Michael Hirsch: »Umbau 2« (2010) [Soundspot]

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"[DE] Das Musique-Concrete-Stück »Umbau 2« schrieb Michael Hirsch, um notwendige Umbaupausen in seiner Komposition »Das Konvolut« musikalisch zu gestalten. Die Veränderung des Bühnenbildes, der Auf- und Abbau von Instrumenten und Tontechnik werden in dem Stück weniger untermalt, vielmehr wird durch die Musik eine neue Perspektive auf das Geschehen geworfen und dieses in seiner Sinnhaftigkeit und seinen ihm innewohnenden Ritualen künstlerisch reflektiert und hinterfragt.

Dieser Perspektivwechsel kann aber auch auf die Wahrnehmung der großen Umbauten dieser Stadt – für die der Neubau des Stadtschlosses paradigmatisch ist – projiziert werden und diese Wahrnehmung mit Hilfe der »Umbau«-Musik Michael Hirschs neu justieren und reflektieren.

Michael Hirsch: »Umbau 2« (2010) | Musique concrete

Michael Hirsch wurde 1958 in München geboren und lebte seit 1981 in Berlin. Seit 1976 war er als Komponist tätig, maßgeblich beeinflusst von Dieter Schnebel und Josef Anton Riedl, daneben als Darsteller und Vokalperformer u.a. für das Achim-Freyer-Ensemble und das Ensemble Die Maulwerker. Michael Hirsch wurde u.a. mit dem Elisabeth-Schneider-Preis 2001 und dem Busoni-Preis 2005 ausgezeichnet. Michael Hirschs umfangreiches kompositorisches Werk, aufgeführt auf vielen großen Festivals (Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für neue Kammermusik, musica viva des Bayerischen Rundfunks, Dresdner Tage für zeitgenössische Musik, Ultraschall-Festival Berlin, ECLAT-Festival Stuttgart, MaerzMusik Berlin u.a.), umfasst Kammer-und Orchestermusik, Vokal-und Sprachkompositionen und elektronische Musik. Eine besondere Beziehung verband ihn mit dem Musiktheater und der Oper. Für das Theater Bielefeld entstand die abendfüllende Oper »Das Stille Zimmer« (UA 2000), für die Staatsoper Hannover die Oper »Eines schönen Tages« (UA 2005), für die Staatsoper Stuttgart das Musiktheater »Stationendrama« (UA 2007). Die Kurzopern »Die Klage des Pleberio« (UA 2005) und »Celestina im Gespräch mit sich selbst« (UA 2007) sowie die für die Neuen Vocalsolisten Stuttgart entstandenen Madrigaloper »Tragicomedia« (2008/9) waren Vorstudien zu einer nicht mehr realisierten abendfüllenden Celestina-Oper. Ebenfalls unvollendet bleibt das Projekt »Sisyphos (Der Schlaf II)« für Die Maulwerker. Michael Hirsch starb am 6. Februar 2017 in Berlin, kurz nach der Premiere seiner letzten Opernarbeit DIDO an der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin. Sein Gesamtwerk ist bei der Edition Juliane Klein, Berlin, verlegt.


[EN] The Musique Concrete piece »Umbau 2« was written by Michael Hirsch to musically shape necessary breaks in his composition »Das Konvolut«. The change of the stage set, the assembly and disassembly of instruments and sound equipment are not so much underscored in the piece, but rather a new perspective is cast on the events through the music and these are artistically reflected and questioned in their meaningfulness and their inherent rituals.

This change of perspective can, however, also be projected onto the perception of the great reconstructions of this city - for which the new construction of the Berliner Schloss is paradigmatic - and readjust and reflect this perception with the help of Michael Hirsch's """"reconstruction"""" music ...

Michael Hirsch: »Umbau 2« (2010) | Musique concrete

Michael Hirsch was born in Munich in 1958 and has lived in Berlin since 1981. Since 1976 he has been active as a composer, significantly influenced by Dieter Schnebel and Josef Anton Riedl, and also as a performer and vocal performer for the Achim Freyer Ensemble and the ensemble Die Maulwerker, among others. Michael Hirsch was awarded the Elisabeth Schneider Prize in 2001 and the Busoni Prize in 2005, among others. Michael Hirsch's extensive compositional oeuvre, performed at many major festivals (Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für neue Kammermusik, musica viva des Bayerischen Rundfunks, Dresdner Tage für zeitgenössische Musik, Ultraschall-Festival Berlin, ECLAT-Festival Stuttgart, MaerzMusik Berlin and others), includes chamber and orchestral music, vocal and speech compositions and electronic music. He had a special relationship with music theater and opera. For the Theater Bielefeld he wrote the full-length opera »Das Stille Zimmer« (premiere 2000), for the Staatsoper Hannover the opera »Eines schönen Tages« (premiere 2005), for the Staatsoper Stuttgart the music theater »Stationendrama« (premiere 2007). The short operas »Die Klage des Pleberio« (premiere 2005) and Celestina im Gespräch mit sich selbst« (premiere 2007) as well as the madrigal opera »Tragicomedia« (2008/9), written for the Neue Vocalsolisten Stuttgart, were preliminary studies for a full-length Celestina opera that was never realized. Also unfinished is the project »Sisyphos (Der Schlaf II)« for the Maulwerker. Michael Hirsch died on February 6, 2017 in Berlin, shortly after the premiere of his last opera work DIDO at the Tischlerei of the Deutsche Oper Berlin. His complete works are published by Edition Juliane Klein, Berlin."


