The Observer

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Ah, da bist du ja.

Und so beginnt es.

Ich hatte gehofft, heute Nacht wäre es anders.

Der heutige Tag hatte sich anders angefühlt.

Aber alles ist so gekommen, wie es immer gekommen ist.

Also muss es bedeuten, dass ich anders bin.

Ja (seufz), Ich nehme an, das ist es. Ich habe mich verändert.

Wirst du jemals müde?

Mmmm. Ich glaube, Ich bin es müde geworden.

Ich denke, ich werde mich hier für eine Weile ausruhen.


Es ist komisch, dass wir nach all der Zeit, nie miteinander gesprochen haben. Ich habe dich beobachtet. Du hast mich beobachtet. Warum ist das so?

Da kommen sie.

Die ersten, die auf der Feier antanzen.

Deine Vorspeise ist serviert.

Was hast du davon?

Ich habe nächtlich zugesehen, wie du sie hereingezogen hast. Sie wie kleine Trophäen eingesammelt hast. Deine seltene Sammlung von zerstreuten Kreaturen. Ich habe beobachtet, wie sie auf dich einstürzen, aufeinander prallen. Ich habe gesehen, wie du sie mit jedem Impuls deiner Energie belebst. Weißt du, manchmal sehen sie fast wunderschön aus. Ein Spektakel aus flatterndem Licht und Chaos. Wie Schnee, der auf ein offenes Feuer fällt.

Tust du es deshalb? Weil sie hübsch aussehen?

Denn wenn du deinen Blick unter den Wirbelsturm aus Flügeln und Wind wandern lässt, bietet sich ein Anblick, der dich bis ins Mark erschaudern lässt. Es steht in klarem Kontrast zum Chaos darüber. Nichts bewegt sich dort. Die Überbleibsel dieser einst grandiosen Feier sind wie lebloses Konfetti verstreut.

Sie werden nie erfahren, was hätte sein können.

Wie konnte es so weit kommen? Blinde Mitläufer*innen mit scheinbar selbstmörderischen Tendenzen.

Kann ich dir etwas mitteilen? Die Wahrheit?

Ich habe keine Wahl mehr. Ich weiß nicht, was ich noch tun soll. Ich weiß nicht, wie ich dich besiegen kann.

Ich hatte gehofft, dass ich vielleicht die Letzte sein würde, die diesen Fluch ertragen muss, Zeuge deiner Taten zu sein. Aber ich sehe, dass dieser Kampf in absehbarer Zeit nicht zu gewinnen ist. Keine der beiden Seiten wird nachgeben.

Und ich bin müde.

Ich dachte, ich würde den Tag erleben, an dem du verlierst. Wenn sie nicht kommen. Ich frage mich, was dann passieren würde? Wie würdest du dich dabei fühlen?

Kannst du einem alten Feind einen Moment lang nachsichtig sein?

Wie würdest du deine Nacht verbringen, wenn sie sich nicht mehr zu dir hingezogen fühlen? Wärst du dann noch hier? Wem dienst du wirklich? Hast du überhaupt die Kontrolle?

Du hast Macht. Das kann ich nicht leugnen. Deine Anwesenheit durchdringt diesen Ort. Du trägst nicht dazu bei, du besitzt ihn.

Es gab einmal eine Zeit, in der es vor Leben wimmelte. Mit Farbe und Bewegung. Ein wässriges Wunderland voller Kreaturen, die wussten, was sie zu tun hatten. Die in Harmonie ihren Wegen folgten - ein beeindruckendes Schauspiel der Synchronizität.

Jetzt ist es leblos... grau. Und still. Doch keine gute Stille. Eine leere Art von Stille.

Es ist eine stockende Einöde mit kaltem Boden, der verhindert, dass sich etwas verändert. Die Bewegung hier ist dumpf und unauffällig. Die anderen gehen hindurch. Es gibt nichts zu geben und nichts zu nehmen. Sie haben es schon genommen. Und dann verließen sie diesen kargen Raum, in dem nur gelegentlich ein Scheinwerfer einen Strudel des Verfalls erhellt.

(Lacht in sich hinein) Ich bin heute Abend ein wenig morbide.

(Lange Pause)

Ich frage mich, was mich anders macht. Mein Verstand ist nicht so besessen von dir wie der der anderen. Wenn ich an dich denke, fühle ich... nichts. Warum habe ich mich nicht zu dir hingezogen gefühlt?

Obwohl ich es auf meine Art wohl bin. Ich meine, ich bin doch hier, oder nicht? Ich fühle mich getrieben, dich zu beobachten.

Vielleicht hat ein Teil von mir den Kampf genossen. Wäre ich ohne ihn verloren gewesen? Ohne dich?

Du bist wahrlich ein unvergesslicher Anblick. Es ist nicht schwer zu verstehen, warum du so viele in deinen Bann ziehst.

Du bist eine grausame Illusion. Eine verräterische Verführung.

Und ich konnte es nicht durchbrechen.

Doch es gibt andere wie mich. Solche, die nicht von dir geblendet sind.

Vielleicht erhalten sie die Chance, dich besiegt zu sehen.

Ich hoffe, sie tun es.


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