German Walk T.O. - ARCHITECTURE (DEUTSCH)

10 ECHOES

Location: Toronto, Ontario, Canada

German Consulate Toronto
German Consulate Toronto
Toronto is a city of neighbourhoods, and many of them have a deep and layered ethnic history. Cabbagetown, Chinatown, Little Italy, Little India, Little Jamaica, the Polish Roncesvalles Village, or The Greek Danforth are just some examples of the diversity of Canada's largest city. While Germans in Toronto don’t have one particular neighbourhood to call their own, German influence can be found across the city – hidden and not always obvious. Born out of the city tours that the German Consulate Toronto organizes twice a year with local city tour guides, the consulate in collaboration with the Ryerson University Library introduces #GermanWalkTO. We hope you enjoy discovering Toronto’s German side.

Eine Tour durch Bauhaus-inspirierte Architektur und Landschaften in Toronto.

Um das beste Erlebnis zu erhalten, laden Sie den Spaziergang herunter, indem Sie oben auf die Pfeilschaltfläche tippen.

2. St. Andrews Church / Roy Thomson Hall - 73 Simcoe Street

Werfen Sie einen Blick auf die St. Andrews Church an der Ecke. Sie wurde 1876 erbaut und von William George Storm entworfen, dem Architekten, der auch für die University und Victoria Colleges der Universität Toronto und den Eisenzaun der Osgoode Hall in der Nähe verantwortlich ist. Ein Blick auf die Fassade mit ihren skulpturalen Elementen macht deutlich, dass Handwerker und Kunsthandwerker in einen wichtigen Teil des Bauprozesses involviert waren

Der erste Bauhaus-Direktor,, Walter Gropius, schrieb 1919 ein Manifest, in dem er feststellte: "Das letzte Ziel aller Kunst ist der Bau", und setzte das Bild einer Kathedrale auf den Umschlag. Dies war ein Symbol für das mittelalterliche Handwerk und eine Aussage, dass die schönen Künste für die Architektur unverzichtbar sind. Gropius wollte die künstliche Schranke zwischen Künstlern und Handwerkern aufheben, da er das Gefühl hatte, dass Kreativität und moderne Produktion auseinanderdriften würden. Zu diesem Zweck wurden Avantgarde-Künstler angeworben, um den kreativen Prozess am Bauhaus zu stimulieren.

Allerdings gab es hier ein Spannungsverhältnis. Bauhaus ist bekannt für seinen reinen, schmucklosen Stil, der eine Reaktion auf die Wirren des Ersten Weltkriegs und die daraus resultierenden Symbole des Königtums, des Adels und dergleichen darstellt. Die Roy Thomson Hall auf der anderen Straßenseite ist ein Gebäude, das die klaren Linien und die Transparenz des Bauhauses verkörpert, aber auch ein bürgerliches Ethos, das in der Kunst einen Wert sah. Die Stadt Dessau finanzierte den Bau der Bauhausschule, wohingegen die Roy Thomson Hall im Besitz der Stadt ist und lokale Geschäftsleute in einer bürgerschaftlichen Anstrengung Mittel für den Bau aufbrachten.

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4. Shangri-La Hotel - 188 University Avenue

Das Shangri-La-Gebäude hier ist ziemlich typisch für die Art von Gebäuden, die in den letzten Jahrzehnten in Toronto entstanden sind. Es folgt der Idee der industriellen Fertigbauweise von Wohnungen, die durch die Wiederholung von Standardkomponenten in jedem Gebäude realisiert wird. Wenn Sie eine beliebige Eigentumswohnung betreten, werden Sie wahrscheinlich dieselbe Heizungs- und Klimaanlage und dieselben Granitarbeitsplatten vorfinden. Theoretisch sind die unendlichen Variationen dieser Standardisierung billiger in der Herstellung, was niedrigere Miet- oder Kaufpreise für die Bewohner bedeutet, auch wenn sie manchmal etwas eintönig sind.

Die vordere Fassade wird von den "Friedenstauben" umrahmt, einer Skulptur des Künstlers Zhang Huan, der sagt, er wolle, dass "Mensch und Natur in Harmonie leben". Das Ornament auf der standardisierten Form kann als Integration von Künstler und Bauherr gesehen werden, wenn auch vielleicht nicht so weit, wie es Bauhaus getan hätte, da ein Künstler nur selten in die Entwurfsphase eines Gebäudes einbezogen wird, sondern erst in der Abschluss- Phase. In Toronto werden viele dieser Kunstwerke durch die so genannte "Section 37" des Ontario Planning Act finanziert, die es dem Bauherrn erlaubt, für mehr Höhe oder Dichte eine öffentliche Einrichtung anzubieten, oft in Form eines öffentlichen Kunstwerkes. Vielleicht nicht gerade die Art und Weise, wie Bauhaus sich die Integration vorstellte, aber so funktioniert es halt hier.