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Hier geht es zum Download der DRIFTER App mit dem Sound Walk Berlin: (https://www.poligonal.de/drifter/ev296v9bdwJd85h7/) \[DE] Was macht die Stadt mit der Musik und umgekehrt die Musik mit ihr? Mit dem Sound Walk Berlin möchte die inm / field notes die Debatte über die soziale und politische Bedeutung der Musik im urbanen Raum und ihre Repräsentanz in der Stadt vertiefen, wobei auch der Klang der Stadt selbst in den Blick genommen wird. Mit dem Sound Walk Berlin erobert die zeitgenössische Musikszene den Stadtraum und macht die Straßen Berlins zur Bühne. Künstlerinnen, Ensembles und Bühnen der zeitgenössischen Musik haben für den Sound Walk diverse Orte in Berlin klanglich erweitert oder neu definiert. Die Sound- und Musikbeiträge interagieren mit den urbanen Klängen des Ortes aus Verkehr, Stimmen, Spielplätzen, U-Bahn und Baustellen und kommentieren dessen architektonische Beschaffenheit, Geschichte und Umgebung. Der Sound Walk Berlin lädt Bewohnerinnen und Besucherinnen dazu ein, die Stadt aus Perspektive der Künstlerinnen zu erfahren. Die persönlichen Hörerlebnisse sensibilisieren für den individuellen Klang unserer Wohn- und Lebensräume, schärfen den Blick bzw. das Gehör für die Verbindung von Klang und Stadt und regen vielfältige Diskussionen über den Klang der Stadt und zu Räumen für Musik an. Bei den Spaziergängen kann im selben Zug die Stadt und die zeitgenössische Musikszene (neu) entdeckt werden. Die inm – initiative neue musik berlin e.V. bündelt und vertritt als Dachverband der freien Szene der neuen Musik die Interessen der Akteur\*innen der Berliner Szene gegenüber Politik und Verwaltung. Sie ist als Sprachrohr und Partnerin im Dialog etabliert und als Förderinstitution ein wichtiger Bestandteil der Berliner Kulturlandschaft. Das field notes Programm ist seit 2016 die zentrale Informations- und Beratungsstelle für die zeitgenössische Musikszene Berlins der inm – initiative neue musik berlin e.V. Mit seinem breit aufgestellten Informationsangebot aus online Plattform www.field-notes.berlin und dem field notes Printmagazin trägt es zur Stärkung der Sichtbarkeit der zeitgenössischen Musik im Berliner Kulturleben bei. Zur Professionalisierung der Szene bietet das field notes Programm kostenfreie Beratungen, Workshops und Informationsveranstaltungen zu Fragen rund um die Arbeit in der Freien Szene an. Mit einer jährlichen Konferenz zur zeitgenössischen Musik im globalen Kontext regt es außerdem zur Reflexion über die Rolle der zeitgenössischen Musik in der heutigen Gesellschaft an und vernetzt Berliner Akteur\*innen mit einem Internationalen Fachpublikum. Als Querschnittsthema setzt sich das Programm bei all seinen Aktivitäten zum Ziel, die gesellschaftliche Vielfalt stärker im Programm, Personal, Publikum und bei den Partnern abzubilden und (strukturelle) Diskriminierung abzubauen. \[EN] What is the relationship between music and place? With the Sound Walk Berlin, inm / field notes aims to deepen the debate surrounding the social and political significance of music in urban space and its representation, while also observing the sound of the city itself. With the Sound Walk Berlin, the contemporary music scene is reclaiming its urban space and turning the streets of Berlin into a stage! Artists, ensembles and venues of the contemporary music scene expanded or redefined various places in Berlin in terms of sound. Sound and music interact with the existing urban sounds of a place (such as traffic, voices, playgrounds, subway and construction sites) or comment on its architecture, history and surroundings. With the Sound Walk Berlin, residents and visitors can experience the city from the perspective of the artists. These personal listening experiences sensitise the listener to the unique sounds of our living spaces, and to the connection between sound and city, and thus stimulate diverse discussions about the relationship between sounds of the city and spaces for music. On the walks, both the city and the contemporary music scene can be (re)discovered. The inm is an association of musicians, ensembles, composers, musicologists, cultural managers, and organizers who are active in the field of contemporary music. An aesthetically and structurally open institution, its main effort is to secure and improve the working and production conditions for New Music. field notes is a central resource of information and mentoring for the contemporary music scenes in Berlin provided by inm – the initiative neue musik berlin e.V. Its goals are to strengthen and improve production conditions for the independent contemporary music scenes in Berlin, and to raise public awareness of social relevance of the art form. By connecting and catalysing the rich potential of Berlin's contemporary music scene, field notes actively raises general interest in new music. It gathers information on events and developments in the contemporary music scene and presents them online at www.field-notes.berlin and in the bimonthly field notes magazine. Each year in September, the Month of Contemporary Music promotes current works by Berlin ensembles, artists and composers, in established concert halls as well as in independent venues. The festival’s focus is on today's music and attracting new audiences. To strengthen the scene itself, field notes offers free consultations, workshops and events. With an annual conference on contemporary music in a global context, it also encourages reflection on the role of contemporary music in today's society and connects Berlin-based actors with an international audience of experts. As a cross-cutting theme, the programme aims in all its activities to reflect social diversity in the programme, staff, audience and partners and to reduce (structural) discrimination.
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