Sonar Quartett über das Hör- und Sichtbare hinaus, sie wird für die Spielenden und für die Zuhörer gleichermaßen zu einem taktilen Erlebnis.


[EN] In the Sonar Quartet's own composition ""Magma II"", which was created as part of the concert series EVOLUTION, the musicians understand improvisation itself as an evolutionary process.

Magma II was recorded at KühlhausBerlin: Kühlhaus Berlin is located at the junction of the districts of Schöneberg and Kreuzberg, with Mitte only a stone’s throw away. It is a cultural landmark, and a unique example of pre-war industrial architecture. Today, it is an event location. A place of energy, a dynamic place, a place that moves with the heartbeat of the city and constantly reinvents itself. It offers a multitude of unique and extraordinary rooms and architectural situations on a space of more than five thousand square meters.

Since its formation in 2006, the Sonar Quartet has tested the limits of classical music, creating new worlds through improvised sound impressions whose reverberations pave the way for the next composition. The four musicians living in Berlin see themselves as a composing string quartet that goes far beyond supposed genre boundaries by also using their own bodies, electronic amplification and alienation or also transforming visual works into sound. With the Sonar Quartet, new music goes beyond the audible and visible, it becomes a tactile experience for the players and for the listeners alike."

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Francisca Gonçalves: »The Noise Parade« (2021) [Soundspot]

"[DE] Mit »The Noise Parade« möchte Francisca Gonçalves das Bewusstsein für Lärmbelästigung schärfen. Die Klangkünstlerin nährt sich dem Konzept der Maskierung, das eines der Hauptprobleme mit Unterwasserlärm ist. Während biologischer oder geologischer Lärm zu den natürlichen Elementen einer aquatischen Umgebung gehört und alle Meeresbewohner gut daran angepasst sind, haben anthropogener Lärm und menschliche Störungen begonnen, die Tierkommunikation zu beeinflussen. Diese anthropogenen Geräusche stören die Unterwasserwelt insbesondere, weil sie sich in den Frequenzbereichen der Kommunikation vieler mariner Arten bewegen. Die Komposition enthält ausgewählte hoch- und niederfrequente biologische Geräusche in einem akustischen Bereich, in der alle Frequenzen wahrgenommen werden können, da jedes Tier seinen spezifischen Bereich hat. Mit dem erscheinen anthropogener Klänge wird es im Verlauf des Stückes schwerer, die ursprünglichen biologischen Klänge zu hören, die in einigen Teilen des Stücks aufgrund der Überlappung derselben Frequenzen nicht mehr wahrnehmbar sind. Der gewählte Ort soll das Publikum dazu anregen, sich emotional mit der Unterwasserwelt zu verbinden und über Lärmbelästigung nachzudenken.

Some of the recorded sounds by: Dr. Ilse Van Opzeeland, Alfred-Wegener Institute Helmholtz Centre for Polar and Marine Research Rodney Rountree (University of Victoria, British Columbia - Canada), Helen Rößler (Deutsche Meeresmuseum), Michael Stocker, Ocean Conservation Research

Francisca Rocha Gonçalves ist Wissenschaftlerin aus Porto. Sie hat einen Hintergrund in Biologie und einen Abschluss in Veterinärmedizin (ICBAS - University of Porto) sowie einen Multimedia Master in Interactive Music und Sound Design (FEUP - University of Porto).


[EN] With »The Noise Parade«, Francisca Gonçalves aims to raise awareness about noise pollution. The sound artist approaches the concept of masking, which is one of the main problems with underwater noise. While biological or geological noise is one of the natural elements of an aquatic environment and all marine life is well adapted to it, anthropogenic noise and human disturbance have begun to affect some aspects of animal communication. These newly introduced anthropogenic sounds disrupt the underwater environment because they largely affect the frequency ranges of communication for many marine species. The composition contains selected high and low-frequency biological sounds that reveal an acoustic niche where all frequencies can be perceived because each animal has its specific range. Then all the anthropogenic sounds emerge and present a challenge to hear the original biological sounds, which are no longer perceptible in some parts of the piece due to the overlap of the same frequencies.

Some of the recorded sounds by: Dr. Ilse Van Opzeeland, Alfred-Wegener Institute Helmholtz Centre for Polar and Marine Research Rodney Rountree (University of Victoria, British Columbia - Canada), Helen Rößler (Deutsche Meeresmuseum), Michael Stocker, Ocean Conservation Research

Francisca Rocha Gonçalves is a researcher from Porto, where she currently lives and works. She has a background in biological sciences with a degree in Veterinary Medicine from ICBAS (University of Porto) and a Multimedia Master in Interactive Music and Sound Design from FEUP (University of Porto)."

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Daniela Fromberg & Stefan Roigk: »transition« [Soundspot]

"[DE] Die Komposition »transition« erklingt an ihrem Entstehungsort, dem Wohnhaus Ecke Dänenstraße 8 / Seelower Straße 1 in Prenzlauer Berg. Als Klangmaterial dienen Aufnahmen von Bauarbeiten während der Modernisierung dieser Häuser: Brummen, Klopfen, Schlagen, Rauschen, Schleifen und vibrierende Echos. Durch eine dynamisch gebrochene, musikalische Struktur und räumlich sehr ausdifferenziertes Klangmaterial entsteht eine filmartige und suggestive Atmosphäre ... Veränderung in ihren zerstörerischen wie auch produktiven Momenten.

Länge: 17:45 Minuten Sounds: Schornsteinfegen, Erschütterungen, Abbrucharbeiten, Abtragen von Deckenbalken, Abbau des Gerüstes, Lötlampe, Summer. Die ursprünglich sechs-kanalige Klangistallation transition, eine Raumskulptur aus verbundenen Holzfensterflügeln, wurde 2013 in der galeria lunar, Hannover präsentiert.

Daniela Fromberg und Stefan Roigk leben und arbeiten in Berlin. Ihre interdisziplinären Arbeiten zwischen abstrakter Klangcollage, Skulptur, Rauminstallation, Zeichnungen und Video verschmelzen unterschiedliche Medien gleichwertig zu immersiven Kompositionen in Raum und Klang. Sie wurden in Kunsträumen und Galerien in Deutschland, Österreich, Italien, USA, Schweiz und Mexico ausgestellt und in Katalogen und auf Tonträgern veröffentlicht. Beide haben Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Klangkunst studiert und sind Meisterschüler von Ulrich Eller.


[EN] The composition transition can be heard at its place of origin, the residential building on the corner of Dänenstrasse 8 and Seelower Strasse 1 in Prenzlauer Berg. Recordings of construction work during the modernization of these houses are used as sound material: humming, knocking, beating, hissing, grinding and vibrating echoes. A dynamically broken, musical structure and spatially very differentiated sound material create a film-like and suggestive atmosphere … change in its destructive as well as productive moments.

Duration: 17:45 minutes

Sound: chimney sweeping, vibrations, demolition work, removing of ceiling beams, deconstructing the scaffolding, blowtorch, buzzer.

The original six-channel sound installation transition was made of connected wooden window sashes and presented in 2013 at galeria lunar, Hanover.

Daniela Fromberg and Stefan Roigk are living in Berlin, Germany. Their multidisciplinary works range between abstract sound collages and installations and combine media like sculpture, sound, performance, music and video to one single composition. They have exhibited in Germany, Austria, Italy, USA, Spain, Switzerland and Mexico and published their works in catalogues and on records. They graduated from the first soundart class at a german artschool as Meisterschüler of Ulrich Eller."

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Théo Pożoga: »Room 4 Growth« [Soundspot]

"[DE] Schauen Sie sich die glänzenden Reflexionen der polierten Steinoberflächen an, riechen Sie die Millionen Schattierungen von Plastik und Reinigungsmittel, vielleicht sogar eine Wolke von Donut-oder Pizzageruch. Die Mall ist für all Ihre Wünsche da, eine geträumte Welt voller Farben, die sich immer weiter nach oben schraubt. Es ist als würde der Traum nie enden!

Théo Pozoga ist ein elektronischer Musiker und Klangkünstler, der die Begriffe Affekt, Zeit und Raum erforscht. Seine Werke wurden auf dem Printemps de Septembre: Contemporary Art Festival in Toulouse sowie im Gr_und, dem Institut Francais und dem Haus Der Statistik ausgestellt in Berlin und bereitet derzeit seine erste Einzelausstellung im Grund für Ende des Jahres vor. Théo Pozoga ist derzeit am Institute for Art im Rahmen der UDK. Er ist auch Mitbegründer des W.E.L.T-Kollektivs.


[EN] Look at the shiny reflections of the polished stone surfaces, smell the million shades of plastic and cleaning detergent, maybe even a whiff of donuts or pizza. The Mall is there for all of your desires, a dreamt world full of colors, forever spiraling upwards, it’s like the dream will never end!

Théo Pozoga is an electronic musician and sound artist researching the notions of affect, time and space through different modes of diffusions. His works have been exhibited at the Printemps de Septembre: Contemporary Art festival in Toulouse, as well as Grund, the Institut Francais and the Haus Der Statistik in Berlin, and is currently preparing his first solo show at Grund for the end of the year. Théo Pozoga is currently completing his Master at the Institute for Art in context of the UDK. HE is also the co-founder of the W.E.L.T Collective."

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LUX:NM: »Stadtgeflüster« (2021) [Soundspot]

"[DE] »Stadtgeflüster« ist eine Improvisation auf grafische Bewegungsmuster in Städten. Berlin ist wie jede Stadt ein eigenes Gebilde mit einer eigenen Biografie. Sie hat ihre eigenen Muster und Dynamiken. Als pulsierende Stadt hat Berlin viele verschiedene Seiten und einen ganz eigenen Klang zu Tages- und Nachtzeiten. LUX:NM vertont diese Vielseitigkeit in »Stadtgeflüster«.

LUX:NM ist ein Ensemble für zeitgenössische Musik, das sich durch seine authentischen und energetischen Interpretationen Neuer Musik internationales Renommee erworben hat. 2010 wurde das Ensemble auf Initiative von Ruth Velten und Silke Lange aus mehreren Solist*nnen gegründet, um selbstbestimmte und vielseitige Kammermusikprogramme mit einer klanglich flexiblen Besetzung zu erarbeiten.

Ruth Velten - Saxophon, Florian Juncker - Posaune, Silke Lange - Akkordeon, Vitaliy Kyianytsia - Klavier, Zoé Cartier - Violoncello, Beate Altenburg - Violoncello


[EN] ""Stadtgeflüster"" is an improvisation on graphic movement patterns in cities. Berlin, like any city, is its own entity with its own biography. It has its own patterns and dynamics. As a pulsating city, Berlin has many different sides and its very own sound at times of day and night. LUX:NM puts this versatility to music in »Stadtgeflüster«. Bernauer Str. 45, 10435 Berlin Bernauer Str. 45, 10435 Berlin

LUX:NM contemporary music ensemble berlin is an ensemble specializing in contemporary music that has made a name for itself through its authentic and energetic interpretations. The idea to form an ensemble made up of several soloists originated with Ruth Velten and Silke Lange in 2010, with the intention of realizing self-created and versatile chamber music programs with a flexible group of instruments."

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Laure Boer: »Torpor« (2021) [Soundspot]

"[DE] In »Torpor« geht es um die Schwierigkeit, sich mit der Abstraktion der Pandemie auf globaler Ebene und zugleich mit dem Versinken in einen Zustand der Erstarrung auf persönlicher Ebene auseinanderzusetzen. Die Komposition von Laure Boer bezieht sich auf den statistischen Daten des Robert-Koch-Instituts zur Anzahl der in Deutschland durch die Pandemie verursachten Todesfälle sowie auf Fotografien des Alltagslebens in dieser Zeit.

Die Gertraudenbrücke wurde in Bezug auf das Pandemie-Thema der Komposition gewählt, da sie einen Ort der Kontemplation bietet. Die Heilige Gertraud, dessen Bronzefigur die Brücke schmückt, ist die Schutzpatronin der Armen und Kranken. Die Aufnahme für den »Berlin Sound Walk« ist die erste Version einer Partitur, die auf den vier Jahreszeiten des Jahres 2020 basiert und im Rahmen von »Composite by the Numbers« (kuratiert von Dayang Yraola) präsentiert wurde. Die Musiker*innen dieser ersten Version sind Auspicious Family (Synthesizer), Laure Boer (Telefon), Tintin Patrone (Posaune).

Laure Boer ist eine in Berlin lebende Multiinstrumentalistin. Ihre Musik ist inspiriert von Noise und traditioneller Volksmusik. Ihre Performances bestehen aus hypnotischen Improvisationen mit traditionellen Instrumenten, Perkussionen und manchmal einer Stimme, die auf ihrer Muttersprache Französisch singt oder rezitiert. Zusammen ergeben diese Elemente »ein lebendiges Universum, das sowohl verletzlich als auch brutal ist.«


[EN] »Torpor« is about the difficulty to relate to the abstraction of the pandemic on a global scale on one side, and the falling in a period of torpor on a personal scale on the other side. The composition by Laure Boer is built both, on the Robert Koch Institute’s statistical data of the number of deaths due to the pandemic in Germany as well as on photographs of everyday life during this period.

The St Gertraud bridge was choosen in relation to the pandemic topic in the composition. It is a beautiful place for contemplation. St Gertraud, whos bronze statue ornaments the bridge, is the patron of the pour and the sick. The recording for »Berlin Sound Walk« is the first version of the score, based on the four seasons of the year 2020 and was presented as part of »Composite by the Numbers« (curated by Dayang Yraola). The musicians of this first version are Auspicious Family (synths), Laure Boer (telephone), Tintin Patrone (trombone).

Laure Boer is a multi-instrumentalist based in Berlin. Her music is inspired by noise and traditional folk music. Her performances are hypnotic improvisations around traditional instruments, odd percussions and sometimes a voice, singing or reciting in her native French; a vibrant universe that is both vulnerable and brutal."