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5. Sir Adam Beck Statue - 250 University Avenue

Hier in der Mitte der University Avenue steht das Denkmal von Sir Adam Beck, dem deutsch-kanadischen Politiker und frühen Befürworter der öffentlichen Wasserelektrizität in Ontario. Auf dem Sockel des Denkmals sind die Standorte der Wasserkraftwerke in Ontario aufgelistet. Die Skulptur wurde von dem deutsch-kanadischen Bildhauer Emanual Hahn entworfen, der vielleicht am bekanntesten für seine Bluenose-Skulptur auf der kanadischden 10-Cent-Münze ist.

Von Beck aus hat man einen guten Blick auf das Opernhaus auf der Ostseite der Straße. Wenn es nachts von innen beleuchtet wird, wirkt es wie eine Laterne, und die vorgehängte Glaswand ist ein Echo der Glaswand des Bauhausgebäudes in Dessau, die von schmalen Stahlpfosten getragen wird. Ihre Struktur ist offen und transparent, un so können wir die Balkone und Treppenhäuser im Inneren sehen.

Wir stehen hier auch oberhalb der Osgoode TTC Station, beachten Sie die Schilder an jeder Ecke. Das Bauhaus-Mitglied Herbert Bayer schuf die "Universal"-Schrift und die visuelle Identität für die Schule, was wir heute als "Marke" bezeichnen würden. Im gleichen Sinne gab die TTC , die Toronto Transit Commission, die Schrift "Toronto Subway" für die Eröffnung des ersten Abschnitts der Yonge-Linie im Jahr 1954 in Auftrag, um ein einheitliches Erscheinungsbild entlang der Strecke zu schaffen. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Schrift von der TTC vernachlässigt, aber in den letzten Jahren wurde sie wiederbelebt.

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6. Toronto City Hall - 100 Queen Street West

Hier am Nathan Phillips Square, am Fuße des mittleren "Freiheitsbogens", der der Queen Street am nächsten liegt, befindet sich Torontos ganz eigenes Stück der Berliner Mauer. Dieses Stück der Mauer wurde von Marcus Hess, einem Ingenieur aus Kitchener, gekauft und 1991 vom deutschen Generalkonsulat überfuehrte. Es ist eines von vielen Berliner Mauerstücken, die ihren Weg um die Welt gemacht haben.

Das Rathaus selbst, das 1965 eröffnet und vom finnischen Architekten Viljo Revell entworfen wurde, steht in der Tradition des Bauhauses, was sich in seiner Konstruktion deutlich zeigt, vor allem in Details wie der feinen Maserung der Türme, wenn man näher herangeht. Es ist ein expressionistisches Gebäude mit modernen Bautechniken, die neue Formen erforderten, wie der schwerelos wirkende Beton in diesen Bögen und die "Muschelschale" des Ratssaals. Wie das Design der Bauhaus-Schule selbst mit seinen drei verschiedenen Flügeln ist auch das Rathaus durch Brücken, Treppenhäuser und Zwischenräume, in denen sich Menschen treffen können, in verschiedene Bereiche unterteilt.

Auch die Abstraktion war für Bauhaus wichtig, da es sich in einem angespannten politischen Umfeld befand und indirekte Wege gesucht wurden, um eine Aussage zu machen. Die Archer-Skulptur von Henry Moore auf dem Platz vor dem Rathaus setzt die Tradition der Abstraktion fort und stand in einem eigenen angespannten politischen Klima, da ihre Kosten bei der Eröffnung des Rathauses zu einem Problem wurden und letztendlich durch private Spenden finanziert wurden.

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8. TD Centre - 55 King Street West

Die direkteste Verbindung zum Bauhaus in Toronto ist das TD Centre, da es vom dritten und letzten Direktor der Schule, dem Architekten Mies van der Rohe, entworfen wurde. Er leitete die Schule in ihren letzten Jahren und versuchte, sie zu entpolitisieren, wurde aber schließlich durch die Politik der Nazis nach Nordamerika getrieben, wo er wohl der erfolgreichste Bauhaus-Architekt und einer der berühmtesten Architekten der Welt wurde.

