Ich bin die Carmen Gennermann, 1977 am 09. August in Cottbus angekommen, als politische Migrantin von der DDR aufgenommen, als wir eine Stadt zugeteilt bekommen haben, wo wir wohnen konnten, waren wir schon aufgenommen. Wir waren vorher in Eisenhüttenstadt, wo wir praktisch vom Ministerium des Innern überprüft wurden, ob wir wirklich waren, wer wir gesagt haben, dass wir waren. Und erstmal wenn alle Instanzen bestätigt haben, dann durften wir eine Stadt bekommen und wir wurden alle irgendwo hingeschickt wo es mit unserer Geschichte ein bisschen zu tun hatte und hier nach Cottbus kamen überwiegend Chilenen, die entweder im Bergbau waren oder Chilenen, die Akademiker waren, sind ein Paar hier angekommen. Die ersten waren aber in Dresden oder Leipzig. Hauptsächlich Bergarbeiter waren sie hier. Da Cottbus gerade damals im Aufbruch war, hier wurden Arbeitskräfte gebraucht und junge Familien hergezogen von überall, da brauchte man auch Hebammen. Ich hatte in Chile das Hebammen-Studium angefangen und dann haben sie mich hierher geschickt, mein Mann war sowieso in Berlin beschäftigt in Partei Instanzen und deswegen habe ich hier gewohnt. Es war mein Glück, dass ich hier gelandet bin.