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Tomomi Adachi: »NUa« (2021) | Excerpts S-Bahnhof Südkreuz [Soundspot]

"[DE] Willkommen am S-Bahnhof Südkreuz. Gehen Sie in das Bahnhofsgebäude hinein, lassen Sie sich unter eine Palme nieder oder spazieren Sie auf den Bahnsteig und hören Sie, wie sich die Aufnahme mit dem rhythmischen Ächzen der Rolltreppen, den Bahnhofsansagen und den einfahrenden Zügen mischt. Mit Vordringen ins Gemenge des Bahnhofs, verdichtet sich auch das Stück zunehmend.

Die Aufnahme, die Sie gerade hören, entstammt einer App, die der Klangkünstler Tomomi Adachi Anfang des Jahres als experimentelles Musikwerk entwickelt hat. Seine App »NUa« ist etwas komplexer als unser Sound Walk Berlin, denn sie erlaubt es dem Hörer oder der Hörerin, die Komposition selbst zu erstellen. Dies geschieht, in dem man sich physisch zu eingezeichneten Orten begibt und die zugewiesenen Klänge mischen sich je nach Bewegung des Spaziergängers. Adachis Anwendung wurde ursprünglich für das Kitasenju-Gebiet in Tokio komponiert, funktioniert aber zusätzlich in Berlin (Hauptbahnhof, Treptower Park und Ringbahn), Moskau (vom Roten Platz über Albat zur Moskwa), New York (Wall Street, the Battery und Ellis Insel) und den Südpol.

Diese Aufnahme hat Tomomi Adachi direkt aus der App aus verschiedenen Orten in Berlin zusammengestellt. Falls Sie neugierig geworden sind und nun mit der App selbst komponieren möchten, können Sie die ortsspezifische Musik-App, kostenlos und für iOS und Android herunterladen.

Wir danken Tomomi Adachi übrigens herzlich für die Beratung und Unterstützung bei der Entwicklung unseres Sound Walk Berlin.

Tomomi Adachi, geboren 1972 in Kanazawa (Japan), ist ein Performer/Composer, der eigene Stücke und Improvisationen verwirklicht, aber auch experimentelle Werke von Komponisten wie John Cage, Cornelius Cardew und Christian Wolff aufführt. Für seine Performances benutzt Adachi häufig selbst entworfene elektronische Instrumente wie etwa das „Infrared Sensor Shirt“, das ihm erlaubt, musikalische Ereignisse durch seine Körperbewegungen fernzusteuern. Ein wichtiger Teil seiner musikalisch-künstlerischen Aktionen ist der experimentelle Umgang mit der Stimme, wobei er oft die Möglichkeiten der Elektronik nutzt.


[EN] Welcome to the Südkreuz S-Bahnhof. Go inside the station building, relax under a palm tree, or take a stroll on the platform and hear how the recording mixes with the rhythmic groan of the escalators, station announcements, and the arriving trains. With advancing into the lively inside of the building, the piece also intensifies increasingly.

The recording you are about to listen originates from an app that the sound artist Tomomi Adachi developed as an experimental musical work in early 2021. His »Nua« app is a little more complex than our Sound Walk Berlin, since it allows the listener to create the composition themselves. The App requires listeners physically go to the locations to listen to the sounds and they can move freely among sound points, the sounds are mixed following listener's movements.

It has been composed originally for the Kitasenju area in Tokyo, but additionally, it works in Berlin (Hauptbahnhof, Treptower Park and Ringbahn), Moscow (from Red square to Moskva river via Albat), New York (Wall Street, the Battery and Ellis Island) and the South Pole.

This recording was put together by Tomomi Adachi directly from the App in Berlin. If you are curious now and want to compose with the app yourself, you can download the site-specific music app, free of charge and for iOS and Android.

We would like to thank Tomomi Adachi for the advice and support in the development of our Sound Walk Berlin.

Tomomi Adachi is a performer/composer, sound poet, instrument builder and visual artist. Known for his versatile style, he has performed his own voice and electronics pieces, sound poetry, improvised music and contemporary music, also presented site-specific compositions, compositions for classical ensembles, choir pieces for untrained musicians in all over the world including Tate Modern, Maerzmusik, Hamburger Bahnhof Museum, Centre Pompidou, Poesiefestival Berlin and Walker Art Center. He has been working with a wide range of materials; self-made physical interfaces and instruments, artificial intelligence, brainwave, artificial satellite, twitter texts, fracture and even paranormal phenomenas. He was a guest of the Artists-in-Berlin Program of the DAAD for 2012. He received the Award of Distinction from Ars Electronica 2019."

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Susanne Stelzenbach: »eigentlich wollte ich mir nur ein wenig die stadt ansehen« (2013) [Soundspot]

"[DE] Sucht man in Berlin einen zentral gelegenen ruhigen Ort, so kann man einen kleinen verwunschenen, fast vergessenen Platz mit Parkbänken und einer verwilderten Grünanlage an der Niederlagstraße Ecke Werdersche Rosenstraße finden. Die Museumsinsel und das neue Stadtschloss sind in unmittelbarer Nähe.

Susanne Stelzenbach, geboren in Reudnitz (Thüringen), lebt als freischaffende Komponistin in Berlin. Ihr Werkverzeichnis umfasst nahezu alle Gattungen, darunter elektronische Musik, Musiktheater, Orchesterwerke und Texte. Neben ihrer kompositorischen Tätigkeit ist S. Stelzenbach künstlerische Leiterin des jährlich stattfindenden Festivals für neue Musik und interdisziplinäre Kunstaktionen »pyramidale« in Berlin Marzahn-Hellersdorf. Bei Kreuzberg Records erschienen zwei Porträt-CDs: 2012 »KUNST« und 2017 »treiben«. Viele ihrer Werke sind im Verlag Neue Musik Berlin verlegt.


[EN] If you are looking for a centrally located, quiet place in Berlin, you can find a small, enchanted, almost forgotten place with park benches and an overgrown green area on Niederlagstraße at the corner of Werdersche Rosenstraße. The Museumsinsel and the new Stadtschloss are in the immediate vicinity.

Susanne Stelzenbach, born in Reudnitz (Thuringia), lives as a freelance composer in Berlin. Her catalog of works includes almost all genres, including electronic music, musical theater, orchestral works and texts. In addition to her compositional work, S. Stelzenbach is the artistic director of the annual festival for new music and interdisciplinary art events “pyramidale” in Berlin Marzahn-Hellersdorf. Two portrait CDs were released by Kreuzberg Records: 2012 “KUNST“and 2017 “treiben”. Many of her works are published by Verlag Neue Musik Berlin."

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Heidrun Schramm: »Remix for Frogs« [Soundspot]

"[DE] Zur Entstehung des Werks erzählt die Komponistin Heidrun Schramm: »Mehrmals wöchentlich besuche ich den kleinen Rixdorfer Teich in der Hasenheide in Neukölln. Hier sind jedes Jahr ab Mai bis Juni Froschkonzerte zur Paarungszeit zu hören, ich habe sie 2010 aufgenommen – das Stück »Froschmix« ist daraus entstanden.«

Den Teich gibt es immer noch, der Steg musste saniert werden. Nachdem er lange Zeit gesperrt war, ist er seit September 2019 wieder begehbar und führt ein kleines Stück um den Teich herum. Dieser Steg lädt zum Verweilen und zum Zuhören der Umgebung ein – in diesem Sommer ist mir jedoch aufgefallen, dass die Froschkonzerte weniger intensiv und viel leiser geworden sind. Je leiser die Konzerte, desto weniger Frösche leben im Teich? Haben wir das Konzert verpasst? Der »Froschmix« ist die Basis des neuen, für diesen Ort komponierten Stücks. Die Frösche von damals können sich mit der aktuellen Hörlandschaft verbinden, sollten im Sommer Frösche zu hören sein, werden sie von den damaligen unterstützt.

Heidrun Schramm ist Geräuschesammlerin, Klangkünstlerin und Komponistin. In ihrer Arbeit verbindet sie Klangkunst, Musik und Videokunst. Mischformen aus Performance, akusmatischer Aufführung und Installation entstehen, präsentiert auf Festivals, in Konzertreihen und Galerien, u.a. beim Heroines of Sound Festival Berlin und Blurred Edges Festival Hamburg. Sie studierte Sound Studies an der Universität der Künste Berlin. 2020 erhielt sie das Neue Musik/Klangkunst Stipendium des Berliner Senats.


[EN] Several times a week I visit the small Rixdorfer pond in the Hasenheide park in Neukölln. Every year from May to June, frog concerts can be heard here during the mating season. I recorded them in 2010 - the piece ""Froschmix"" was created from this.

The pond still exists, the footbridge had to be renovated. After being closed for a long time, it has been accessible again since September 2019 and leads a short distance around the pond. This footbridge invites you to linger and listen to the surroundings - this summer, however, I noticed that the frog concerts have become less intense and much quieter. The quieter the concerts, the fewer frogs live in the pond? Did I miss the concert? The ""Froschmix"" is the basis of the new piece composed for this venue. The frogs of 2010 can connect with the current soundscape; should frogs be heard in the summer, they will be supported by the former ones.

Heidrun Schramm is a noise collector, sound artist and composer. In her work she combines sound art, music and video art. Her work includes intermedia composition and audiovisual installation. Her electroacoustic concepts employ source material from acoustic instruments, objects, field recordings. The staged results are hybrid forms between acousmatic concerts, performance art, installation. She holds an MA from the University of Arts, Berlin; where she studied in the Sound Studies Program. In 2020 she has been awarded with a scholarship for contemporary music/sound art from the Berlin Senate."

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Andrea Parkins: »Two Rooms from the Memory Palace« [Soundspot]

[DE] »Two Rooms from the Memory Palace« von Andrea Parkins ist ein generatives elektroakustisches Werk, in dem sich die Komponistin mit poetischen Wechselbeziehungen zwischen Ort und Zeit, gestischer Spur und akustischem Raum beschäftigt. »Two Rooms« wurde als Langzeit-Festmedienarbeit entwickelt, die durch zwei benachbarte, akustisch nicht voneinander getrennte Räume diffundiert und so wechselnde und manchmal verblüffende klangliche Gegenüberstellungen ermöglicht. Das Stück wurde ursprünglich 2015 beim New York Electronic Art Festival uraufgeführt und für das Akousma Festival in Montreal als Performance/Installation für 40 Lautsprecher in einem einzigen Hörraum neu konzipiert.

Für den Sound Walk Berlin hat die Komponistin einen »Raum« im Freien gewählt: das Amphitheater am Flussufer mit Blick auf einen sich erweiternden Abschnitt der Spree, wo die Weite und das Fließen des Flusses mit der Immersivität der Komposition und ihrer langsamen Klangbahn interagieren.

Parkins möchte Bryan Eubanks und Petersburg Art Space dafür danken, dass sie sie auf diesen Ort aufmerksam gemacht hat, den PAS als Hörbereich für seine Dockside-Konzerte im Freien nutzt.

Andrea Parkins ist eine Klangkünstlerin, Komponistin und elektroakustische Improvisatorin, die sich mit interaktiver Elektronik sowohl als Material als auch als Prozess beschäftigt. Sie ist bekannt für ihre einzigartige gestische/textuelle Herangehensweise an ihr elektronisch bearbeitetes Akkordeon und die Erforschung von Verkörperung und Zufall mit einer Reihe von Klangmaterialien: Sie verwendet elektronisches Feedback, verstärkte Objekte, speziell entwickelte Software und akustische Instrumente. Parkins' Projekte umfassen Performances und Kompositionen, mediengebundene Audioarbeiten sowie Sound für zeitgenössischen Tanz, Film und intermediale Performances.


[EN] "Two Rooms from the Memory Palace" is a generative electroacoustic work reflecting composer Andrea Parkins’ exploration of poetic interrelationships between site and time, and gestural trace and acoustical space.

“Two Rooms” was developed as a long-duration fixed-media work for diffusion through two adjacent rooms that are not acoustically isolated from each other, enabling shifting and sometimes startling sonic juxtapositions to take place. “Two Rooms” premiered at the 2015 New York Electronic Art Festival and was re-imagined for Akousma Festival in Montreal as a performance/installation for 40 loudspeakers within a single listening space.

For Sound Walk Berlin, the work is situated within an outdoor "room:" a riverside amphitheater facing a widening section of the Spree, where the river’s expanse and flow engage with the composition's immersiveness and its slow-moving sonic trajectory.

Parkins wishes to thank Bryan Eubanks and Petersburg Art Space for making her aware of this site, which PAS utilizes as a listening area for its outdoor dockside concerts.

Andrea Parkins is a sound artist, composer, and electroacoustic improviser who engages with interactive electronics as both material and process. She is known for her uniquely gestural/textural approach on her electronically processed accordion, and investigation of embodiment and chance with an array of sonic materials: employing electronic feedback, amplified objects, custom-built software and acoustic instruments. Parkins' projects encompass performances and compositions, fixed-media audio works; and sound for contemporary dance, film and intermedia performance.

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Emeka Ogboh: »Danfo Mellow« [Soundspot]

"[DE] Angrenzend an eine der belebtesten Straßen Kreuzbergs wird die Geräuschkulisse des Hohenstaufenplatzes – in Anspielung auf die dort früher weidenden Ziegen liebevoll »Zickenplatz « genannt – mit der Akustik eines noch belebteren Platzes konfrontiert: Das Hupen der gelben Taxis von Lagos, der Danfos, ist eines der Leitmotive in Emeka Ogbohs »Danfo Mellow« aus seinem kürzlich erschienenen Album »Beyond the Yellow Haze«. Über einem stetigen Groove, der von einer einfachen, verspielten Melodie begleitet wird, schaffen die Klänge von Lagos sowie die Stimmen der Bewohnerinnen eine Verbindung zwischen einer Metropole und einer anderen, die Hörerinnen erleben lässt, wie sich die Klänge von Lagos mit einem Moment des täglichen Lebens in einer der lebendigsten Ecken Berlins mischen.

