German Walk T.O. - BIKE TOUR (DEUTSCH)

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Location: Toronto, Ontario, Canada

German Consulate Toronto
German Consulate Toronto
Toronto is a city of neighbourhoods, and many of them have a deep and layered ethnic history. Cabbagetown, Chinatown, Little Italy, Little India, Little Jamaica, the Polish Roncesvalles Village, or The Greek Danforth are just some examples of the diversity of Canada's largest city. While Germans in Toronto don’t have one particular neighbourhood to call their own, German influence can be found across the city – hidden and not always obvious. Born out of the city tours that the German Consulate Toronto organizes twice a year with local city tour guides, the consulate in collaboration with the Ryerson University Library introduces #GermanWalkTO. We hope you enjoy discovering Toronto’s German side.
Erkunde die vielseitige Landschaft Torontos: Eine Radtour quer durch die Stadt, entlang verschiedenster Orte mit deutsch-kanadischer Geschichte.

1. Nordheimer Ravine - St. Clair West Station

Die U-Bahn-Station St. Clair West liegt am nordwestlichen Eingang zur Nordheimer Ravine, Teil des mal offensichtlichen, mal gut versteckten Schluchtensystems von Toronto. Dieser Schluchtenpfad geht entlang einem der vielen zugeschütteten Wasserläufe der Stadt, dem „Castle Frank Brook“. Trotz der Trockenlegung ist es häufig sumpfig entlang dieser Strecke, gelegentlich mit kleinen Rinnsalen – eine Erinnerung daran, was darunter herfließt. Die Schlucht verläuft in Richtung Südosten zu dem „St. Clair Reservoir“, einem verborgenen, menschengemachten See, der die Anhöhe benutzt, um Wasserdruck zu erzeugen. Unter der Spadina Road Brücke durchläuft die Ravine den U-Bahn-Notausgang „Russell Hill“ der tief unter der Erde gelegenen University Line. Nördlich von St. Clair setzt sich die Schlucht unter dem Namen „Cedarvale“ fort; südwestlich der Straße „Boulton Drive“ schlängelt sie sich gut versteckt durch die Wohngegenden, bis sie im „Rosedale Valley“ in den „Don River“ mündet.

Dieser Schluchtabschnitt wurde nach Samuel Nordheimer benannt, einem Geschäftsmann und Musik-veranstalter in Toronto, der 1824 in Memmelsdorf, Bayern, geboren wurde. Er emigrierte 1839 gemeinsam mit seinem Bruder nach Nordamerika, zunächst nach New York, zog 1840 nach Kingston und 1844 nach Toronto. Gemeinsam gründeten die beiden Brüder ein Importgeschäft für Klaviere, welches sich zu einem führenden Herausgeber von Musiknoten entwickelte. Sie hielten unter anderem die Rechte an „The Maple Leaf Forever“. Genau wie das Klaviergeschäft Heintzman an der Toronto Junction, das ebenfalls von deutschen Einwanderern gegründet wurde, stellte auch Nordheimer seine eigenen Klaviere her. Im Jahre 1871 heiratete er Edith Boulton und baute oberhalb der Schlucht an der Südseite des Schluchtenpfades ein Haus, genannt „Glen Edyth“. Obwohl es abgerissen wurde, führt die Straße „Glen Edyth Drive“ immer noch die steile Anhöhe hinauf zu dem damaligen Anwesen.

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5. Yonge-Dundas Square - 1 Dundas Street East

Der Yonge Dundas Square ist das kommerzielle Herz von Toronto. Manchmal wird er zu Unrecht als "Toronto auf dem Weg zum Times Square" bezeichnet. In vielen Großstädten gibt es einen Platz oder eine Kreuzung, an der die Neonreklame und die riesigen Videoplakate wie wild zu sein scheinen, so auch hier. In den 1990er Jahren bestand der Wunsch, einen neuen, großen öffentlichen Platz in der Innenstadt von Toronto zu schaffen, da der Nathan Phillips Square am Rathaus die einzige wirkliche Freifläche war. Der Wettbewerb wurde von Brown + Story Architects gewonnen, die früheren Geschäftsgebäude wurden abgerissen und der Platz wurde 2002 offiziell eröffnet.

Wenn Sie auf der Ostseite des Platzes nach oben blicken, sehen Sie die Leuchtreklame von Sam the Record Man auf dem Gebäude des öffentlichen Gesundheitswesens von Toronto, die hierher verlegt wurde, nachdem der berühmte Plattenladen in der Yonge Street ein paar Blocks weiter nördlich geschlossen wurde.

Die Schaffung des Platzes eröffnete einen neuen, weitläufigen Blick auf das Eaton Centre, Torontos Einkaufszentrum und Bürokomplex, der 1977 eröffnet wurde. Der Komplex, der auf dem Grundstück der inzwischen aufgelösten Kaufhauskette Eaton's entstand, wurde vom deutsch-kanadischen Architekten Eberhard Zeidler nach dem Vorbild der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand, Italien, entworfen. Der Entwurf musste letztlich die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit an der Westseite des Gebäudes sowie das Alte Rathaus berücksichtigen. Heute ist es eine der, wenn nicht sogar die meistbesuchte Attraktion in Toronto.