Das TD Centre war eines seiner letzten Projekte vor seinem Tod im Jahr 1969 und ist typisch für den "Internationalen Stil", den er mit seinen klaren und kantigen Linien prägte. Getreu dem Bauhaus-Ethos lehnte dieser Stil nationalistische Symbole und Ornamente ab, doch wenn Sie auf eines der Gebäude zugehen, werden Sie sichtbare I-Träger sehen, ein Markenzeichen von Mies und eine Würdigung der Gebäudestruktur.

Unter der Erde befindet sich ein Netz von Tunneln, die mit den angrenzenden Gebäuden verbunden sind und Teil des PATH-Systems mit Geschäften und Restaurants in Toronto sind. Der Teil des TD Centre, der zum PATH-System gehört, war immer einzigartig, fast wie ein Mausoleum gestaltet, sauber und geordnet, ein Echo der Bauhaus-Reaktion auf das Chaos des Ersten Weltkriegs. Mies entwarf auch eine einheitliche weiß-schwarze Schrift für alle Geschäftsräume, so dass eine Einheitlichkeit gegeben war. Der Gebäudeeigentümer erlaubte jedoch, dass jedes Geschäft eine landestypische Beschilderung anbrachte, so dass davon heute nur noch sehr wenig übrig ist.

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The First Panorama of Toronto

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Every aspect of the story behind the series of photographs that make up the 1857 Panorama unravels an intriguing thread. From the three Irish man who photographed them (and then went on to the frontlines of British colonization) to the building from whose roof they was photographed, to the very reason they were taken in the first place. I came across these photographs while searching the Archives of Toronto for panoramic views of the city. I wanted to find images of landscapes that no longer exist and to overlay them over the current view. This was how I discovered the very first photographs of Toronto, taken in 1857, were actually a panorama. They were commissioned by the city from a newly-formed photography firm called Armstrong, Beere & Hime as part of a bid by the city’s government to the British crown to make Toronto the capital of what would become Canada. Other cities, such as Kingston, Ottawa, Quebec City and Montreal also submitted bids but none had impressive photographs to accompany the documents they sent to Queen Victoria. For unknown reasons, she never actually got to see the panorama, which some speculate contributed to her decision to choose Ottawa instead of Toronto. More than 120 years after it was photographed, the panorama was accidentally found by archivist Joan Schwartz in 1979. After the images were “discovered,” England officially gifted them back to Toronto on its sesquicentennial anniversary. The three men behind Armstrong, Beere & Hime were all born in Ireland but neither died there. After immigrating to what would become Canada and briefly working together, they went their separate ways. One joined his brother who was heading a white militia in New Zealand. Sponsored by the British crown, the soldiers were promised land in exchange for expelling and fighting off the indigenous Maori. Along with helping his brother fight, Beere took impressive photographs that can be seen on the site of the New Zealand public library. Meanwhile, Hime joined a Canadian expansionist movement and along with a University of Toronto geology professor named Henry Youle Hind, set off on an expedition in 1858. Its purpose was to prove that colonizing Canada westward was possible. It was on this expedition that Hime would take the photographs that would inscribe his name in Canadian history. You can read more about him in the Canadian Encyclopedia. The third, William Armstrong, joined a different colonial mission - the Wolseley expedition - a military force authorized by Sir John A. Macdonald to confront and subdue the Red River Rebellion of Louis Riel and the Métis in 1870 which also helped settle the Red River Colony in what is now Manitoba. He then returned to Toronto and became a teacher of what can be best described as mediocre landscape paintings. He died in his home on Augusta Street, in Kensington Market. But back to the winter of 1857. As the architectural historian William Dendy wrote in his 1979 book Lost Toronto, in January or February, the three men dragged their photography equipment up to the roof of the yet-to-be finished Rossin House Hotel, which at the time was effectively the tallest building in Toronto (at a whopping six floors). On its roof, over a course of a few days, the men took a series of photographs, with each one panning their camera slightly to the right to make a nearly full 360 view of Toronto, as it looked in the middle of the 19th century. A few months later, the upscale Rossin House Hotel opened its doors but five years after burned to a crisp in the infamous fire of 1862 that left much of the city in ruins. As I was digging through the Toronto City Archives I came across a number of such devastating fires, and was shocked at the extent of the destruction. Though the hotel was rebuilt and reopened, it slowly fell from first place on the city’s list of luxurious “palace hotels” and was demolished in 1969. You can still see the hideous skyscraper that replaced it on the southeast corner of York and King Streets. If you were to go up to the floor just above the lobby (the equivalent of the roof of the Rossin House Hotel) you can see the panorama, as photographed by Armstrong, Beere & Hime and discover how much the city changed since 1857.
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