Emeka Ogboh, 1977 in Enugu, Nigeria, geboren, ist Klang‐, Medien-, und Gastrokünstler mit field recordings, musikalischen Zitaten und Eigenkompositionen verwandelt er konkrete urbane Topografien und in ihnen eingebettete private wie kollektive erinnerungsräume zu eindrucksvollen, bisweilen »schmackhaften« Installationen, die Themen wie Migration und Identität in der globalisierten Welt adressieren. Ogboh war u.a. auf der documenta 14 (2017) vertreten. nach einem Stipendium des Berliner Künstlerprogramms des daad 2014 lebt er in Lagos und Berlin.


[EN] Adjacent to one of Kreuzberg's busiest streets, the soundscape of the Hohenstaufenplatz – endearingly called »Zickenplatz« in reference to the goats pasturing there in previous times – is juxtaposed with the acoustics of an even busier space: The honking of Lagos's yellow cabs, the danfos, are one of the leitmotifs in Emeka Ogboh's »Danfo Mellow« from his recently released album »Beyond the Yellow Haze.« Over a steady groove adorned by a simple, playful melody, the sounds of Lagos as well as the voices of its residents create a connection between one metropolis and another, letting the listeners experience the how the sounds of Lagos blend with the sight of daily life in one of Berlin's most lively corners.

Emeka Ogboh, born in 1977 in Enugu, Nigeria, is a sound, media and gastro artist. using field recordings, musical quotations, and his own compositions, he transforms concrete urban topographies and private as well as collective memory spaces embedded in them into impressive, sometimes ""palatable"" installations that address themes such as migration and identity in the globalized world. Ogboh was represented at documenta 14 (2017), among others. after receiving a fellowship from the daad's berlin artists' program in 2014, he lives in Lagos and Berlin."

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Joseph Kamaru (KMRU): »while we wait« (U-Bahnhof Nauener Platz) [Soundspot]

"[DE] Im Alltag wird das Warten oft als langweilig oder als verschwendete Zeit angesehen. In einem anderen Sinne könnte das Warten die produktivste Zeit sein, um zu reflektieren und die Beziehung zur Zeit zu verstehen. »while we wait« von KMRU stellt eine Beziehung zum Konzept des Wartens her; ein Bewusstsein für das Jetzt. Ein sich ständig weiterentwickelnder Droneklang durchzieht das gesamte Stück – er wartet. Feldaufnahmen von verschiedenen Ereignissen sind in das Stück eingeflossen, als Fragmente des bewussten Zuhörens in dieser Zeit des Wartens.

Joseph Kamaru (KMRU) ist ein Feld- und Klangkünstler sowie Produzent mit Sitz in Nairobi, der für seine eindrucksvolle elektronische Musik bekannt ist. Seine Werke enthalten eine Dosis Experimentierfreudigkeit, die von urigen einheimischen Klängen bis hin zu Feldaufnahmen reicht. Gegenwärtig entwickelt er künstlerisch basierte Projekte über Radiokunst und künstliche Intelligenz.


[EN] A quotidian nature, waiting is often seen as boring or wasted time. In other senses, waiting could be the most productive times of reflecting and understanding relationship with time. »while we wait« by KMRU posits a relationship with the concept of waiting; an awareness to the now. An ever-evolving drone tone cuts across throughout the piece, it waits. Field recordings of different happenings have been ebbed through the piece as fragments of conscious listening in these times of waiting.

Joseph Kamaru (KMRU) is a field and sound artist, producer based in Nairobi, notable for his evocative electronic music. His works inject a dose of experimentation, using everything from gritty indigenous sounds to field recordings. Currently he is developing artistic based projects on radio art and artificial intelligence."

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Joseph Kamaru (KMRU): »falling dreams« [Soundspot]

"[DE] Das Stück »falling dreams« von KMRU ist eine Langformkomposition, die unterschwellige Zustände von Klängen erforscht und Träume hörbar wieder ins Bewusstsein hinaufbeschwört. Mit nur einem Instrument hebt und senkt sich das Stück in einer nicht enden wollenden Abwärtsbewegung ... a falling dream.

Hier stehen Sie nun von dem einstigen Oberstufenzentrum im ehemaligen West-Berlin in unmittelbarer Nähe zur Mauer, das damals einer Idee eines reformierten Schulwesens entsprechen sollte: Bildung für alle und mehr Chancengleichheit.

Der strukturalistische, modular aufgebaute Stahlskelettbau ist unverkennbar ein Kind seiner Zeit: die abgerundeten Fassadenpanele in Orange, die Rohre und Rahmen in Grün, die freistehenden Treppenhäuser, die geriffelten Betonwände, das Holzpflaster; ein nicht von allen geliebter, aber doch beredter Zeuge der Schularchitektur der siebziger Jahre. Es war das erste Oberstufenzentrum Berlins, und es ist eines der letzten, das noch steht; die anderen wurden wegen Asbestverseuchung abgerissen.

Dass dieses Areal noch nicht von privaten Investoren übernommen wurde, könnte man als eine späte Konsequenz der Kahlschlagsanierung in Berlin (West) bezeichnen: Ab 1961 wurden im Brunnenviertel, das dreiseitig von der Berliner Mauer umschlossen war, von knapp 15.000 Altbauwohnungen 9.000 beseitigt und das Gebiet durch spätmodernen Wohnungsbau und den Umbau der Swinemünder Straße zur Fußgängerzone in eine vorstädtische Siedlung verwandelt. Für die Gentrifizierung, wie sie in den angrenzenden Vierteln nach 1989 stattfand, war dieser Bestand bislang nicht attraktiv genug. Kulturelle und soziale Einrichtungen fehlen bis heute.


[EN] The composition ""falling dreams"" by KMRU is a listening invocation of dreams, a long-form composition exploring subliminal states of sounds. Using only one instrument, the piece ebbs and flows in an unending fall.. a falling dream.

Here you are now in front of the abandoned senior high school center in former West-Berlin in direct vicinity of the Berlin Wall that was once supposed to correspond to an idea of a reformed school system: Education for all and more equal opportunities.

The structuralist, modular steel skeleton building is unmistakably a child of its time: the rounded facade panels in orange, the pipes and frames in green, the free-standing staircases, the fluted concrete walls, the wooden paving; an eloquent witness to the school architecture of the seventies, though not loved by everyone. It was the first senior high school center in Berlin, and it is one of the last ones still standing; the others were demolished because of asbestos contamination. The fact that this area has not yet been taken over by private investors could be described as a late consequence of the clear-cut redevelopment in (West-)Berlin: Starting in 1961, 9,000 of nearly 15,000 old apartments in the ""Brunnenviertel,"" which was enclosed on three sides by the Berlin Wall, were demolished and the area was transformed into a suburban settlement through late-modern housing construction and the conversion of Swinemünder Strasse into a pedestrian zone. This stock has not been attractive enough for the gentrification that took place in the adjacent neighborhoods after 1989. Cultural and social facilities are still lacking today.

Joseph Kamaru (KMRU) is a field and sound artist, producer based in Nairobi, notable for his evocative electronic music. His works inject a dose of experimentation, using everything from gritty indigenous sounds to field recordings. Currently he is developing artistic based projects on radio art and artificial intelligence."

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Slide Pluck Bow – Live at Experimentik (2018) | Excerpt [Soundspot]

[DE] Die monatliche Konzertreihe »Experimentik« für neue und experimentelle Musik präsentiert das Berliner Trio »Slide Pluck Bow«. Für den Sound Walk Berlin wählte das Ensemble »eine ruhige Musik für einen ruhigen Ort«.

Derek Shirley (geb. in Ottawa, CAN) wurde in Kanada geboren und lebt seit 2001 in Berlin, wo er in der experimentellen »Echtzeitmusik«-Szene aktiv ist. In seiner Musik konzentriert sich Shirley auf niederfrequenten Minimalismus in improvisierten und komponierten Bereichen. Auftritte hatte er unter anderem mit den Gruppen Konzert Minimal, The Still, Obliq, monno, Bau des Kabinets, Rishin Singh's Songs Ensemble und Plants and Empire. Zu seinen zahlreichen Kollaborationen gehören zudem Projekte mit Musiker*innen wie Sven-Ake Johansson, Andrea Neumann, Chris Abrahams, Steve Heather, Cat Lamb, Antoine Beuger, Margaret Kammerer, Taku Sugimoto, Antoine Chessex, Rebecca Lane, Lucio Capece, Johnny Chang, Annie Gärlid, Eric Wong, Michael Thieke, Robin Hayward, Christina Ertl und Tony Buck.

Der Gitarrist und Computermusiker Eric Wong (*1981 in Minneapolis, MN) wuchs in Hongkong auf und studierte Psychologie an der Universität von Minnesota. Trotz einiger Musikstunden in jungen Jahren, bezeichnet er sich als Autodidakt. Sein Hauptinteresse gilt vor allem den Texturen sowie der Wahrnehmung von Kängen. Derzeit lebt Wong in Berlin. Unter anderem hatte er Auftritte in Deutschland, Österreich, Belgien, Hongkong, Macau, den USA, Taiwan, China, Polen, der Schweiz, der Tschechischen Republik und Norwegen.

Der in Berlin lebende Komponist und Performer Johnny Chang (1979) erforscht die Beziehungen zwischen Klang und Zuhören sowie die Zwischenbereiche von Improvisation, Komposition und Performance. Er ist Teil des Komponistinnenkollektivs »Wandelweiser« und arbeitet derzeit mit folgenden Künstler*innen zusammen: Peter Ablinger, Chris Newman, Michael Pisaro, Jürg Frey, Antoine Beuger, Catherine Lamb, Radu Malfatti, Mike Majkowski, Derek Shirley, Taku Sugimoto, Stefan Thut, Manfred Werder, Eric Wong.


[EN] The monthly concert series »Experimentik« for new and experimental music presents the Berlin Trio »Slide Pluck Bow«For Sound Walk Berlin the ensemble selected »a quiet music for a quiet place.«

Derek Shirley (born in Ottawa, CAN) is based in Berlin since 2001. He is active in the experimental »echtzeitmusik« music scene focusing on low frequency minimalism in both improvised and composed realms. He performs actively with such groups as Konzert Minimal, The Still, Obliq, monno, Bau des Kabinets, Rishin Singh’s Songs Ensemble and Plants and Empire.

His various collaborations with musicians include projects with: Sven-Ake Johansson, Andrea Neumann, Chris Abrahams, Steve Heather, Cat Lamb, Antoine Beuger, Margaret Kammerer, Taku Sugimoto, Antoine Chessex, Rebecca Lane, Lucio Capece, Johnny Chang, Annie Gärlid, Eric Wong, Michael Thieke, Robin Hayward, Christina Ertl and Tony Buck.

Eric Wong (born 1981 in Minneapolis, MN), grew up in Hong Kong andstudied Psychology at the University of Minnesota, a guitarist and computer musician. Although he has taken some lessons at younger age, he is pretty much an autodidact. His main focuses are sound textures and perception of sound.Wong is currently based in Berlin. He has performed in Germany, Austria, Belgium, Hong Kong, Macau, USA, Taiwan, China, Poland, Switzerland, Czech Republic, and Norway.

Berlin-based composer-performer Johnny Chang (born 1979) engages in extended explorations surrounding the relationships of sound/listening and the in-between areas of improvisation, composition and performance. He is part of the Wandelweiser composers collective and currently collaborates with: Peter Ablinger, Chris Newman, Michael Pisaro, Jürg Frey, Antoine Beuger, Catherine Lamb, Radu Malfatti, Mike Majkowski, Derek Shirley, Taku Sugimoto, Stefan Thut, Manfred Werder, Eric Wong."

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Lex Rütten & Jana Kerima Stolze: »Holes – or there is no map of retreats« [Soundspot]

"[DE] Alles ist unterbaut mit einem System aus unterirdischen Tunneln, Gruben und Schächten. Bunkeranlagen ziehen sich kilometerweit unter den Städten entlang, verbinden sich röhrenartig zu immer weiter ineinander laufenden Netzwerken und münden in einer Orgel der Resonanz.

Das Soundfile basiert auf der Faszination für diese unbelebten und vergessenen Orte und spielt mit der Idee von unterirdischem Leben in Zeiten einer nicht mehr belebbaren Oberfläche. Das Netzwerk als Zufluchtsort.

Lex Rütten and Jana Kerima Stolzer are an artist duo working together since more than 4 years. They create multimedia stage installations and performances which address the technological environment as a shaping and changing component of the world that affects not only human beings, but also flora and fauna. In the past the duo realized scenic installations and performances at the interface between exhibition space and theatre space.


[EN] Below the surface lies a system of underground tunnels, digs and shovels. Bunker facilities run for miles under the cities - connecting like tubes to ever more interconnected networks that flow into an organ of resonance. The soundfile is based on the fascination for these inanimate and forgotten places and plays with the idea of underground life while the surface is no longer viable. The network as retreat.

Lex Rütten and Jana Kerima Stolzer are an artist duo working together since more than 4 years. They create multimedia stage installations and performances which address the technological environment as a shaping and changing component of the world that affects not only human beings, but also flora and fauna. In the past the duo realized scenic installations and performances at the interface between exhibition space and theatre space."

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Mazen Kerbaj: »Ringtones for Trumpet Solo Album« [Soundspot]

[DE] Make the world a better sounding place and … … get Mazen Kerbaj's Ringtones and Notifications for Trumpet Solo!

Herzlichen Glückwunsch, denn an diesem Soundspot liegt ein Geschenk für Sie bereit: Damit auch der Alltag besser klingt, hat der libanesische Trompeter, Schriftsteller und Illustrator Mazen Kerbaj eine Klingelton-Komposition geschrieben.

Weiter unten finden Sie eine Anleitung, wie Sie die Klingeltöne für Anrufe und Kurznachrichten herunterladen können und Ihren ganz persönlichen Sound für den Alltag einrichten können.