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6. Toronto City Hall - 100 Queen Street West

Hier am Nathan Phillips Square, am Fuße des mittleren "Freiheitsbogens", der der Queen Street am nächsten liegt, befindet sich Torontos ganz eigenes Stück der Berliner Mauer. Dieses Stück der Mauer wurde von Marcus Hess, einem Ingenieur aus Kitchener, gekauft und 1991 vom deutschen Generalkonsulat überfuehrte. Es ist eines von vielen Berliner Mauerstücken, die ihren Weg um die Welt gemacht haben.

Das Rathaus selbst, das 1965 eröffnet und vom finnischen Architekten Viljo Revell entworfen wurde, steht in der Tradition des Bauhauses, was sich in seiner Konstruktion deutlich zeigt, vor allem in Details wie der feinen Maserung der Türme, wenn man näher herangeht. Es ist ein expressionistisches Gebäude mit modernen Bautechniken, die neue Formen erforderten, wie der schwerelos wirkende Beton in diesen Bögen und die "Muschelschale" des Ratssaals. Wie das Design der Bauhaus-Schule selbst mit seinen drei verschiedenen Flügeln ist auch das Rathaus durch Brücken, Treppenhäuser und Zwischenräume, in denen sich Menschen treffen können, in verschiedene Bereiche unterteilt.

Auch die Abstraktion war für Bauhaus wichtig, da es sich in einem angespannten politischen Umfeld befand und indirekte Wege gesucht wurden, um eine Aussage zu machen. Die Archer-Skulptur von Henry Moore auf dem Platz vor dem Rathaus setzt die Tradition der Abstraktion fort und stand in einem eigenen angespannten politischen Klima, da ihre Kosten bei der Eröffnung des Rathauses zu einem Problem wurden und letztendlich durch private Spenden finanziert wurden.

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7. Liederkranz Society Hall und Charles Wagner - 257 Richmond Street West

An der südwestlichen Kreuzung von Richmond und John Street befindet sich aktuell der Scotiabank Theaterkomplex. Dieser wurde in den späten 1990er Jahren gebaut und ist ein wichtiges kulturelles Zentrum der Stadt, insbesondere während des Toronto International Film Festival. Der Blick von der Lobby über die hohe Rolltreppe bietet eine Panoramaaussicht des sich stetig verändernden Stadtzentrums von Toronto.

Die Gebäude und Nutzung dieses Standorts haben sich häufig gewandelt. Ungefähr auf der Hälfte der Strecke zwischen John Street und Widmer Street lag einst die Liederkranz Society Hall. Manchmal auch “Toronto Liederkranz German Benevolent Society” genannt, wurde der deutsche Sozialverein auf Grund antideutscher Ressentiments im Jahre 1915 geschlossen. Danach übernahm der „Sportverein der patriotischen Soldaten“ die Räumlichkeiten.

Liederkranz Hall wurde 1894 eröffnet und war eine Schöpfung des Architekten Charles Wagner, Sohn von Jacob P. Wagner, einem Bauunternehmer aus Toronto mit deutscher Abstammung, der 1876 zum Stadtrat gewählt wurde. Die zentrale Gefängniskapelle in Liberty Village, welche von der Mitte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts aktiv genutzt wurde, ist eines der hinterbliebenen Projekte vom älteren Wagner. Der Sohn Charles war seit den 1880er Jahren ein erfolgreicher Architekt, der Wohngebäude ebenso wie kirchliche, öffentliche und kommerzielle Einrichtungen in Toronto und darüber hinaus kreierte: die evangelisch-lutherische Kirche St. Paul an der College Street bei Markham; das zerstörte Baseball Stadion „Hanlan’s Point“, die Ausstellungsräume und Büros des Klavierherstellers Heintzman in der King Street nähe York, das damalige Theater „La Plaza“ und heutige Opernhaus in der Queen Street East sowie die erste evangelisch-lutherische Kirche in der Bond Street.

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10. Stanley Barracks at the Canadian National Exhibition - 115 Princes’ Blvd

Obwohl es heutzutage nicht danach aussieht, hat das Messegelände “Exhibition Place” eine weit zurückreichende militärische Geschichte. Unter anderem fanden hier Kampfhandlungen während des Krieges von 1812 statt. Auch heute wirkt Toronto nicht wie eine vom kanadischen Militär geprägte Stadt, wie es Halifax oder Ottawa sind, aber es gibt einige Orte, an denen die Streitkräfte präsent sind – sei es aktuell oder in der Vergangenheit. Ein solcher Ort sind die aus Queenstone Kalkstein gebauten „Stanley Barracks“ neben dem Hotel X, direkt gegenüber dem Enercare Centre. Erbaut von der britischen Armee in den 1840-er Jahren, sollten die Baracken das nahe gelegene Fort York ersetzen, welches während des Krieges von 1812 überwiegend zerstört worden war (und inzwischen zu einem Museum der Stadt Toronto umgebaut wurde). Gegenwärtig sind die Baracken die einzig erhaltene Bausubstanz der „neuen Festung“. Sie wurde 1893 nach dem selben Govenor General benannt, der auch Namensgeber der Eishockeytrophäe „Stanley Cup“ ist, und bis 1947 zu militärischen Zwecken genutzt. Während des ersten Weltkrieges diente sie als Kriegsgefangenenlager für deutsche Staatsangehörige in Kanada, die als „feindliche Ausländer“ eingestuft wurden, sowie türkische und österreich-ungarische Sympathisanten. Damals trug die Festung den Namen „Exhibition Camp“. Später befanden sich in den Stanley Barracks unter anderem die „Canadian Sports Hall of Fame“, die „Hockey Hall of Fame“ und das Marinemuseum.

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