Sonett CXIV - Macht & Schmerz

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Trank denn mein Geist, gekrönt von deinem Licht, Das Königsgift der Schmeichelworte, wie? Ist es mein Auge, das die Wahrheit spricht, Gab deine Liebe ihm die Alchimie, Die Scheusale und ungeschlachte Brut Zu Engeln, die dir gleichen, destilliert, Und wird das Schlechteste vollkommen gut, Von deinem Schein bestrahlt und animiert? Ja, Schmeichelei ist es in meinen Augen. Königlich trinkt mein Geist den Becher leer, Gern läßt mein Aug ihn von dem Tranke saugen, Den es für ihn gekostet hat vorher. Wär's Gift, die Sünde wär gering genug, Daß es aus Liebe nahm den ersten Zug.


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