Mazen Kerbaj: Ringtones for Trumpet Solo Album:

Alarm
Beep Beep Beep
Boat
Borborygmus
Darth Vader
Discreet
Evan Parker
Farty
Good Morning
Helicopter
Kisses
Rooster
Scooter
Squirrel
Telephone
The Plumber
Whispering
Windy

Mazen Kerbaj: Notifications for Trumpet Solo Album:

Fffp
Flat Tire
Horn
Knock Knock
Mouse
Psst
Reflux
Tabla
Trumpet

https://www.field-notes.berlin/de/festivals/34637/mdzm-archive/46167/ringtone/


[EN] Make the world a better sounding place and … … get Mazen Kerbaj's Ringtones and Notifications for Trumpet Solo!

Congratulations, because there is a gift for you at this soundspot: To shape the sonorities of everyday life, the Lebanese trumpeter, writer and illustrator Mazen Kerbaj composed for your mobile phone.

Please, find below the instructions on how to download the ringtones and notifications and set up your own personal sound for everyday life.

Mazen Kerbaj: Ringtones for Trumpet Solo Album:

Alarm
Beep Beep Beep
Boat
Borborygmus
Darth Vader
Discreet
Evan Parker
Farty
Good Morning
Helicopter
Kisses
Rooster
Scooter
Squirrel
Telephone
The Plumber
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Mazen Kerbaj: Notifications for Trumpet Solo Album:

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Horn
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Reflux
Tabla
Trumpet

https://www.field-notes.berlin/en/festivals/34637/mdzm-archive/46167/ringtone/

Mazen Kerbaj: »Ringtones for Trumpet Solo Album« [Soundspot]

[DE] Make the world a better sounding place and … … get Mazen Kerbaj's Ringtones and Notifications for Trumpet Solo!

Herzlichen Glückwunsch, denn an diesem Soundspot liegt ein Geschenk für Sie bereit: Damit auch der Alltag besser klingt, hat der libanesische Trompeter, Schriftsteller und Illustrator Mazen Kerbaj eine Klingelton-Komposition geschrieben.

Weiter unten finden Sie eine Anleitung, wie Sie die Klingeltöne für Anrufe und Kurznachrichten herunterladen können und Ihren ganz persönlichen Sound für den Alltag einrichten können.

Mazen Kerbaj: Ringtones for Trumpet Solo Album:

Alarm
Beep Beep Beep
Boat
Borborygmus
Darth Vader
Discreet
Evan Parker
Farty
Good Morning
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Kisses
Rooster
Scooter
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The Plumber
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[EN] Make the world a better sounding place and … … get Mazen Kerbaj's Ringtones and Notifications for Trumpet Solo!

Congratulations, because there is a gift for you at this soundspot: To shape the sonorities of everyday life, the Lebanese trumpeter, writer and illustrator Mazen Kerbaj composed for your mobile phone.

Please, find below the instructions on how to download the ringtones and notifications and set up your own personal sound for everyday life.

Mazen Kerbaj: Ringtones for Trumpet Solo Album:

Alarm
Beep Beep Beep
Boat
Borborygmus
Darth Vader
Discreet
Evan Parker
Farty
Good Morning
Helicopter
Kisses
Rooster
Scooter
Squirrel
Telephone
The Plumber
Whispering
Windy

Mazen Kerbaj: Notifications for Trumpet Solo Album:

Fffp
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Ulrike Ruf: »Konspirative Arbeit« (2017, 2021) Soundscape und Verhör (O-Tondokumente aus dem Stasiunterlagenarchiv) [Soundspot]

"[DE] Nichts war in der DDR so geheim und so folgenschwer wie die Arbeitsweise der Stasi. Nahezu jede Situation des öffentlichen und oftmals auch des privaten Lebens wurde von Stasibeamten überwacht. Auf der Suche nach staatsfeindlichen Tätigkeiten der Bürger trugen unzählige Mitarbeiter und Informanten Daten zusammen, die heute einen Einblick in das perfide und ausgeklügelte Überwachungssystem geben. Die Soundscape „Konspirative Arbeit« verwendet O-Tondokumente einer Wohnungsdurchsuchung, von Festnahmen während einer Demonstration auf dem Alexanderplatz `89, von Raum- und Telefonüberwachungen, einem Plausch unter konspirativen Kollegen, einem »Soundcheck« mit Wanze. Sie bietet einen authentischen, oft unfreiwillig komischen Einblick in die alltägliche Tätigkeit der Staatssicherheit der DDR. Im anschließenden Verhör, bei dem die Antworten des Opfers herausgeschnitten wurden, wird die brachiale Härte des Staates gegenüber Andersdenkenden deutlich spürbar.

Ulrike Ruf geboren in Berlin, ist ausgebildete Cellistin (Hochschule für Musik „Hanns Eisler“) und arbeitet als Musikerin, Stückeschreiberin und Regisseurin im Grenzbereich zwischen Musik, Performance und Theater. Sie spielte u.a. im Konzerhausorchester Berlin, trat an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz mit dem Choreographischen Theater von Johann Kresnik auf, widmet sich der zeitgenössichen Musik und der Improvisation. Sie arbeitete mit dem Vocalconsort Berlin, LaborGras und Mitgliedern von Sasha Waltz & Guests, am HAU, im Rahmen der Klangwerkstatt und der Maerzmusik. Die Erfahrungen, die sie aus ihren verschiedenen biographischen Stationen mitbringt, führen sie zu unkonventionellen interdisziplinären Musiktheaterformaten, in denen sie Klang, Sprache und Video mit präziser minimalistischer Choreographie verwebt.


[EN] Nothing in the GDR was as secret and as consequential as the work of the Stasi. Almost every situation in public and private life was monitored by Stasi officers. In the search for anti-state activities, countless Stasi employees and informants collected data on everyday citizens that nowadays provide an insight into the perfidious and sophisticated surveillance system. The soundscape ""Conspirative Work"" uses original sound documents from a planted bug during an apartment search, room and telephone surveillance, a chat among conspiratorial colleagues, and arrests during a demonstration on Alexanderplatz `89, starting with a sound check. It offers an authentic, often unintentionally funny insight into the everyday activities of the GDR's state security. In the subsequent interrogation, in which the victim's answers were edited out, the brute harshness of the S tate towards nonconformists becomes clearly perceptible. Weltzeituhr am Alexanderplatz Weltzeituhr am Alexanderplatz

Ulrike Ruf, is a cellist (HfM Hanns Eisler) and works as a musician, author and director in the fields of contemporary music, performance and theater. Together with composers, most recently with Iris ter Schiphorst and Rama Gottfried, she develops unconventional interdisciplinary music theater formats in which she mixes sound, language and video with precise minimalist choreography. She has played in the Konzerthausorchester Berlin, performed at the Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz with Johann Kresnik's Choreographic Theater, and is dedicated to free improvisation. She has worked with the Vocalconsort Berlin, the Solistenensemble Kaleidoskop, LaborGras and members of Sasha Waltz & Guests, at Radialsystem V, HAU, Maerzmusik and various European festivals. "

Quellen:

BStU, MfS BV Ddn Tb 518
BStU, MfS ZAIG Tb 343
BStU, MfS BV Ddn Tb 378
BStU, MfS BV Lpz Ka 8 a
BStU, MfS BV Ddn Tb 304
BStU, MfS BV Pdm Tb 193
BStU, MfS BV Pdm Tb 194
BStU, MfS BV Lpz Ka 8 b
BStU, MfS AG BKK Tb 40
BStU, MfS AG BKK Tb 40
BStU, MfS AG BKK Tb 40
BStU, MfS HA I Ka 4 b
BStU, MfS BV Ddn Tb 378
BStU, MfS BV Lpz Tb 692
BStU, MfS HA VIII/Vi/5

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Lex Rütten & Jana Kerima Stolze: »Holes – or there is no map of retreats« [Soundspot]

[DE] Alles ist unterbaut mit einem System aus unterirdischen Tunneln, Gruben und Schächten. Bunkeranlagen ziehen sich kilometerweit unter den Städten entlang, verbinden sich röhrenartig zu immer weiter ineinander laufenden Netzwerken und münden in einer Orgel der Resonanz.

Das Soundfile basiert auf der Faszination für diese unbelebten und vergessenen Orte und spielt mit der Idee von unterirdischem Leben in Zeiten einer nicht mehr belebbaren Oberfläche. Das Netzwerk als Zufluchtsort.

Lex Rütten and Jana Kerima Stolzer are an artist duo working together since more than 4 years. They create multimedia stage installations and performances which address the technological environment as a shaping and changing component of the world that affects not only human beings, but also flora and fauna. In the past the duo realized scenic installations and performances at the interface between exhibition space and theatre space.


[EN] Below the surface lies a system of underground tunnels, digs and shovels. Bunker facilities run for miles under the cities - connecting like tubes to ever more interconnected networks that flow into an organ of resonance. The soundfile is based on the fascination for these inanimate and forgotten places and plays with the idea of underground life while the surface is no longer viable. The network as retreat.

Lex Rütten and Jana Kerima Stolzer are an artist duo working together since more than 4 years. They create multimedia stage installations and performances which address the technological environment as a shaping and changing component of the world that affects not only human beings, but also flora and fauna. In the past the duo realized scenic installations and performances at the interface between exhibition space and theatre space.

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Christina Ertl-Shirley: »Vertical Railway – Elevator Etiquette« [Soundspot]

"[DE] Treten Sie ein und begeben Sie sich auf die Suche nach dem Fahrstuhl. »Vertical Railway« ist ein Projekt über den Fahrstuhl als klingender narrativer Raum von Christina Ertl-Shirley.

Christina Ertl-Shirley kreiert audio*visuelle Erzählungen in Form von Klanginstallationen, Hörspielen, Zeichnungen, Radiofeatures, Kompositionen und Soundskulpturen. Sie sieht ihre Arbeiten als transmediale Forschungen, bei denen sie in Mikrokosmen eintaucht. Ausgangspunkt ihrer Recherche ist das Bereisen dieser Nischen durch wissenschaftliches, historisches, subjektives Material und Langzeitbeobachtung. Sie schöpft aus den suggestiven Möglichkeiten dieser Elemente und kommentiert sie durch eigene akustische, visuelle und haptische Untersuchungen und realisiert daraus künstlerische Narrationen.


[EN] ""Vertical Railway"" is a project about the elevator as a sounding narrative space by Christina Ertl-Shirley.

Christina Ertl-Shirley creates audio*visual narratives in the form of sound installations, radio plays, drawings, radio features, compositions and sound sculptures. She sees her works as transmedia explorations in which she immerses herself in microcosms. The starting point of her research is travelling these niches through scientific, historical and subjective material. She draws on the suggestive possibilities of these elements and comments on them through her own acoustic, visual and haptic investigations, realising artistic narratives from them."

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Christina Ertl-Shirley: »Vertical Railway - Pressing Buttons« [Soundspot]

"[DE] Treten Sie ein und begeben Sie sich auf die Suche nach dem Fahrstuhl. »Vertical Railway« ist ein Projekt über den Fahrstuhl als klingender narrativer Raum von Christina Ertl-Shirley.

Christina Ertl-Shirley kreiert audio*visuelle Erzählungen in Form von Klanginstallationen, Hörspielen, Zeichnungen, Radiofeatures, Kompositionen und Soundskulpturen. Sie sieht ihre Arbeiten als transmediale Forschungen, bei denen sie in Mikrokosmen eintaucht. Ausgangspunkt ihrer Recherche ist das Bereisen dieser Nischen durch wissenschaftliches, historisches, subjektives Material und Langzeitbeobachtung. Sie schöpft aus den suggestiven Möglichkeiten dieser Elemente und kommentiert sie durch eigene akustische, visuelle und haptische Untersuchungen und realisiert daraus künstlerische Narrationen.


[EN] ""Vertical Railway"" is a project about the elevator as a sounding narrative space by Christina Ertl-Shirley.

Christina Ertl-Shirley creates audio*visual narratives in the form of sound installations, radio plays, drawings, radio features, compositions and sound sculptures. She sees her works as transmedia explorations in which she immerses herself in microcosms. The starting point of her research is travelling these niches through scientific, historical and subjective material. She draws on the suggestive possibilities of these elements and comments on them through her own acoustic, visual and haptic investigations, realising artistic narratives from them."

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Christina Ertl-Shirley: »Vertical Railway - Kapsel« [Soundspot]

"[DE] Treten Sie ein und begeben Sie sich auf die Suche nach dem Fahrstuhl. »Vertical Railway« ist ein Projekt über den Fahrstuhl als klingender narrativer Raum von Christina Ertl-Shirley.

Christina Ertl-Shirley kreiert audio*visuelle Erzählungen in Form von Klanginstallationen, Hörspielen, Zeichnungen, Radiofeatures, Kompositionen und Soundskulpturen. Sie sieht ihre Arbeiten als transmediale Forschungen, bei denen sie in Mikrokosmen eintaucht. Ausgangspunkt ihrer Recherche ist das Bereisen dieser Nischen durch wissenschaftliches, historisches, subjektives Material und Langzeitbeobachtung. Sie schöpft aus den suggestiven Möglichkeiten dieser Elemente und kommentiert sie durch eigene akustische, visuelle und haptische Untersuchungen und realisiert daraus künstlerische Narrationen.


[EN] ""Vertical Railway"" is a project about the elevator as a sounding narrative space by Christina Ertl-Shirley.

Christina Ertl-Shirley creates audio*visual narratives in the form of sound installations, radio plays, drawings, radio features, compositions and sound sculptures. She sees her works as transmedia explorations in which she immerses herself in microcosms. The starting point of her research is travelling these niches through scientific, historical and subjective material. She draws on the suggestive possibilities of these elements and comments on them through her own acoustic, visual and haptic investigations, realising artistic narratives from them."

