St. Adalbert Kirche

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Linienstraße 101, Berlin-Mitte / Architekt: Clemens Holzmeister Wir begeben uns auf Zeitreise in die 1930er Jahre: Clemens Holzmeister, geschätzt für seien unzähligen Sakralbauten in Österreich, wurde außerhalb des Landes hauptsächlich durch seine Bauten im Regierungsviertel der neu gegründeten türkischen Hauptstadt Ankaras bekannt. Der Ausnahmearchitekt hat jedoch auch in Berlin seine Spuren hinterlassen, die wir heute noch lesen können. Die 1934 fertiggestellte St. Adalbert Kirche im Berliner Ortsteil Mitte repräsentierte eine für damals neue architektonische Strömung im Sakralbau. Die Ideen des Bauhauses und der Neuen Sachlichkeit wurden in der Zwischenkriegszeit ebenso auf Kirchen übertragen und so sticht dieses katholische Gotteshaus nicht etwa durch Schnörkel oder Prunk hervor, sondern fügt sich dezent in die vorherrschende Blockrandstruktur ein. Eingebunden in ein Arrangement von wilhelminischen Stuckfassaden ist das schlichte Backsteingebäude leicht zu identifizieren. Von der Linienstraße aus betritt man die Kirche über das Nachbargebäude und dann einen Hinterhof – zur Straße hin hat der Architekt keinen Eingang vorgesehen. Im Inneren des Baus findet man sich in einer Saalkirche mit einem schnörkellosen, rechteckigen Grundriss, gebrochen durch die Halbrundapsis des Altars wieder – dort treffen wir auf Verona Lambert, die durch die Räume führt und von ihrem ehrenamtlichen Arbeitsalltag als Küsterin in St. Adalbert berichtet.

Hörbild: Verona Lambert, Küsterin


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St. Adalbert Kirche - ECHOES