Friedrichstrasse 32-33

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Berlin-Kreuzberg / Architekt:innen: Raimund Abraham mit Heike Büttner und Claus Neumann Wir wundern uns über Raimund Abrahams, Heike Büttners und Claus Neumanns Wohn- und Geschäftshaus, das im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 1987 (IBA) als sozialräumliches Experiment gelesen wurde, jetzt leer steht und auf seine neue Nutzung als Hotel wartet. Dem IBA-Titel „Leben und Arbeiten in der südlichen Friedrichstadt“ folgend, beherbergt das Gebäude flexible Gewerberäume im Erd- und ersten Obergeschoß, sowie zwanzig Drei-Zimmerwohnungen in den darüberliegenden fünf Geschoßen, die nach Richtlinien des sozialen Wohnungsbaus vermietet wurden. Der Entwurf des sieben Stockwerke hohen Gebäudes greift die verschiedenen Baufluchten und Trauflinien der Nachbargebäude auf und gleicht somit ihren Versatz aus. Die Formensprache mit Glaskuben, sowie die dominanten Betonpfeiler der Loggien, verleihen dem Gebäude zur Straße hin ein bizarres Aussehen – unüblich für Wohnungsbauten, jedoch nicht unüblich für den theoriestarken Architekten Abraham. Mittig besitzt das Gebäude einen Einschnitt, der dem Zugang zur vertikalen Erschließung dient und trichterförmig zum Innenhof führt. Dort präsentiert sich das Gebäude weniger brutal und schafft einen kreisförmigen Hof mit Balkonen und Laubengängen. Ana Filipović und Philipp Mecke sind Bewohner:innen des Nachbargebäudes: sie erzählen aus ihrem täglichen Leben mit direktem Blick auf die Architekturikone der Postmoderne.

Hörbild: Ana Filipović und Philipp Mecke, Bewohner:innen im Nachbargebäude


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