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Stefan Römer: »Decon Sound« mit dem Haus der Statistik [Soundspot]

"[DE] Unser Leben und die globale Politik werden in der Corona-Pandemie mehr als jemals zuvor von Statistiken geprägt. Diese Statistiken bilden ab und kontrollieren, was sonst weder sichtbar noch vergleichbar wäre – sie formalisieren das Leben und wollen es so schützen. Die daraus folgenden Hygieneauflagen verbieten uns körperliche Berührung. All dies hallt in den Echo-Kammern der Medien schier endlos nach. Wie können wir also eine Infizierung mit dem Virus verhindern, aber eine Berührung durch Kunst erreichen? Berühren kann man mit Kunst auch ohne Kontakt. Doch wie können wir unseren Austausch rückkoppeln? Das Haus der Statistik stand früher für die Verwaltung von Statistiken. Dieser historisch konkrete Raum wird in diesem Drone-Konzert als gemeinsamer Ort der (Nicht-)Berührung dekonzeptualisiert: touch doesn't mean necessarily contact. Stefan Römer hat sein Stück »Deconstructivist Sound«, das nach ganz bestimmten dekonstruktivistischen Prinzipien funktioniert, für diesen Raum auf vier elektronisch verstärkte Gitarren erweitert.

Stefan Römers Arbeiten sind für einen dekonstruktiven Umgang mit Bild, Sound und Text bekannt. Sie verbinden verschiedene Arbeitsmethoden zeitbasierter und performativer Praktiken. Seinen transmedialen Ansatz mit postpanoptischen, feministischen und postkolonialen Praktiken nennt Römer »de-konzeptuell«. Ausstellungen und Performances seit 1985: Gründung des kunstaktivistischen Kollektivs »FrischmacherInnen« (1993–2000); Dissertation zum Thema »Künstlerische Strategien des Fake – Kritik von Original und Fälschung« (2001); Fotobücher: »Corporate Psycho Ambient« (2001), »Begegnungen mit Deutschen« (2003), »Temporäre Architekturen« (2005); Filmessay: »Conceptual Paradise« (2006); Professur Neue Medien (AdBK München 2002–2009); Künstlertheorie: »Inter-esse« (2014); Buch und Tonträger: »Stan Back« (2011–2015); Film-Performance: »ReCoder« (2018–2020); mit Marc Matter: »Deconceptual Voicings« (LP 12“, 2019).


[EN] During the Corona pandemic, our lives and global politics have been shaped by statistics more than ever before. Statistics illustrate and control what would otherwise be neither visible nor comparable. They enumerate life and thus seek to protect it. The hygienic constraints that follow from them prohibit physical contact. All of this reverberates endlessly in the echo chambers of the media.

How can we prevent infection by the virus, yet make contact through art? We can touch people with art even without physical contact. But how can we obtain feedback from our exchanges?

The House of Statistics used to stand for the administration of statistics. This historically concrete space is deconceptualized in this drone concert as a common place of (non-)touch: touch doesn't necessarily mean contact. For this space, Stefan Römer has extended his piece """"Deconstructivist Sound"""", which functions according to specific deconstructivist principles, to four electronically amplified guitars.

Stefan Römer works with image, sound and text in a deconceptual manner, which means a critical deconstructive reading of contemporary culture and politics under the digital regime. The album “Deconstructivist Sound“ on Corvo Records is published in the context of Römer’s project “DeConceptualize!“ of the Berlin Artistic Research Grant Programme/ gkfd, which involves also the discussion series “De/ep Conceptual Listening &Viewing Sessions“. Recent performances in sound and art: Deconceptual Voicings-tour together with Marc Matter 2019, CTM Berlin and Uncertain Sounds-Festival at Gallery Weißer Elephant, Berlin 2018; “die erweiterung des alphabets (the extension of the alphabet)“ 8“ vinyl, 1988; band project: Stan Back & The Noise Glam, since 2008; »Conceptual Paradise« essay film 2006; ADKV award for art criticism 2000; theoretical and artists books; founder of the art activist group »FrischmacherInnen« Cologne 1993."

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Ute Wassermann: »Hábitat Imaginario« für Stimme, Vogelpfeifen und Field Recordings von Affen, Fröschen, Insekten, Vögeln, Bisons [Soundspot]

"[DE] In der Komposition »Hábitat Imaginario« interagiert Ute Wassermanns chamäleonhafte Stimme virtuos mit den Stimmen von Affen, Insekten, Vögeln, Bisons und Fröschen sowie mit verschiedenen Pfeifsprachen der Provinzen Mexikos. Während einer zweiwöchigen Residenz an der Fonoteca Nacional de México beschäftigte sie sich mit Archivaufnahmen von nicht-menschlichen Stimmen. Sie editierte Samples, loopte und überlagerte diese, um ein imaginäres akustisches Habitat – »Hábitat Imaginario« – zu erschaffen. Diese ortspezifische 8-Kanal-Komposition und Live Intervention für den Garten der Fonoteca Nacional (jardín sonoro) ist hier als Stereo-Version zu hören. In Mexico City überlagerten sich die Klänge von »Habitat Imaginario« mit den Live-Klängen der umgebenden Stadt. Hier am großen Teich des Volksparks Friedrichshain Berlin kommentieren die Enten und Schwäne das Werk.

Ute Wassermann »Hábitat Imaginario« für Stimme, Vogelpfeifen und Field Recordings von Affen, Fröschen, Insekten, Vögeln, Bisons (2016) Auftrag der Fonotéca Naciona de México und Poetica Sonora

Ute Wassermann ist als Vokalkünstlerin, Composer-Performer und Improvisatorin international bekannt. Ihre Soloarbeit bewegt sich im Bereich von Komposition, Improvisation und Performance Art. Ihr Gesang eröffnet Klangräume, in denen ihre Stimme radikal den üblichen Vokalklang Frage stellt und sich mit den anders-als-menschlichen Stimmen verbindet. Zusätzlich erweitert sie ihre Stimme mit Vogelpfeifen, Field Recordings, Resonanz- und Lautsprecherobjekten. Als Improvisatorin tritt sie mit Musikern der internationalen Szene in festen Gruppen, sowie in Adhoc - Konstellationen auf.Sie ist regelmässig ist auf Festivals und Konzertreihen in Europa, Australien, Asien, Mexiko, Brasilien, USA vertreten. In den letzten Jahren hat sie verschiedene Kompositionsaufträge erhalten, wie von Ryogoku Art Festival, Fonoteca Nacional/Poetica Sonora Mexico City, Transart Festival Bozen, Musik der Jahrhunderte, MaerzMusik, Distractfold Ensemble, Ensemble maulwerker.


[EN] In the composition “Habitat Imaginario” Ute Wassermann´s virtuoso chameleon-like voice is interacting with the voices of insects, monkeys, bison, birds, and frogs of several provinces of Mexico as well as with Mexican whistling languages. During a residency at Fonotéca Nacional de México Ute Wassermann has edited, looped, and superimposed samples of non-human voices from the archive. With this material, she has composed a site-specific 8-channel piece and performed a live intervention in the garden of Fonotéca Nacional. In Mexico, the sounds of the city merged with the imaginary soundscape. Here at the big pond of Volkspark Friedrichshain, it´s the ducks that comment on the piece.

Ute Wassermann ""Hábitat Imaginario"" for voice, bird whistles and field recordings of monkeys, frogs, insects, birds, bison 2016 commissioned by Poetica Sonora and Fonotéca Nacional de México

Ute Wassermann is an experimental singer, composer-performer and improviser. She performs regularly at festivals and venues throughout Europe, Australia, Mexico, Brazil, Asia and USA. At the core of her research is an ongoing and uncompromised exploration of her voice. Ute Wassermann´s otherworldly singing transcends the human voice. Her sound language consists of multidimensional sculptural sounds oscillating between electronic, animalistic, inorganic and human qualities. Furthermore, she extends and alienates the voice with bird whistles, lo-fi electronics, resonators, objects, field recordings and different types of microphones. Her performances engage with everyday objects or self-invented instruments for voice which can take shape as acoustic costumes. Over the years she has developed an ever-growing catalogue of multifaceted vocal expressions which has inspired improvisers and composers all over the world. She is a member of bands like Speak Easy (with Phil Minton, Thomas Lehn, Martin Blume), MUT (Thomas Rohrer, Michael Vorfeld), N.E.W. (with Sabine Ercklentz, Andrea Neumann), Radio Tweets (with Birgit Ulher), Tree 23 (with Joke Lanz) or PRAED Orchestra. She performs with musicians like John Russel, Raed Yassin, Sabine Vogel, Mazen Kerbaj, Michael Thieke, Andrea Parkins, Magda Mayas, Lotte Anker, Isabelle Duthoit, Jaap Blonk, Michael Zerang and many others."

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Elo Masing/Reanimation Orchestra: »bird music for trees II« Ausschnitt [Soundspot]

[DE] Hören Sie auf die Geräusche um Sie herum. Es können Naturgeräusche sein, wie Vogelgezwitscher, Insektensummen, Wasserspritzer, Windrauschen … Oder Menschen-Geräusche wie Sprechen, Lachen, Musikinstrumenten, ein fernes Radio, Motorgeräusche, ein Flugzeug, das über ihnen vorbeifliegt… Nehmen Sie sie alle wahr und behandeln sie gleich.

»Vogelmusik für Bäume II« war in 2020 für das Reanimation Orchestra komponiert, mit Unterstützung der initiative neue musik Berlin e.V. Die vorliegende Version wurde im Januar 2021 aufgenommen.

Das Reanimation Orchestra ist eine dynamische Gruppe von acht Musiker*innen, die der Wunsch vereint, die Grenzen zwischen den Rollen des Komponisten, des Interpreten und Improvisatoren zu verwischen. Seit 2017 hat das Ensemble untersucht, was diese Funktionen für jeden einzelnen persönlich bedeuten, und ist damit der Frage nachgegangen, wie man diese verschiedenen künstlerischen Rollen mit Offenheit und künstlerischer Integrität füllen kann.

Die Mitglieder des Ensembles sind Ame Zek (Gitarre, Elektronik), JD Zazie (Plattenspieler, CDj), Ingólfur Vilhjálmsson (Bass/Kontrabass-Klarinetten), Marie Takahashi (Bratsche), Jack Adler-McKean (Tuba), Caroline Cecilia Tallone (Drehorgel), Guilherme Rodrigues (Violoncello), Elo Masing (Violine).


[EN] Listen to the sounds around you. They may be nature sounds, such as birdsong, insects buzzing, water splashing, wind rustling … Or man-made, such as talking, laughing, musical instrument sounds, a distant radio, car engine noise, an aeroplane passing above… Take them all in and treat them as equal.

"bird music for trees II" was written for Reanimation Orchestra in 2020 with support from initiative neue musik Berlin, e.V. The present version was recorded in January 2021.

Reanimation Orchestra is an international open-structured multidisciplinary group of musicians united by their desire to blur the boundaries between the roles of composer, interpreter and improviser. They present their work through a diverse range of sonic resources, encompassing string, woodwind and brass instruments, as well as live and pre-recorded electronics.

The Orchestra was founded in 2017 by Ame Zek and is currently formed of eight Berlin-based musicians: Ame Zek (prepared guitar, electronics, prepared thunder sheet), JD Zazie (turntables, CDj), Ingólfur Vilhjálmsson (bass and contrabass clarinets), Marie Takahashi (viola), Jack Adler-McKean (tuba, other brass instruments), Caroline Cecilia Tallone (prepared hurdy gurdy), Guilherme Rodrigues (violoncello) and Elo Masing (violin).

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JD Zazie: »APM 33« für das Reanimation Orchestra (2019) [Soundspot]

[DE] »Für mich ist die Rummelsburger Bucht eine interessante Gegend, die dazu einlädt, in die Natur einzutauchen und gleichzeitig die wachsende Stadtlandschaft zu genießen.« so die Turntablistin und Klangkünstlerin JD Zazie. »Zwar ist der für die Hörstation gewählte Ort nicht mein Lieblingsort, aber ich finde ihn ideal, um eine Vielfalt der Klänge einzufangen. Die Klänge erzählen von der physischen Umgebung, den Nutzer*innen des Ortes, den dort bestehenden Infrastrukturen und den natürlichen Elementen und Lebewesen, die den Ort bewohnen.«

All diese Elemente, die die reichhaltige Klanglandschaft ausmachen, stehen an diesem Ort zur Verfügung, um in die Komposition »APM 33« von JD Zazie für das Reanimation Orchestra einzufließen.

JD Zazie ist experimentelle DJ, Avantagarde-Turntablistin sowie Klangkünstlerin. Von DJing und Radio herkommend, erkundet sie seit längerer Zeit verschiedene Zugänge und Verfahren, Audioaufnahmen in Echtzeit zu manipulieren und reinterpretiert dabei DJ- sowie elektroakustische Spielweisen. Solo sowie in kleineren oder größeren Ensembles bewegt sie sich zwischen Formen des DJ-Mixing, Freier Improvisation und komponierter Musik. Ihre jüngste Platte »Memory Loss« erschien 2020 auf Burp Enterprise.

Das Reanimation Orchestra ist eine dynamische Gruppe von acht Musiker:innen, die der Wunsch vereint, die Grenzen zwischen den Rollen des Komponisten, des Interpreten und Improvisatoren zu verwischen. Seit 2017 hat das Ensemble untersucht, was diese Funktionen für jeden einzelnen persönlich bedeuten, und ist damit der Frage nachgegangen, wie man diese verschiedenen künstlerischen Rollen mit Offenheit und künstlerischer Integrität füllen kann.

Die Mitglieder des Ensembles sind Ame Zek (Gitarre, Elektronik), JD Zazie (Plattenspieler, CDj), Ingólfur Vilhjálmsson (Bass/Kontrabass-Klarinetten), Marie Takahashi (Bratsche), Jack Adler-McKean (Tuba), Caroline Cecilia Tallone (Drehorgel), Guilherme Rodrigues (Violoncello), Elo Masing (Violine).


[EN] "For me, Rummelsburger Bucht is an interesting area that invites you to immerse yourself in nature while enjoying the growing urban landscape," said turntablist and sound artist JD Zazie. "While the location chosen for the listening station is not my favorite, I find it ideal for capturing a variety of the sounds. The sounds tell of its physical environment, the users of the place, its infrastructures, and the natural elements and creatures that inhabit the place."

All of these elements that make up the rich soundscape are available at this site to be incorporated into JD Zazie's composition "APM 33" for the Reanimation Orchestra.

JD ZAZIE is an experimental DJ, avant-turntablist and sound artist. Coming from a DJ and radiophonic background JD Zazie has explored over the years different approaches of real-time manipulation on fixed recorded sound sources.
 Her live and recorded output works to redefine DJ and electroacoustic activities. As a solo performer, in small groups or large ensembles she moves in an area which is constantly stretching the borders of what is supposed to be DJ mixing, free improvisation and composed music. She is a member of the Italian label Burp Enterprise and broadcasts monthly on Colaboradio and Reboot.fm. Her last record, »Memory Loss« was released in 2020 on Burp Enterprise.

Reanimation Orchestra is an international open-structured multidisciplinary group of musicians united by their desire to blur the boundaries between the roles of composer, interpreter and improviser.

They present their work through a diverse range of sonic resources, encompassing string, woodwind and brass instruments, as well as live and pre-recorded electronics.

The Orchestra was founded in 2017 by Ame Zek and is currently formed of eight Berlin-based musicians: Ame Zek (prepared guitar, electronics, prepared thunder sheet), JD Zazie (turntables, CDj), Ingólfur Vilhjálmsson (bass and contrabass clarinets), Marie Takahashi (viola), Jack Adler-McKean (tuba, other brass instruments), Caroline Cecilia Tallone (prepared hurdy gurdy), Guilherme Rodrigues (violoncello) and Elo Masing (violin).

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Thomas Gerwin »corrente…b« (1998/2006) [Soundspot]

"[DE] Dieses elektroakustische Stück ist ganz aus Wasserklängen komponiert; das Wasser befindet sich in einem ständigen Fließen. Die verschiedenen Wasserklänge aus Canada, Frankreich, Japan, Mexiko und Deutschland, wurden im Studio auf unterschiedlichste, sehr respektvolle Weise analog und digital bearbeitet und geformt. Sie kreieren, der Hauptidee der Komposition folgend, einen stetigen organischen Fluss und Transformationsprozess. Klänge sind Lebewesen, sie werden geboren, verbringen eine gewisse Zeitspanne an einem bestimmten Ort – und sterben dann. Liebend gern bilden sie soziale Organismen (z.B. Musik). Diese Komposition ist erschienen auf den CDs »Fluß durchs Ohr« (Akustisches Porträt des Neckar für die Landesgartenschau in Plochingen) tremedia Verlag Karlsruhe 1998, sowie auf »ICMC 2010« der offiziellen Kompilation der International Computer Music Association ICMA, New York 2010. Am besten klingt »corrente…b« unter der Brücke (oder an der Spree gehend oder sitzend) mit Lautsprechern des Handys angehört. Komponist und Klangkünstler, kam sehr früh zur elektroakustischen Musik, seit 1990 arbeitet er außerdem intensiv im Bereich »Soundscape Composition« und Radiokunst. Hauptsächlich in seinem Berliner Studio komponiert er Werke für Konzert und Performance und kreiert Klang- und Video-Installationen. Als Ausdrucksmittel seiner „situativen“ raumkünstlerischen Arbeiten bezieht er immer wieder neue Medien, Theater, Tanz, Film, Licht und Skulptur mit ein. Gerwin ist künstlerischer Leiter verschiedener Ensembles, des „Internationalen Klangkunstfests Berlin“ (2004-2018), sowie seit 2017 des »intersonanzen«-Festivals in Potsdam. Er wurde mit verschiedenen internationalen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, seine Werke werden weltweit aufgeführt, gesendet und ausgestellt.


[EN] This electro-acoustic piece is composed entirely of water sounds; the water is in a constant state of flow. The various water sounds from Canada, France, Japan, Mexico and Germany were processed and shaped in the studio in a variety of very respectful ways, both analogue and digital. Following the main idea of the composition, they create a constant organic flow and transformation process. Sounds are living beings, they are born, spend a certain period of time in a certain place - and then die. They love to form social organisms (e.g. music). This composition has been published on the CDs ""Fluß durchs Ohr"" (Acoustic Portrait of the Neckar River for the State Garden Show in Plochingen) tremedia Verlag Karlsruhe 1998, as well as on ""ICMC 2010"" the official compilation of the International Computer Music Association ICMA, New York 2010. The best way to hear ""corrente...b"" is to listen to it under the bridge (or while walking or sitting) on the Spree with your mobile phone's loudspeakers. Composer and sound artist, started very early to improvise, later classical education (guitar studies with Cosi Alberta, Kassel; M.A. studies in musicology with Georg von Dadelsen and Linguistics at University Tübingen; after that master class composition with Erhard Karkoschka at Musikhochschule Stuttgart. He came early to Musique concrète and New Music, from 1993 on he also worked intensively in the field of soundscape composition and radio art. Important personal influences came through John Cage, Karlheinz Stockhausen and R. Murray Schafer. Thomas Gerwin was 1998 member of the first Board of World Forum for Acoustic Ecology; also founder and artistic director of yearly “International Sound Art Festival Berlin” (2004-2018), of several ensembles as well as concert series “KlangWelten ad hoc“. Since 20217 he is president of Brandenburgischen Vereins Neue Musik BVNM e.V. and artistic director of yearly „intersonanzen“ festival in Potsdam. He received diverse national and international prizes and stipends, many of his (meanwhile 235) works have been performed, broadcasted or exhibited worldwide. His scores can be ordered at Ricordi and Verlag Neue Musik."

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Elsa M’Bala aka AMET: »Erinnerung Süsssauer« [Soundspot]

"[DE] »Erinnerung Süsssauer« ist ein neu entstandener Track, der von Elsa M'Bala während der Amplify Berlin Residency im Juni 2021 produziert wurde. Der Track ist exemplarisch für ihre einzigartige Arbeitsweise, bei der sie Klangsamples verwendet, Archive aktiviert und traditionelle und moderne Musikstile mischt. Elsas persönliche Geschichte hat die Entstehung dieser Klangkomposition beeinflusst: als Person mit Migrationshintergrund, die jetzt in Deutschland lebt, ist dieser Track Elsas Erkundung der Rückgewinnung des Deutschen als eine ihrer Sprachen und ihres Erbes.

Den Bundesplatz wählte Elsa M'Bala aufgrund ihrer persönlichen Verbindung zu diesem Ort. Er befindet sich in ihrer Nachbarschaft und untersucht die Vorstellungen von Heimat.

Die in Yaoundé geborene und derzeit in Berlin lebende Elsa M'Bala alias AMET ist eine Klangkünstlerin, die Live-Podcasts als eine Mischung aus DJing und Live-Radiosendungen macht, in denen Feldaufnahmen und Interviews live mit dem Publikum geteilt werden. Sie ist international aufgetreten, unter anderem in der Akademie der Künste Berlin (DE), im Casino Luxembourg-Forum d'art contemporain (LUX), auf der Dak'Art Biennale (SEN) und in der Gessnerallee Zürich (CH). Sie drehte den Trailer für die Berlin Biennale 10.

AMETs musikalische Reise und ihre Reflexionen über Race, kulturellen Hintergrund, Geschlecht und Spiritualität hinterfragen Vorurteile, wie die Musik einer Person aufgrund ihrer Herkunft klingen sollte. Ihre Praxis bricht mit westlicher klassischer Musik, indem sie grafische Partituren erstellt, die es ihr ermöglichen, Halbtöne einzubeziehen, wie es in nicht-westlicher Musik üblich ist. Durch den Einsatz von Technologie verstärkt sie ihre einzigartige Stimme und thematisiert Narrative der Inklusion und Sichtbarkeit. Ihre Arbeit ist auch von der Zusammenarbeit mit Musikerinnen, Tänzerinnen, Künstlerinnen, Performerinnen und Produzent*innen mit unterschiedlichen Hintergründen geprägt. Seit 2019 praktiziert Elsa M'Bala auch als Massagetherapeutin.


[EN] Erinnerung Süsssauer« is a newly made track that was created by Elsa M’Bala at the Amplify Berlin residency in June 2021. The track is exemplary for her unique working method, in which she uses sound samples, activates archives and mixes traditional and modern music styles. Elsa’s personal story has been informing the creation of this sound composition: as a person with an immigrant background, who is now based in Germany, this track is Elsa M’Bala’s exploration into reclaiming German as one of her languages and of her heritage.

Elsa M’Bala chose the Bundesplatz because of her personal connection with it. The is based in her neighborhood and examines notions of home.

Born in Yaoundé and currently based in Berlin, Elsa M’Bala aka AMET is a sound artist who makes live podcasts as a mixture between DJ’ing and live radio shows, in which field recordings and interviews are shared live with an audience. She performed internationally at Akademie der Künste Berlin (DE); Casino Luxembourg-Forum d'art contemporain (LUX); Dak’Art Biennale (SEN); Gessnerallee Zürich (CH), among others. She made the trailer for the Berlin Biennale 10. AMET’s musical journey, and her reflections on race, cultural background, gender and spirituality, challenge preconceptions of how someone’s music should sound based on where they’re from. Her practice breaks with western classical music by creating graphic scores that enable her to include semi tones as it is regular in non western music. By using technology, she amplifies her unique voice and addresses narratives of inclusion and visibility. Her work is also marked by collaborations with musicians, dancers, artists, performers and makers from different backgrounds. Since 2019, Elsa M’Bala also practices as a massage therapist."

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Edith Steyer: »Bubbles and Butterflies/Wasserfall im Viktoriapark« [Soundspot]

[DE] »Ich habe mein Stück konzipiert für die Ansicht des Wasserfalls von seinem Ursprung her, nämlich oben am Berg, an der imaginären Quelle.« so Edith Steyer. »Dabei sollen die Pausen beitragen, sich nicht nur in der Musik zu verlieren, sondern auch das Rauschen des Wasserfalls wahrzunehmen, zu integrieren und die Geräusche aus dem Umfeld zuzulassen, wie in einer beobachtenden Meditation: ein idyllischer Wasserfall mitten in der Stadt, mit Schmetterlingen, fallenden Blättern, Autolärm und schreienden Passanten.« Im Winter lädt Steyer dazu ein, den Wasserfall ohne Wasser zu erklimmen, hinauf- und hinabzusteigen. Die 1894 aus dem Boden gestampfte Gebirgslandschaft, durch die der 24 Meter hohe Wasserfall des Viktoriaparks ins Tal fließt, wirkt dank groben Felsgestein und typischer Mittelgebirgsflora (fast) täuschend echt. Sein Vorbild lässt sich im Riesengebirge zwischen Polen und Tschechien finden.

Edith Steyer ist Klarinettistin und Saxofonistin im Bereich der freien und experimentellen Improvisation, sowie Komponistin. Nach einem Jazzstudium und mehreren Jahren Arbeit als Jazzmusikerin, begann sie sich vermehrt von den spezifischen formalen, tonalen und harmonischen Vorgaben zu verabschieden. Heute widmet sie sich der Erforschung ihrer Instrumente durch erweiterte Spieltechniken, Präparationen und dem Einsatz von Feedback. In ihren Projekten verwebt sie die Klänge der Holzblasinstrumente prozesshaft mit anderen Instrumenten, arbeitet mal thematisch, mal konzeptuell und performativ. Immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Sounds und Strukturen ist ihr oberstes Ziel, der Musik, in der Kommunikation mit den anderen Musiker*innen, Bedeutung und Intensität zu verleihen. Sie erhielt mehrere Förderungen, darunter vom Berliner Senat (2021 für ein Klangkunstprojekt), dem Musikfond (2020/21 für eine Recherche zu dem Klarinettisten John Carter) , der GEDOK und einigen mehr.


[EN] "I conceived my piece for the view of the waterfall from its source, namely up on the mountain, at the imaginary spring," says Edith Steyer. "In doing so, the pauses are meant to contribute to not only losing oneself in the music, but also to perceive and integrate the sound of the waterfall as well as the sounds from the surroundings, just as in an observational meditation: an idyllic waterfall in the middle of the city, with butterflies, falling leaves, car noise and shouting passers-by. " In winter, Steyer invites visitors to climb, ascend and descend the waterfall without water. The mountainous landscape carved out of the ground in 1894, through which the 24-metre-high waterfall of the Viktoriapark flows into the valley, looks (almost) deceptively real thanks to rough rock and typical low mountain flora. Its model can be found in the Giant Mountains between Poland and the Czech Republic.

Edith Steyer is a free improvising clarinet and saxophone player with her roots in jazz and classical music of the 20th century. As a former student for social anthropology she is also interested in ethnic music. She is dedicated to the exploration of her instruments and works with different preparations and elements like drum skins, water and wind and lately also with electronic devices. Aside from working on a solo concept, her foremost interest is to create intelligently woven interactions and sound scapes with other artists. For that she is using timbre, noises and tonal or melodic fragments. She is currently also working on expanding the technical possibilities, that are inherent to the awkward fingerings of the „old fashioned“ german clarinet system. The challenge to the motor skills acts as a source for inspiration to develop ideas for tonal and instrumental deconstruction and compositional constructions. She is also working in different musical theatre groups and has great interest in using the space as an element in her work.

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Station 1: Théo Pożoga & Anna Wiget: »New Cloud - Episode 1: The Scalar Field Crumble« [Route]

Startpunkt: Parkplatz am Haus der Berliner Festspiele Endpunkt: U-Birkenstraße

Begeben Sie sich zum Parkplatz der Berliner Festspiele (siehe Wegbeschreibung unten). Dort, wo ein einsamer Baum durch Beton ragt, laden wir Sie ein, mit dem Abspielen des Hörspiels zu beginnen. Es empfiehlt sich, die ersten Minuten an diesem fixen Standort zu bleiben, um sich in Ruhe mit der Umgebung vertraut zu machen, denn das Pendeln in die virtuelle Welt kann überwältigend sein, wenn man nicht vorbereitet ist. Nach de Aklimatisierung begeben sie sich zur U-Bahnstation Spichernstraße, wo sie mit der U9 und dem Hörspiel im Ohr bis zur Birkenstrasse fahren.

An der Birkenstraße angekommen, sind an einer Hälfte des Bahnhofs einige mystisch anmutende, technische Malereien zu sehen, der Hörer ist eingeladen, in dieser Umgebung etwas zu verweilen, die verschiedenen Risse und Markierungen zu betrachten und sie mit dem Ende des Scalar field Crumble zu verweben. So markiert dieses Ende den Anfang von The New Cloud.

New Cloud ist ein Sci-Fi Hörspiel, das mit der diffusen Beziehung zwischen der direkten, gefühlten, umgebenden Welt und der ständigen Reise nach innen und einer Neukontextualisierung durch unsere Vorstellungskraft spielt. Wie ein Traum greift es visuelle Elemente aus unserer umgebenden physischen Welt auf, verarbeitet sie auf nicht-lineare Weise, um einen lebendigen abstrakten Eindruck davon zu zeichnen, was wir Realität nennen.

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Station 1: Georg Klein: »toposonie::engelbecken« (2020) [Route]

"Station 1: Oranienkreuz Nächste Station: Drachenbrunnen

Der Klangspaziergang führt im ehemaligen 'Luisenstädtischen Kanal' entlang, zwischen Oranienplatz in Kreuzberg über das Engelbecken in Mitte bis zum Baumhaus an der Mauer / Thomaskirche, durch 170 Jahre Geschichte.

Ausgangsmaterial sind Originalsendungen zu den Orten aus dem Radioarchiv, die, ineinander verwoben, an den Originalschauplätzen wieder abgespielt und erneut binaural aufgenommen wurden, sodass die Vergangenheit wie in die Gegenwart eingebettet erscheint. An der Waldemarbrücke taucht ein Mauerbericht von 1961 wie live gesprochen auf. Im Wechsel von Ost und West – oder über das Engelbecken, gegenüber vom ehemaligen Gewerkschaftshaus von Bruno Taut – hallt die Stimme des NS-Führers Robert Ley während einer in Bruchstücken zu hörendenRede zum 1. Mai 1933 gegen die freien Gewerkschaften. Dazwischen erklingen reine Soundstücke, die atmosphärisch den längst zugeschütteten und vergessenen Luisenstädtischen Kanal wieder auftauchen lassen.

Ausgezeichnet mit dem AUDIO WALK AWARD 2020

Georg Klein hat seit 2001 eine vielfältige, künstlerische Praxis entwickelt, in der er Klang als Medium der Kunst erforscht. In seinen Installationen und Interventionen – insbesondere im öffentlichen Raum – verdichtet er akustische und visuelle, situative und politische Aspekte zu einem Spannungsfeld, in dem die Besucher*innen bisweilen interaktiv oder partizipativ involviert werden. Klangliche und visuelle Elemente spielen oftmals eine gleichrangige Rolle, wenn er Sound mit Video, Text, Objekten, Fotografie oder Licht kombiniert.

Mit seinen ortsspezifischen Installationen, aber auch in seinen Galeriearbeiten und hörspielartigen Soundwalks, fordert Klein die Wahrnehmung seines Publikums immer wieder heraus. Seine zuweilen grenzüberschreitenden audiovisuellen Kommunikationsräume führen häufig in unsicheres Terrain, hinterfragen Identitäten und zielen darauf, die Besucher*innen zur Reflexion anzuregen.Seine Eingriffe in den physischen wie medialen öffentlichen Raum lösten bisweilen heftige Reaktionen bei Publikum und Presse aus. 2015 wurde Georg Klein auf dem European Media Art Festival (EMAF) mit dem Dialogpreis des Auswärtigen Amts ausgezeichnet."

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Station 1: Zafraan Ensemble: »UA Berlin – Die 1920er: Exil« Stefan Wolpe: Piano Sonate N°1 ‘Stehende Musik’« [Route]

[DE] Zum Abschluss unserer kleinen »UA Berlin, die 1920er«-Serie verknüpft Simon James Phillips in seiner Komposition »PENT« Konzepte und musikalisches Material aller bisher im Programm gehörten Stücke. So stellt er eine Verbindung zur Vergangenheit und zu Berlins umfangreichen, sich entfaltenden musikalischen Erbe her, von dem er selbst Teil ist. Letztlich versucht er, Raum für die Zukunft zu schaffen, in dem er ein flexibles modulares Werk kreiert, das von den Musikern wesentliche kreative Entscheidungen mit jeder neuen Aufführung erfordert.

Wie »Phoenix aus der Asche« ist der Potsdamer Platz in den 90er Jahren auferstanden. Hier treffen auf mehr oder weniger chaotische Weise verschiedenste architektonische Ansätze zusammen. Der Inge-Beisheim-Platz, der eher später dazukam, versucht, sich ein Flair einer kleinen Piazza zu geben, wie sie in vielen Metropolen auftauchen könnte. Der Blick auf den Wasserspiegel lässt den uns über den die gehörten Werke und die Zukunft reflektieren.

Für den Sound Walk Berlin hat das Ensemble eine Route erstellt, die das Berlin der 20iger Jahre musikalisch nachvollzieht, in denen es unweigerlich auch ums Exil geht. Die Route basiert auf einer Reihe mit zehn Kammerkonzerten, in der das Zafraan Ensemble die Geschichte Berlins von den 1910er Jahren bis heute als eine musikalische erzählt. Jeder der Konzertabende stand für eine Dekade, bei dem ein in diesem Jahrzehnt in Berlin uraufgeführtes Werk den programmatischen Auslöser bildet.

Das Zafraan Ensemble steht für Musik, die das heutige Leben, die heutige Gesellschaft, die heutige Realität in all ihren Facetten reflektiert. Die aus zehn festen Mitgliedern aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland bestehende Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt hauptsächlich aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Cello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Percussion abgedeckt abgedeckt wird. In Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manuel Nawri oder Titus Engel, mit Künstlerinnen wie Chiharu Shiota und Aliénor Dauchez, mit Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Yoav Pasovsky, Elena Mendoza, Stefan Keller, Lula Romero, Eres Holz oder Johannes Boris Borowski gehen sie ans Limit, riskieren und schaffen Neues.


[EN] Concluding our ""UA Berlin: the 1920s"" Sound Walk, is “PENT"" from Australian composer Simon James Phillips. Through his treatment of the material, Phillips is able to combine compositional elements and ideas from all works heard so far in the program, providing a link to Berlin's extensive, unfolding musical heritage, of which he himself is a part. Ultimately, he seeks to create space for the future by creating a flexible modular work that requires the musicians to make essential creative decisions with each new performance.

Potsdamer Platz rose like ""Phoenix from the ashes"" in the 1990s. Here, a wide variety of architectural approaches come together in a more or less chaotic way. The Inge-Beisheim-Platz, which was added rather later, tries to give itself a flair of a small piazza, as it could appear in many metropolises. The view of the water level makes us reflect on the works we have heard and on the future.

For the Sound Walk Berlin, the ensemble has created a tour that musically traces Berlin in the 1920s, which is inevitably also about exile. The route is based on a concert series in which the Zafraan Ensemble tells the story of Berlin from the 1910s to today as a musical one. Each of the concert evenings stood for a decade, with a work premiered in Berlin in that decade forming the programmatic trigger.

Zafraan stands for music that reflects all facets of life, society and reality today. The ensemble constitutes ten fixed members from Spain, France, New Zealand, Australia and Germany. It predominantly performs contemporary repertoire that is covered by its core instrumentation of violin, viola, cello, double bass, flute, clarinet, saxophone, harp, piano and percussion. The group challenges itself and the audience; they experiment and surprise. In collaboration with conductors such as Titus Engels or Manuel Nawri, artists such as Chiharu Shiota, Aliénor Dauchez and Louise Wagner, and composers such as Samir Odeh-Tamimi, Alexander Schubert, Elena Mendoza, Stefan Keller, Johannes Borowski, Eres Holz and Helmut Oehring, they push at boundaries, provoke, take risks, and create something new.

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Station 2: Zafraan Ensemble: »UA Berlin – Die 1920er: Exil« Anton Webern: Quartett op. 22 [Route]

[DE] Nach Stefan Wolpes erster Station im damaligen Leningrad, wo er zum Theater-Weltkongress eingeladen war, gelingt es ihm mit Hilfe seiner späteren Frau Irma Wolpe Rademacher (geb. Irma Schoenberg) nach Wien zu gelangen. Dort angekommen nimmt er Unterricht bei Anton Webern, gerät aber schon bald darauf mit österreichischen Behörden in Konflikt.

Zu hören gibt es hier, mit Blick auf die Wildgräser in mitten der Stadt das Quartett op. 22. Zunächst im Geiste der Brandenburgischen Konzerte von Bach begonnen, dann zur Besetzung mit Klarinette, Saxofon, Violine und Klavier eingestampft, verrät Weberns Skizzenbuch die extreme Abstaktion von Naturbeobachtungen: die Kühle des ersten Frühlings, kristallklare Luft, Primeln und Leberblumen, Kinder auf Eis und Schnee, Blick in die höchste Region.

Für den Sound Walk Berlin hat das Ensemble eine Route erstellt, die das Berlin der 20iger Jahre musikalisch nachvollzieht, in denen es unweigerlich auch ums Exil geht. Die Route basiert auf einer Reihe mit zehn Kammerkonzerten, in der das Zafraan Ensemble die Geschichte Berlins von den 1910er Jahren bis heute als eine musikalische erzählt. Jeder der Konzertabende stand für eine Dekade, bei dem ein in diesem Jahrzehnt in Berlin uraufgeführtes Werk den programmatischen Auslöser bildet.

Das Zafraan Ensemble steht für Musik, die das heutige Leben, die heutige Gesellschaft, die heutige Realität in all ihren Facetten reflektiert. Die aus zehn festen Mitgliedern aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland bestehende Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt hauptsächlich aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Cello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Percussion abgedeckt abgedeckt wird. In Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manuel Nawri oder Titus Engel, mit Künstlerinnen wie Chiharu Shiota und Aliénor Dauchez, mit Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Yoav Pasovsky, Elena Mendoza, Stefan Keller, Lula Romero, Eres Holz oder Johannes Boris Borowski gehen sie ans Limit, riskieren und schaffen Neues.


[EN] With an invitation to Leningrad as part of the World Theatre Congress, Stefan Wolpe was to eventually flee to Vienna, with the help of his future wife Irma Wolpe Rademacher (née Schoenberg). Once in Vienna, Wolpe began to study with Anton Webern, but soon attracted the ire of Austrian authorities.

On this stop of the Berlin Sound Walk, we hear the Quartet op. 22 for clarinet, saxophone, violin and piano. Initially inspired by the Brandenburg Concertos of J.S. Bach, Webern’s fascination with and observance of nature is outlined in his personal sketchbook, with the composer conjuring scenes of crisp spring days, primroses and liverworts, children playing in the snow, and other bucolic vistas.

For the Sound Walk Berlin, the ensemble has created a tour that musically traces Berlin in the 1920s, which is inevitably also about exile. The route is based on a concert series in which the Zafraan Ensemble tells the story of Berlin from the 1910s to today as a musical one. Each of the concert evenings stood for a decade, with a work premiered in Berlin in that decade forming the programmatic trigger.

Zafraan stands for music that reflects all facets of life, society and reality today. The ensemble constitutes ten fixed members from Spain, France, New Zealand, Australia and Germany. It predominantly performs contemporary repertoire that is covered by its core instrumentation of violin, viola, cello, double bass, flute, clarinet, saxophone, harp, piano and percussion. The group challenges itself and the audience; they experiment and surprise. In collaboration with conductors such as Titus Engels or Manuel Nawri, artists such as Chiharu Shiota, Aliénor Dauchez and Louise Wagner, and composers such as Samir Odeh-Tamimi, Alexander Schubert, Elena Mendoza, Stefan Keller, Johannes Borowski, Eres Holz and Helmut Oehring, they push at boundaries, provoke, take risks, and create something new.

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Station 3: Zafraan Ensemble: »UA Berlin – Die 1920er: Exil« Morton Feldman: Durations 1 [Route]

[DE] Irma Schoenberg holt Stefan Wolpe zunächst nach Bukarest. Am Tag seiner Einreise wird dort der liberale Premierminister Ion Duca durch die faschistische Eiserne Garde ermordet. Der Aufenthalt in Bukarest konnte somit nur kurz sein. Die nächste Station ist Jerusalem, wo sich beide am Aufbau der späteren Rubin Academy of Music and Dance beteiligen.

Nachdem wegen Wolpes radikaler musikalischer Anschauungen die Anerkennung als Komponist aber ausbleibt, bleibt nur noch die Ausreise in die USA. Dort wird er zum gefragten Lehrer. Ab 1944 unter anderem für Morton Feldman, der ihn als Lehrer hoch verehrt und in seinem Verständnis von Form und Parametern stark beeinflusst wird.

In Feldmans Worten: Ich lernte, dass das alte Sprichwort „Regeln sind da, um gebrochen zu werden“ eine Lüge war. Sie waren in Wirklichkeit Hindernisse, über die man springen musste – dass unsere Musikgeschichte und das Vorgehen, Noten in Formen zu bringen ein trügerischer Hindernislauf war.

In der Mitte des kleinen Parks, kreuzen sich vier Wege, so wie sich die vier Stimmen in Feldmans Quartett annähern, aber doch nie ganz aufeinandertreffen. Diese Kreuzung ist, obwohl dort Wege aufeinandertreffen, ein merkwürdiger Ruhepunkt in der geschäftigen Umgebung des Sony Centers.

Für den Sound Walk Berlin hat das Ensemble eine Route erstellt, die das Berlin der 20iger Jahre musikalisch nachvollzieht, in denen es unweigerlich auch ums Exil geht. Die Route basiert auf einer Reihe mit zehn Kammerkonzerten, in der das Zafraan Ensemble die Geschichte Berlins von den 1910er Jahren bis heute als eine musikalische erzählt. Jeder der Konzertabende stand für eine Dekade, bei dem ein in diesem Jahrzehnt in Berlin uraufgeführtes Werk den programmatischen Auslöser bildet.

Das Zafraan Ensemble steht für Musik, die das heutige Leben, die heutige Gesellschaft, die heutige Realität in all ihren Facetten reflektiert. Die aus zehn festen Mitgliedern aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland bestehende Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt hauptsächlich aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Cello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Percussion abgedeckt abgedeckt wird. In Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manuel Nawri oder Titus Engel, mit Künstlerinnen wie Chiharu Shiota und Aliénor Dauchez, mit Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Yoav Pasovsky, Elena Mendoza, Stefan Keller, Lula Romero, Eres Holz oder Johannes Boris Borowski gehen sie ans Limit, riskieren und schaffen Neues.


[EN] Stefan Wolpe was first invited to Bucharest by the pianist Irma Schoenberg. On the day of his arrival however, the liberal Prime Minister Ion Duca was assassinated by the Iron Guard, cutting short Wolpe’s stay in the city. Both Wolpe and Schoenberg then traveled to Jerusalem where they were involved in the establishment of what is now known as the Rubin Academy of Music and Dance. However, after extensive criticism of Wolpe's radical musical views, the pair then departed for the USA. It is here, that Wolpe was able to establish himself as a teacher.

Morton Feldman, a former student who regarded Wolpe highly, wrote: ”I learned that the old adage 'rules are made to be broken' was a lie. They were, in fact, obstacles to be jumped over - that our musical history and approach to putting notes into forms was a deceptive obstacle course”.

In the middle of the small park, four paths cross, just as the four voices in Feldman's quartet approach, yet never quite meet. This intersection, although paths meet there, is a strange resting point in the busy environment of the Sony Center.

For the Sound Walk Berlin, the ensemble has created a tour that musically traces Berlin in the 1920s, which is inevitably also about exile. The route is based on a concert series in which the Zafraan Ensemble tells the story of Berlin from the 1910s to today as a musical one. Each of the concert evenings stood for a decade, with a work premiered in Berlin in that decade forming the programmatic trigger.

Zafraan stands for music that reflects all facets of life, society and reality today. The ensemble constitutes ten fixed members from Spain, France, New Zealand, Australia and Germany. It predominantly performs contemporary repertoire that is covered by its core instrumentation of violin, viola, cello, double bass, flute, clarinet, saxophone, harp, piano and percussion. The group challenges itself and the audience; they experiment and surprise. In collaboration with conductors such as Titus Engels or Manuel Nawri, artists such as Chiharu Shiota, Aliénor Dauchez and Louise Wagner, and composers such as Samir Odeh-Tamimi, Alexander Schubert, Elena Mendoza, Stefan Keller, Johannes Borowski, Eres Holz and Helmut Oehring, they push at boundaries, provoke, take risks, and create something new.

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Station 4: Zafraan Ensemble: »UA Berlin – Die 1920er: Exil« Ursula Mamlok: From My Garden (1983) [Route]

[DE] Zu Beginn der 1960er Jahre zählt auch eine in junge, in Berlin geborene Komponistin zum Schülerkreis Stefan Wolpes: Ursula Mamlok (1923-2016). Sie war 1939 mit ihren Eltern zunächst nach Ecuador emigriert und später zum Studium nach New York gelangt.

Ausgestattet mit Schönbergs Zwölftontechnik und Wolpes Theorie des mehrdimensionalen musikalischen Raums entwarf sie eine Musik, die aus wenig Material einen großen musikalischen Reichtum schafft, ähnlich den Blüten einer Pflanze, die alle verwandt sind, aber doch so verschieden leuchten.

Ihre Klarheit und Kreativität zeigt sich auch wunderschön in den Bagatellen, die 1988 in der Carnegie Hall uraufgeführt wurden. Im Jahr 2006 zog Ursula Mamlok wieder nach Berlin zurück, wo das Zafraan Ensemble sie persönlich kennen und ihre Musik schätzen lernen durfte.

Die Steine des Global Stone Projekts sollen die Verbundenheit der Menschen in aller Welt symbolisieren. Die schweren Steine aus fünf Kontinenten stehen für Erwachen, Hoffnung, Vergebung, Liebe und Frieden und besitzen jeweils einen »Schwesterstein« an ihrem Herkunftsort. Für Ursula Mamlok war der Umzug 2006 nach Berlin eine Rückkehr in die »Geburtsstadt« und nicht in die »Heimat«. Denn: »Meine Heimat ist die Musik« sagte sie.

Für den Sound Walk Berlin hat das Ensemble eine Route erstellt, die das Berlin der 20iger Jahre musikalisch nachvollzieht, in denen es unweigerlich auch ums Exil geht. Die Route basiert auf einer Reihe mit zehn Kammerkonzerten, in der das Zafraan Ensemble die Geschichte Berlins von den 1910er Jahren bis heute als eine musikalische erzählt. Jeder der Konzertabende stand für eine Dekade, bei dem ein in diesem Jahrzehnt in Berlin uraufgeführtes Werk den programmatischen Auslöser bildet.

Das Zafraan Ensemble steht für Musik, die das heutige Leben, die heutige Gesellschaft, die heutige Realität in all ihren Facetten reflektiert. Die aus zehn festen Mitgliedern aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland bestehende Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt hauptsächlich aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Cello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Percussion abgedeckt abgedeckt wird. In Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manuel Nawri oder Titus Engel, mit Künstlerinnen wie Chiharu Shiota und Aliénor Dauchez, mit Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Yoav Pasovsky, Elena Mendoza, Stefan Keller, Lula Romero, Eres Holz oder Johannes Boris Borowski gehen sie ans Limit, riskieren und schaffen Neues.


[EN] At the beginning of the 1960s, a young composer from Berlin became part of Stefan Wolpe's circle of students: Ursula Mamlok (1923-2016). Ursula emigrated with her parents to Ecuador in 1939 and later moved to New York to study. Schooled in Schoenberg's twelve-tone technique and Wolpe's theory of multidimensional musical space, Mamlok’s music possesses a profound richness yet it is comprised of sparse compositional material. The clarity and creativity of her music is beautifully demonstrated in the “Bagatelles”, premiered at Carnegie Hall in 1988. In 2006 Ursula Malmok returned to Berlin, where the Zafraan Ensemble were privileged to know her personally and to work with her closely.

The stones of the Global Stone Project are meant to symbolize the connectedness of people all over the world. The heavy stones from five continents stand for awakening, hope, forgiveness, love and peace and each have a ""sister stone"" in their place of origin. For Ursula Mamlok, the move to Berlin in 2006 was a return to her ""birthplace"" rather than her ""home"". Because: ""My home is the music"" she said.

For the Sound Walk Berlin, the ensemble has created a tour that musically traces Berlin in the 1920s, which is inevitably also about exile. The route is based on a concert series in which the Zafraan Ensemble tells the story of Berlin from the 1910s to today as a musical one. Each of the concert evenings stood for a decade, with a work premiered in Berlin in that decade forming the programmatic trigger.

Zafraan stands for music that reflects all facets of life, society and reality today. The ensemble constitutes ten fixed members from Spain, France, New Zealand, Australia and Germany. It predominantly performs contemporary repertoire that is covered by its core instrumentation of violin, viola, cello, double bass, flute, clarinet, saxophone, harp, piano and percussion. The group challenges itself and the audience; they experiment and surprise. In collaboration with conductors such as Titus Engels or Manuel Nawri, artists such as Chiharu Shiota, Aliénor Dauchez and Louise Wagner, and composers such as Samir Odeh-Tamimi, Alexander Schubert, Elena Mendoza, Stefan Keller, Johannes Borowski, Eres Holz and Helmut Oehring, they push at boundaries, provoke, take risks, and create something new.

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Station 5: Zafraan Ensemble: »UA Berlin – Die 1920er: Exil« Ursula Mamlok: Five Bagatelles (1988) [Route]

[DE] Zwischen Entspannung suchenden Touristen, Steinen aus aller Welt, dem Goethe-Denkmal und dem Gedenken an Geschehenes mit dem Holocaust-Mahnmal suchen sich die Bagatellen ihren Weg. Originell und überraschend und am Ende gar keine »Kleinigkeiten«.

Für den Sound Walk Berlin hat das Ensemble eine Route erstellt, die das Berlin der 20iger Jahre musikalisch nachvollzieht, in denen es unweigerlich auch ums Exil geht. Die Route basiert auf einer Reihe mit zehn Kammerkonzerten, in der das Zafraan Ensemble die Geschichte Berlins von den 1910er Jahren bis heute als eine musikalische erzählt. Jeder der Konzertabende stand für eine Dekade, bei dem ein in diesem Jahrzehnt in Berlin uraufgeführtes Werk den programmatischen Auslöser bildet.

Das Zafraan Ensemble steht für Musik, die das heutige Leben, die heutige Gesellschaft, die heutige Realität in all ihren Facetten reflektiert. Die aus zehn festen Mitgliedern aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland bestehende Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt hauptsächlich aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Cello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Percussion abgedeckt abgedeckt wird. In Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manuel Nawri oder Titus Engel, mit Künstlerinnen wie Chiharu Shiota und Aliénor Dauchez, mit Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Yoav Pasovsky, Elena Mendoza, Stefan Keller, Lula Romero, Eres Holz oder Johannes Boris Borowski gehen sie ans Limit, riskieren und schaffen Neues.


[EN] Between tourists seeking relaxation, stones from all over the world, the Goethe Monument and the commemoration of past events with the Holocaust Memorial, Ursula Mamlok's bagatelles resound. Original and surprising and in the end not ""trifles"" at all.

For the Sound Walk Berlin, the ensemble has created a tour that musically traces Berlin in the 1920s, which is inevitably also about exile. The route is based on a concert series in which the Zafraan Ensemble tells the story of Berlin from the 1910s to today as a musical one. Each of the concert evenings stood for a decade, with a work premiered in Berlin in that decade forming the programmatic trigger.

Zafraan stands for music that reflects all facets of life, society and reality today. The ensemble constitutes ten fixed members from Spain, France, New Zealand, Australia and Germany. It predominantly performs contemporary repertoire that is covered by its core instrumentation of violin, viola, cello, double bass, flute, clarinet, saxophone, harp, piano and percussion. The group challenges itself and the audience; they experiment and surprise. In collaboration with conductors such as Titus Engels or Manuel Nawri, artists such as Chiharu Shiota, Aliénor Dauchez and Louise Wagner, and composers such as Samir Odeh-Tamimi, Alexander Schubert, Elena Mendoza, Stefan Keller, Johannes Borowski, Eres Holz and Helmut Oehring, they push at boundaries, provoke, take risks, and create something new.

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Station 6: Zafraan Ensemble: »UA Berlin – Die 1920er: Exil« Simon Phillips: Pent (2020, UA) [Route]

[DE] Zum Abschluss unserer kleinen »UA Berlin, die 1920er«-Serie verknüpft Simon James Phillips in seiner Komposition »PENT« Konzepte und musikalisches Material aller bisher im Programm gehörten Stücke. So stellt er eine Verbindung zur Vergangenheit und zu Berlins umfangreichen, sich entfaltenden musikalischen Erbe her, von dem er selbst Teil ist. Letztlich versucht er, Raum für die Zukunft zu schaffen, in dem er ein flexibles modulares Werk kreiert, das von den Musikern wesentliche kreative Entscheidungen mit jeder neuen Aufführung erfordert.

Wie »Phoenix aus der Asche« ist der Potsdamer Platz in den 90er Jahren auferstanden. Hier treffen auf mehr oder weniger chaotische Weise verschiedenste architektonische Ansätze zusammen. Der Inge-Beisheim-Platz, der eher später dazukam, versucht, sich ein Flair einer kleinen Piazza zu geben, wie sie in vielen Metropolen auftauchen könnte. Der Blick auf den Wasserspiegel lässt den uns über den die gehörten Werke und die Zukunft reflektieren.

Für den Sound Walk Berlin hat das Ensemble eine Route erstellt, die das Berlin der 20iger Jahre musikalisch nachvollzieht, in denen es unweigerlich auch ums Exil geht. Die Route basiert auf einer Reihe mit zehn Kammerkonzerten, in der das Zafraan Ensemble die Geschichte Berlins von den 1910er Jahren bis heute als eine musikalische erzählt. Jeder der Konzertabende stand für eine Dekade, bei dem ein in diesem Jahrzehnt in Berlin uraufgeführtes Werk den programmatischen Auslöser bildet.

Das Zafraan Ensemble steht für Musik, die das heutige Leben, die heutige Gesellschaft, die heutige Realität in all ihren Facetten reflektiert. Die aus zehn festen Mitgliedern aus Spanien, Frankreich, Neuseeland, Australien und Deutschland bestehende Gruppe formierte sich 2009 in Berlin und spielt hauptsächlich aktuelles Repertoire, das von der Kernbesetzung mit Violine, Viola, Cello, Bass, Flöte, Klarinette, Saxophon, Harfe, Klavier und Percussion abgedeckt abgedeckt wird. In Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Manuel Nawri oder Titus Engel, mit Künstlerinnen wie Chiharu Shiota und Aliénor Dauchez, mit Komponisten wie Samir Odeh-Tamimi, Yoav Pasovsky, Elena Mendoza, Stefan Keller, Lula Romero, Eres Holz oder Johannes Boris Borowski gehen sie ans Limit, riskieren und schaffen Neues.


[EN] Concluding our ""UA Berlin: the 1920s"" Sound Walk, is “PENT"" from Australian composer Simon James Phillips. Through his treatment of the material, Phillips is able to combine compositional elements and ideas from all works heard so far in the program, providing a link to Berlin's extensive, unfolding musical heritage, of which he himself is a part. Ultimately, he seeks to create space for the future by creating a flexible modular work that requires the musicians to make essential creative decisions with each new performance.

Potsdamer Platz rose like ""Phoenix from the ashes"" in the 1990s. Here, a wide variety of architectural approaches come together in a more or less chaotic way. The Inge-Beisheim-Platz, which was added rather later, tries to give itself a flair of a small piazza, as it could appear in many metropolises. The view of the water level makes us reflect on the works we have heard and on the future.

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